Tauberbischofsheim

Weniger Fahrgäste im ÖPNV

Ein- und Aussteiger am Bahnhof in Lauda: Damit aus dem Probebetrieb auf der Frankenbahn zwischen Osterburken und Lauda ein Dauerbetrieb wird, müssen die Nutzerzahlen noch steigen.
Foto: Thomas Weller | Ein- und Aussteiger am Bahnhof in Lauda: Damit aus dem Probebetrieb auf der Frankenbahn zwischen Osterburken und Lauda ein Dauerbetrieb wird, müssen die Nutzerzahlen noch steigen.

Die Mobilitätsangebote Main-Tauber-Kreises werden corona-bedingt nicht oder nur bedingt genutzt. Auswirkungen hat der Rückgang der Fahrgastzahlen beispielsweise auf den Probebetrieb für den Stundentakt auf der Frankenbahn, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Sofern im Testbetrieb bis Dezember 2022 nicht genügend Fahrgäste gezählt werden, erwägt das Land Baden-Württemberg, das Angebot wieder zu verkürzen. Deshalb bittet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis, die Angebote nach der Corona-Pandemie intensiv zu nutzen, beispielsweise die Frankenbahn, das Abendbusangebot parallel zur Tauberbahn oder auch die Leistungen der Mobilitätszentrale in Bad Mergentheim.

Der Main-Tauber-Kreis ist Aufgabenträger des ÖPNV und Unterstützer des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Während der Main-Tauber-Kreis die Busleistungen finanziert, ist für den SPNV das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Verkehrsministerium, zuständig.

Pflichtaufgabe des Kreises

Das Rückgrat der öffentlichen Mobilität bildet der Schülerverkehr. „Er ist eine Pflichtaufgabe des Landkreises, der wir über Bus und Schiene sowie freigestelltem Schülerverkehr in Kleinbussen nachkommen“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Werktäglich sind rund 100 Busse im Einsatz, die rund 1000 Haltestellen anfahren. Befördert werden täglich rund 12 300 Personen. Jährlich werden rund 100 000 Monats-Maxxtickets verkauft. Hinzu kommen die Berufspendler und der Freizeitverkehr.

„Wir freuen uns, dass der Verkauf der Einzelfahrscheine ansteigt“, berichtet Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Dies dokumentiere, dass der ÖPNV mit seinen Bus-, Bahn- und Ruftaxileistungen gut angenommen wird. Dennoch wird der ÖPNV mehrheitlich von Fahrgästen mit Verbund- und Dauerkarten genutzt.

Um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern, bietet der Landkreis ergänzende Sonderleistungen an. Hierzu zählt beispielsweise der Zuschuss zum Pendlerticket für junge Menschen, die im Main-Tauber-Kreis wohnen und beispielsweise in Würzburg studieren, heißt es in der Mitteilung weiter. Diese erhalten 50 Prozent der Kosten des Rhein-Neckar-Tickets erstattet. „Ziel des Pendlertickets ist es, junge Menschen langfristig für eine berufliche Karriere im Main-Tauber-Kreis zu halten“, sagt Landrat Reinhard Frank.

Abendbusangebot

Ein temporäres Angebot ist bislang auch der Abendbus entlang der Tauberbahn von Wertheim über Tauberbischofsheim, Lauda, Bad Mergentheim und Weikersheim bis nach Schrozberg. Dieser Abendbus ist Bestandteil der baden-württembergischen Mobilitätsoffensive. Busse und Bahnen sollen im ländlichen Raum bis 24 Uhr genutzt werden können. „Mit dem Land ist zunächst eine Betriebszeit von fünf Jahren vereinbart“, berichtet Landrat Frank. Das Land behält sich vor, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Die bisher vereinbarte Betriebszeit für das Abendbusangebot läuft noch bis Dezember 2024. „Nur wenn die temporären ÖPNV-Angebote ausreichend frequentiert werden, können sie auf Dauer angeboten werden“, erklärt Landrat Frank.

Nähere Informationen zu den Bus- und Bahnangeboten gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Dezernat für Kreisentwicklung und Bildung – Amt für Schulen und ÖPNV, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, E-Mail asboek@Main-Tauber-Kreis.de, Tel.: (09341) 82-5801.

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