Bad Neustadt

Glosse: Warum der Eustach auf den Hund komme is

Auch unser Eustach überlegt gerade, sich einen Hund zum Gassigehen anzuschaffen.
Foto: Getty Images | Auch unser Eustach überlegt gerade, sich einen Hund zum Gassigehen anzuschaffen.

Brossd Neujohr! Ich hoff, ihr hobbd alle gut oogfange. Ich fang heut amol middn Heinz Erhardt oo, der gsochd hodd: „Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn wieder alles gut wäre.“ Hodd mer mei Freund Ansgar in sein Weihnochtsbrief gschriewe.

Ja, racht hodder, der Heinz, legendärer Film- unn Fernsehstar. Fernseh gugg ich jo gern, owwer derzeit nedd. Woröm? Ich konns eefoch nix mer gseh, wenn Leut mit Stäblich in die Noose römmgebuurd würrd unn mit Sprötze mit Schmagges nein Orm gstoche würrd. Do konn ich nedd hiegegugg!

Darf man nach 21 Uhr noch Gassigehen

Weeche die anhaltend Ausgangssperre überleech ich, obb ich mir off mei alte Dooch nedd n Hond ooschaff. Mit den döff mer aa zwöscha neu Uhr oowerds unn fönnef Uhr früh naus, wie ich geleese hobb. A Fraa hodd schriftlich gfräächd: „Ich wohne mit meinem Freund zusammen und wir haben einen Hund. Dürfen wir mit ihm zusammen nach 21 Uhr Gassi gehen oder brauchen wir noch einen zweiten Hund?“ Antwort: „Gassi gehen ist auch in der Nacht erlaubt, weil "Handlungen zur Versorgung von Tieren" zulässig sind.“ Der Ratgeber hodd noch hinzugfüchd: „Da zum Gassi gehen einer von Ihnen reichen würde, würde ich den gemeinsamen Spaziergang mit Hund während des Lockdowns bleiben lassen.“ Ower ich allee döfferds.

Vier- oder Zweibeiner: Wer trägt den Dreck?

Bis jetzt hadd ich nix midd Hönd am Hut unn es iss scho intressant, woss mir Mensche alles mit derre treue Vierbeiner vollführn. Stell dir amol führ, a Außerirdischer künnd zu uns unn sidd zwee Lebewesen. Ees groß unn mit zwee Bee, s anner deutlich glenner mit vier Bee unn oo a Leine. Die zwee genn schboziern unn eener dreechd den annere in a Blastikdüddle sei Scheiße hinnerher. Wer vo die zwee, denkt s Marsmenschle, iss wohl der Chef?

So, unn weil ich middn Heinz Erhardt oogfange hobb, well ich aach midd a Gedicht vo ihm aufhör. Er, der scho 1979 gsturrwe iss, hodd domols schon vo a Virus geohnd und folchendes losgelesse: „Weil wir doch am Leben kleben, muss man abends einen heben. So ein Virus ist geschockt, wenn man ihn mit Whisky blockt. Auch gegorener Rebensaft, nen gesunden Körper schafft. Und das Bier in großen Mengen, wird das Virus arg versengen. Wodka, Rum und Aquavit, halten Herz und Lunge fit. Calvados und auch der Grappa, helfen Mutti und dem Papa. Ich will hier nicht für Trunksucht werben, doch nüchtern will ich auch nicht sterben!“

Servus, der Eustach.

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