VILCHBAND

Verheerender Blitzeinschlag in Scheune

Nur noch Schutt und Asche: Nach einem Blitzeinschlag am Freitagmorgen brannten in Vilchband zwei Scheunen nieder.
Foto: Peter D. Wagner | Nur noch Schutt und Asche: Nach einem Blitzeinschlag am Freitagmorgen brannten in Vilchband zwei Scheunen nieder.

Ein schweres Gewitter ist am Freitagmorgen über den mittleren Main-Tauber-Kreis hinweggefegt. Gegen 5.15 Uhr schlug ein Blitz in den Dachstuhl einer Scheune in der Hauptstraße in Vilchband ein.

Nach dem Blitzeinschlag fing die Scheune sofort an zu brennen und das Feuer griff auf eine Nachbarscheune über. Zum Glück konnten die Besitzer noch rechtzeitig Gerätschaften und Maschinen, sowie alle Schweine in Sicherheit bringen.

Die Freiwilligen Feuerwehren von Lauda, Vilchband, Grünsfeld, Wittighausen, Poppenhausen, Oberwittighausen, sowie Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim, beide mit Drehleitern, eilten mit 145 Mann und 18 Fahrzeugen zum Brandort. Des weiteren war ein Tanklöschzug aus Sonderhofen vor Ort. Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude konnte somit verhindert werden. Vor Ort waren auch Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und ein Rettungswagen des DRK. An beiden Scheunen entstand jeweils ein Gebäudeschaden von etwa 100 000 Euro.

„Ich habe im Moment des Blitzes zwar einen Schlag gehört, jedoch nichts Beunruhigendes gesehen, als ich aus dem Fenster geblickt habe“, berichtet Alois Baumeister, Eigentümer der abgebrannten Scheune. Erst nach Klopfen eines Nachbarn an seinem Fenster, habe er den Brand bemerkt. Dann sei auch schon der Alarm ausgelöst worden. Immerhin sei es ihm gelungen, noch zwei Schlepper, zwei Anhänger, eine Kreissäge und Sähmaschine sowie fünf Schweine aus dem brennenden Gebäude zu retten, schildert Baumeister weiter. Neben dem hohen Schaden bedauert er vor allem auch den Verlust historischer Gerätschaften und Geschirre, die sich auf dem Dachboden der Scheune befanden.

Den Brandausbruch direkt mitbekommen hatte eine andere Nachbarin, die zugleich Eigentümerin der anderen in Mitleidenschaft gezogenen Scheune ist. Ihren Angaben nach habe sie gesehen, wie der Blitz funkend in die Scheune eingeschlagen habe. Ihr sei es ebenfalls gelungen, rasch noch einige Gerätschaften wie Schlepper aus der eigenen Scheune zu holen, in der sich zudem ein Dieseltank befindet.

Bürgermeister Bernhard Hennberger, der sich am Morgen ein Bild von dem Unglücksort machte, dankte den Feuerwehren und deren rund 145 Kräften für ihren raschen und schlagkräftigen Einsatz. Zwar seien die eine Scheune sowie Teile des Dachstuhls der benachbarten Scheune nicht mehr zu retten gewesen, doch zumindest konnte ein Übergreifen der Flammen auf unmittelbar benachbarte Gebäude verhindert werden, zeigte er sich erleichtert.

Ähnlich äußerte sich Herbert Reinhard, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wittighausen. Die Situation sei eine besondere Herausforderung für die Feuerwehrleute gewesen. Trotz des raschen Eintreffens der Einsatzkräfte hätten immerhin schon die eine Scheune sowie der Dachstuhl der zweiten Scheune bereits auf rund 20 Metern in Vollbrand gestanden und wegen des immer noch anhaltenden Gewitters konnten die Drehleiter nicht gleich voll ausgefahren werden, erklärte Reinhard.

Im Verlauf des Vormittags konnte neben restlichen Löscharbeiten und weiterer Brandkontrolle mit den ersten Aufräumarbeiten begonnen werden.

Brenzlig: Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren damit, um einen Übergriff der Flammen auf die Nebengebäude zu verhindern.
Foto: Müller | Brenzlig: Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren damit, um einen Übergriff der Flammen auf die Nebengebäude zu verhindern.
Apokalyptisch: Nur noch verkohltes Gerippe ist vom einstigen Dachstuhl der Scheune übrig.
Foto: Peter D. Wagner | Apokalyptisch: Nur noch verkohltes Gerippe ist vom einstigen Dachstuhl der Scheune übrig.
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