Mellrichstadt

Alte Obstbäume als ein Zeichen der Einheit

Im Rahmen des Projekts 'Essbares Mellrichstadt' des Vereins 'Eine neue Erde e.V.' wurden in den Heiligengärten von Mellrichstadt fünf Obstbäume und verschiedene Sträucher gepflanzt. Im Bild (vordere Reihe von links): Bauhofleiter Maximilian Finster, Erik Seifert vom Lebensgut Cobstädt und AM-Geschäftsführerin Brigitte Pross; hintere Reihe von links: Ulrich Kluge, Rektor Realschule Mellrichstadt, Peter Suckfüll als Vertreter der VR-Bank und Stefan Lochner, Konrektor Realschule Mellrichstadt.
Foto: Brigitte Gbureck | Im Rahmen des Projekts "Essbares Mellrichstadt" des Vereins "Eine neue Erde e.V." wurden in den Heiligengärten von Mellrichstadt fünf Obstbäume und verschiedene Sträucher gepflanzt.

Im Rahmen des 30. Jubiläums der Wiedervereinigung wollte die Stadt Mellrichstadt gemeinsam mit dem Verein "Eine neue Erde e.V." mit einer Baumpflanzung ein Zeichen für Einheit und Kooperation setzen. Am frühen Samstagmorgen hatte sich daher eine ansehnliche Schar in den Heiligengärten von Mellrichstadt zusammengefunden, die Bürgermeister Michael Kraus begrüßte. Mit dabei waren Altbürgermeister Helmut Will, Eberhard Streit, der Amtsvorgänger von Michael Kraus, ließ sich entschuldigen, Bürgermeister Christian Seeber aus der Gemeinde Grabfeld und sein Kollege Timo Henß von der Gemeinde Behrungen, die 3. Bürgermeisterin der Stadt Mellrichstadt, Nicole Seemann, von der Ignaz-Reder-Realschule Mellrichstadt Schulleiter Ulrich Kluge und sein Stellvertreter Stefan Lochner sowie Lehrerin Anna Schreiner mit einigen Schülern, Peter Suckfüll als Vertreter der VR-Bank Rhön-Grabfeld, Brigitte Proß, Geschäftsführerin des AM, und die Initiatoren der Aktion Erik Seifert vom Lebensgut Cobstädt bei Gotha und Daniela Hoch vom Verein "Neue Erde e.V.".

Als Erik Seifert und Daniela Hoch aus Eußenhausen mit der Idee auf ihn zugekommen seien, einen langfristigen Beitrag zum Erhalt der Natur, der Biodiversität und des Kulturgutes zu leisten und alte Obstsorten wieder stärker ins Gedächtnis zu bringen, war das Gemeinschaftsprojekt im Rahmen des 30. Jubiläums der Wiedervereinigung schon entstanden, begann Bürgermeister Kraus seine Begrüßung. Besonders freute es ihn, dass sein Amtskollege Christian Seeber sofort mit von der Partie war und seine Unterstützung für das bayerisch-thüringische Gemeinschaftsprojekt zugesagt hat. Die Gemeinde Grabfeld war zu Zeiten der Wiedervereinigung Patengemeinde der VG Mellrichstadt. Alt-Bürgermeister Will habe damals Aufbauhilfe geleistet, war von den thüringischen Kollegen dankbar zu hören.

Zeichen für Einheit und Kooperation

Die Initiatoren der Aktion haben sich den Erhalt alter Obstsorten auf die Fahnen geschrieben. Über 1000 seltene und alte Obstsorten sollten nicht in Vergessenheit geraten und für künftige Generationen erhalten bleiben. Mit dieser Aktion sollte aber auch gemeinsam ein Zeichen für Einheit und Kooperation gesetzt werden. Die Erde sei unser Lebensort. Um gut leben zu können, seien wir auf eine intakte Umwelt angewiesen. Eine geschädigte Umwelt bedeute gefährdete Lebensgrundlagen für alle Menschen und zukünftig eine Gefahr für unsere Kinder. Deshalb sollte mit diesem kleinen "Umwelttag" mit der Baumpflanzaktion von alten Obstsorten und Sträuchern ein kleiner Beitrag zum Erhalt der Erde als lebenswerten Ort geleistet werden.

Alte Obstsorten wie Prinzenapfel, Französische Renette, ein Himbeerapfel von Holowaus, die Burlat Kirsche und die Hedelfinger Kirsche würden ab jetzt fruchtbarer Bestandteil der Stadt sein, gepflanzt von Bürgerinnen und Bürgern aus Thüringen und Bayern. Michael Kraus dankte den Anwesenden für ihre Bereitschaft, die Patenschaft für einen Baum zu übernehmen. Dank sagte er auch der VR-Bank und dem Landkreis Rhön-Grabfeld für die finanzielle Unterstützung und der Druckerei Mack für den Druck der Flyer und die Herstellung der Patenschilder.

Fünf alte Obstsorten und zehn Sträucher

Erik Seifert stellte fest, dass die anwesenden Realschüler alle nach der Wiedervereinigung geboren seien. Das Baumpflanzen sei eine wichtige Erfahrung, um zu spüren, dass auch ein Einzelner etwas für die Umwelt tun kann. Fünf alte Obstsorten und zehn Sträucher seien exotische Pflanzen, die hier gut gedeihen und wachsen können.

Lehrerin Anna Schreiner berichtete, wie sie beim Besuch eines ehemaligen Klassenkameraden auf die Idee mit den Naschbäumen kam. Sie sei stolz auf die Stadt Mellrichstadt und dankte Erik Seifert und Daniela Hoch, die für diese Initiative den Anstoß gegeben hätten. Einige der 40 Realschüler aus den Klassen 10 a und b waren zum Pflanzen bereit. Auf der gegenüberliegenden Seite, angrenzend an das Schwimmbad, wurden dann von den Schülern die zehn Sträucher gesetzt.

Zahlreiche Bäume mutwillig zerstört

Alt-Bürgermeister Helmut Will fand, dass der Platz hier gut gewählt worden sei und die Streutal-Allianz diese Probierbäume zum ersten Mal ausgezeichnet habe. Sie stünden hier vor einem alten Birnbaum, der im Eigentum der Stadt ist. Die Neupflanzung würde einige Bäume ergänzen, die anlässlich seines 50. Geburtstages gespendet wurden. Die städtischen Arbeiter hätten die Pflege dieser Bäume übernommen, auch die Jugendfeuerwehr habe mit angegossen. Die Bäume, die jetzt gepflanzt wurden, müssten leider Bäume ersetzen, die umgeknickt worden waren. Sein Wunsch: dass die Schüler mit darauf achten, dass die Bäume erhalten bleiben. Von den damals insgesamt knapp 240 gepflanzten Obstbäume seien mindestens zehn Prozent mutwillig zerstört worden. Er hofft, dass die alten Obstsorten erhalten bleiben und dass die Bäume eines Tages viele Früchte tragen.

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