Gerlachsheim

Wissenswertes über die Barockkirche in Gerlachsheim erfahren

Zu einer Kirchenführung trafen sich Pfarrer Ralph Walterspacher, Bürgermeister Lukas Braun und Pfarrgemeinderätin Andrea Decker-Heuer in der ehemaligen Prämonstratenser-Klosterkirche Heilig Kreuz.
Foto: Stadt Lauda-Königshofen | Zu einer Kirchenführung trafen sich Pfarrer Ralph Walterspacher, Bürgermeister Lukas Braun und Pfarrgemeinderätin Andrea Decker-Heuer in der ehemaligen Prämonstratenser-Klosterkirche Heilig Kreuz.

In den Genuss einer nichtöffentlichen Kirchenführung in Corona-Zeiten kamen der Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen Lukas Braun und der Pfarrer der Seelsorgeeinheit Ralph Walterspacher. In die Gerlachsheimer Heilig-Kreuz-Kirche, eine der schönsten Barockkirchen des Taubertals, hatte die Pfarrgemeinderätin Andrea Decker-Heuer eingeladen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ursprüngliche Ausstattung weitgehend erhalten

Die ehemalige Prämonstratenser-Klosterkirche und katholische Pfarrkirche Hl. Kreuz in Gerlachsheim wurde in den Jahren 1723 bis 1728 erbaut. Wie es in der Pressemitteilung heißt, ist sie eine der schönsten und stattlichsten Barockkirchen des Taubertals, zumal die ursprüngliche Ausstattung mit Altären nebst Altarbildern und Heiligenfiguren sowie beispielsweise Deckengemälden, Kanzel und Orgel weitgehend erhalten geblieben sind. In den Jahren 1975 bis 1990 wurde sie umfassend renoviert. 

Das Stadtoberhaupt erfuhr laut der Pressemitteilung viel über die Kirche, das damit verbundene Kloster und dessen Vorgeschichte, die weit ins Mittelalter zurückreicht. So findet sich beispielsweise in einer Bestätigungsurkunde des Würzburger Bischofs von 1209 nicht nur die erstmalige Erwähnung des Ortes "Gerlagesheim", sondern auch der Hinweis auf einen Konvent von 20 Nonnen am Ort, betreut von den Prämonstratensern des Klosters Oberzell/Würzburg, so die Mitteilung weiter.

Unterbrechung der Arbeiten

Der seelsorgerlichen Ausrichtung des Prämonstratenserordens entsprechend war die Klosterkirche immer auch zugleich Pfarrkirche für die Gerlachsheimer Bevölkerung. Von dieser romanisch-gotischen Kirche samt Kloster sind nur noch wenige Teile erhalten beziehungsweise beim Neubau der barocken Kirche im 18. Jahrhundert wiederverwendet worden.

Möglich geworden war dieser durch den Erfolg der Prämonstratenser in einem fast 20 Jahre dauernden Prozess gegen den Würzburger Bischof, der sich im 16. Jahrhundert die Rechtstitel des Klosters in Gerlachsheim gesichert hatte, so die Pressemitteilung. Auch eine längere, fast dreijährigen Unterbrechung der Bautätigkeit, nach der Fertigstellung des Langhauses im September 1723, wohl vor allem verursacht durch eine zusätzlich notwendig gewordene Fundamentierung für den Bau des Chores und der beiden Türme, konnte diesen "Sieg" nicht schmälern, heißt es in der Mitteilung weiter.

Am 17. März 1728 waren die Arbeiten schließlich abgeschlossen, dokumentiert durch eine Urkunde in lateinischer Sprache, die im Turmknopf hinterlegt wurde.

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