Bad Neustadt

2020 blieben die Lichter in Bad Neustadt meist aus

Das Coronajahr bescherte der Tourismus und Stadtmarketing GmbH viele Absagen. Aber man wagte auch viel Neues.
Bei der 'Night of Light' im vergangenen Jahr machte die in rotes Licht getauchte Stadthalle auf die geschlossenen Kulturbetriebe im Coronajahr 2020 aufmerksam. Noch ist nicht klar, wie und in welchem Umfang das Haus in diesem Jahr genutzt werden kann.
Foto: Stefan Kritzer | Bei der "Night of Light" im vergangenen Jahr machte die in rotes Licht getauchte Stadthalle auf die geschlossenen Kulturbetriebe im Coronajahr 2020 aufmerksam.

Alles andere als einfach war das Jahr 2020 auch für die Tourismus und Stadtmarketing GmbH (TS). Corona hatte auf ihre Arbeit massive Auswirkungen. Auf vielerlei Veranstaltungsabsagen folgten aber auch zahlreiche Ideen für neue Formate. Dass nicht alle erfolgreich beim Publikum angekommen sind, versteht sich beim Ausprobieren von selbst. Im Stadtrat stellte der Geschäftsführer der TS, Michael Feiler, seinen Jahresbericht vor. Er will auch in Zukunft weiterhin neue Wege beschreiten.

Kahlschlag im Veranstaltungskalender der Stadt

Als "bitter und schmerzhaft" bezeichnete Feiler weite Teile des Coronajahres 2020 für die Tourismus und Stadtmarketing GmbH. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die teilweise seit Jahren traditionell im Veranstaltungskalender der Stadt verankert sind, mussten abgesagt werden. Keine Kurparkkonzerte, keine verkaufsoffenen Sonntage, kein Food-Truck-Festival, kein IRhönman, kein Marktplatzsommer und keine Neuschter Eiszeit. Corona hat für einen Kahlschlag im Veranstaltungskalender der Stadt gesorgt.

Von den 250 geplanten Veranstaltungen in der Stadthalle konnte nur etwas mehr als die Hälfte stattfinden. Vor allem in den ersten zweieinhalb Monaten vor dem ersten Lockdown sowie im gelockerten Sommer und Herbst. Aktuell ist die Stadthalle wieder geschlossen, und es ist nicht absehbar, wann wieder Kultur- und sonstige Veranstaltungen stattfinden können.

Immerhin gab es 2020 ein Neujahrskonzert. Und dann wären da noch die neuen Formate, die aus der Not geboren wurden und teilweise gut beim Publikum ankamen. Das Open Air-Kino im Bildhäuser Hof zum Beispiel. "Das wurde sehr gut angenommen", sagte Michael Feiler. Oder der Parkplatzsommer mit technisch opulent inszenierten Konzerten auf dem Festplatz und dem Publikum im Auto davor. "Dieser Versuch ist aber nicht so gut angenommen worden", musste Feiler erkennen.

Auf dem Weg zur "Digitalen Einkaufsstadt"

Während der Veranstaltungssektor im vergangenen Jahr wie auch im aktuellen alles andere als einfach und leicht zu überblicken und zu planen ist, geht die TS in Sachen Stadtmarketing zahlreiche neue Wege. So soll der Weg in eine zunehmend digitale Zukunft fortgeführt werden. Die Online-Plattform "KaufLokal" ist so ein Zukunftsprojekt, das durchaus vielversprechend zu Zeiten des ersten Lockdowns gestartet wurde. Darauf folgen soll gar eine "Digitale Einkaufsstadt". Kein Wunder also, wenn Michael Feiler und sein Team den Werbefokus mehr in Richtung Internet, sprich soziale Medien, zu legen versuchen.

Und vor Ort in der Stadt? Was im zweiten Coronajahr alles gehen wird, bleibt abzuwarten. Die TS würde aber gerne Feierabendkonzerte veranstalten, den Parkplatzsommer nochmal versuchen, eine Sternenwoche im kommenden Advent und vor allem wieder Pop-Up-Läden (Michael Feiler: "Ein Konzept auf Dauer!") eröffnen. Und ein Mondscheinrundgang um die Stadtmauer müsste doch auch irgendwann in 2021 mal drin sein.

Kurzarbeit in der Stadthalle

Die geschlossene Stadthalle hat natürlich auch Auswirkungen auf die Beschäftigungsverhältnisse innerhalb und rund um die TS. Die Gastronomie ist in Kurzarbeit, auch das Stadthallenmanagement. Der gastronomische Bereich verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 26 467 Euro, der allerdings durch Gewinne aus dem Vorjahr gedeckt werden konnte. Aufwendungen und Erlöse der TS halten sich 2020 in etwa die Waage und belaufen sich auf knapp 700 000 Euro. Da die TS weniger Kosten verzeichnet, konnte der letzte Quartalsabschlag der Stadt um rund 60 Prozent auf 48 000 Euro reduziert werden.

Der Stadtrat zeigte sich zufrieden mit der Arbeit der Tourismus und Stadtmarketing GmbH. Stadträtin Rita Rösch regte allerdings an, den Gesundheitsstandort Bad Neustadt mit den Heilquellen sowie die Kapazität der Hotels künftig wieder mehr in den Fokus zu rücken.

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