Tauberbischofsheim

Sparkasse Tauberfranken: Bilanz 2020 fällt äußerst positiv aus

Ein professionelles Krisenmanagement und besonnene Kunden: Die Bank verzeichnet trotz der Pandemie ein Rekordjahr.
Die Vorstände Peter Vogel (links) und Wolfgang Reiner der Sparkasse Tauberfranken berichteten, dass die Bilanz der Bank trotz Corona positiv ausgefallen ist.
Foto: Sparkasse Tauberfranken | Die Vorstände Peter Vogel (links) und Wolfgang Reiner der Sparkasse Tauberfranken berichteten, dass die Bilanz der Bank trotz Corona positiv ausgefallen ist.

Trotz aller Widrigkeiten, die man wegen Corona im vergangenen Jahr bewältigen musste, zeigt sich die Sparkasse Tauberfranken durchaus zufrieden, wie die Vorstände Wolfgang Reiner und Peter Vogel bei der Vorstellung der Bilanz 2020 versicherten. "Das Jahr 2020 begann sehr optimistisch, dann kam Corona", so Vorstandsvorsitzender Peter Vogel. Das habe alle Pläne und Wünsche derart auf den Kopf gestellt, wie man es sich kaum hätte vorstellen können.

"Das Ausmaß der Rezession sah 2020 auf den ersten Blick ähnlich aus wie 2009, in der Folge der damaligen Finanzkrise. Doch sind die Ursachen und die sektorale Betroffenheit völlig anders gelagert. Die Einschränkungen unter der Pandemie greifen direkt in die Produktions- und Konsummöglichkeiten ein und im Dienstleistungssektor sind viele Wertschöpfungen schlicht nicht möglich. Der Finanzsektor ist dagegen in der aktuellen Krise eher Teil der Lösung und hat durch Sicherstellung vieler Finanzierungen zur Abfederung der Krise beigetragen", berichtete Vogel.

Rekordjahr bei den Wertpapieren

Vonseiten der Sparkasse Tauberfranken hatte man gleich zu Beginn der Pandemie ein professionelles Krisenmanagement eingeführt und wo immer es ging, Teams und Mitarbeiter getrennt. Viele Mitarbeiter würden jetzt im Homeoffice arbeiten.  "Trotzdem haben wir versucht, unsere Geschäftsstellen so lange wie möglich offen zu halten". Mit neuen Zugangswegen zu den Kunden konnte vieles abgemildert werden und eigentlich, so Vogel, war 2020 ein sehr gutes Jahr für die Sparkasse.

Dank vorausschauender Weichenstellung habe man sich in nahezu allen Kerngeschäftsfeldern gegenüber dem Vorjahr verbessern können. So sei die Bilanzsumme um mehr als elf Prozent auf 3,15 Milliarden Euro gewachsen. Das Kreditvolumen konnte die Sparkasse mit 4,6 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro steigern und das Einlagenwachstum betrug mit fast 300 Millionen Euro sage und schreibe 14 Prozent. "Ein solches Wachstum habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt", kommentierte Wolfgang Reiner. Ein echtes Rekordjahr war es für den Handel mit Wertpapieren. Hier hätten bei dem kurzfristigen Einbruch an den Börsen die Kunden die Ruhe bewahrt. Im Gegenteil, manche nutzten die Chance auch und investierten zusätzlich. Die satten Gewinne, die damit jetzt erzielt werden konnten, seien ein Beweis für die gute Beratungstätigkeit der Mitarbeiter der Sparkasse Tauberfranken.

Sozialer Wohnungsbau als neues Geschäftsfeld

Trotzdem gab es auch mahnende Worte, vor allem an die Politik. Die habe zwar schnell Hilfen versprochen, aber die flößen nur spärlich. "Die Bearbeitung dauert einfach zu lange. Hier muss der Bund schneller werden", stellte Wolfgang Reiner fest. Während es beim ersten Lockdown noch um die Bearbeitung von Krediten ging, seien es beim zweiten Lockdown überwiegend Zuschüsse gewesen. "Die helfen unseren Kunden aktuell viel weiter", so Reiner. Auch die Tilgungsaussetzungen von Krediten, die die Sparkasse immerhin mit 720 Kunden vereinbart hatte, halfen den betroffenen Personen und Firmen.

Die Sparkasse Tauberfranken hat sich mit den neuen Gegebenheiten arrangiert und versucht durch ein "Omnikanal-Angebot" alle ihre Kunden zu erreichen. "Die Herausforderung für uns ist dabei die intelligente Vernetzung", erläuterte Peter Vogel. Man habe bewusst nicht auf Videoberatung gesetzt, sondern frühzeitig für jeden Anlagemitarbeiter eine digitale Beratungsmöglichkeit direkt am Arbeitsplatz eingerichtet, nannte er ein Beispiel.

Ein neues Geschäftsfeld mit dem Bau von günstigen Mietwohnungen hat die Sparkasse erfolgreich im vergangenen Jahr begonnen. In Wertheim, Igersheim und Hardheim baue man eigene Immobilien, die dann direkt vermietet würden. "Wir haben viel gelernt aus der Pandemie und das Beste daraus gemacht", sagte Peter Vogel abschließend. Er lobte seine Mitarbeiter, die alle Schritte mitgegangen seien und weiter hoch motiviert arbeiten.

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