Höchheim

Gollmuthhausen: Unterschriftenliste gegen Sendemast überreicht

Melanie Schmidt aus Gollmuthhausen überreichte eine Liste mit 93 Unterschriften an den Bürgermeister Michael Hey.
Foto: Regina Vossenkaul | Melanie Schmidt aus Gollmuthhausen überreichte eine Liste mit 93 Unterschriften an den Bürgermeister Michael Hey.

Der Tagesordnungspunkt "Information zu den Funkmasten" wurde gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Höchheim behandelt. Eine Reihe von Bürgern war vor Ort und überreichte an Bürgermeister Michael Hey eine Liste mit 93 Unterschriften gegen den geplanten Funkmast in Gollmuthhausen, auch Irmelshäuser hatten sich angeschlossen.

Der Bürgermeister verwies auf das Jahr 2016. Damals berichtete die Presse von einer Initiative der damaligen Gemeindeoberhäupter Gerold Weiß und Volker Seifert, die Funklöcher im gesamten Milzgrund zu beseitigen. Gedacht war damals jedoch an einen zentralen Funkmast. Die Telekom meldete Interesse an und der Ausbau schaffte die Voraussetzungen für einen Bau durch Stromanschluss und  Glasfaser.

Ausbauverpflichtung bis 2022

Heute sind bereits zusätzliche Mobilfunkstationen in Höchheim auf dem Rathausdach und in Rothausen auf einer Scheune installiert worden. "Wir sind davon ausgegangen, dass die Mehrheit dahintersteht", sagte Hey. Man habe die Situation falsch eingeschätzt und griff zu, als vom Landratsamt der Ausbau mit der neuen Technik (im Moment 4G) organisiert wurde. Die Telekom gab jeweils einen Suchkreis bekannt, in dem ein Standort für eine Sendestation gesucht wurde. Hey wies auch auf die Ausbauverpflichtung bis Ende 2022 hin. 98 Prozent der Haushalte sollen bis dahin mit 100 MBit versorgt sein.

Hey sagt Moratorium zu

Die Besucher, die wegen der begrenzten Sitzplätze auch durch die geöffneten Fenster die Sitzung verfolgten, bekamen Rederecht und zwei Vertreterinnen aus Gollmuthhausen und Irmelshausen verlasen ihre Stellungnahmen und Forderungen. Die wichtigste war ein Moratorium, bis Informationsveranstaltungen stattfinden können, was Hey zusagte.

Man sei besorgt um die Gesundheit der Anwohner, besonders der Kinder, und wolle sich um eine bessere Lösung bemühen, so die Sprecher. Es wurde auch ein Mindestabstand von 1,5 Kilometern zu den Wohnhäusern angesprochen, ob ein Rückbau in Höchheim möglich sei und ob ein Bürgerbegehren Erfolg haben könnte. Der Bürgermeister zeigte sich gesprächsbereit. Thomas Steinschauer, der auch im letzten Gemeinderat vertreten war, gab zu, dass der alte Gemeinderat hier einen Fehler gemacht habe und die Bürger gleich hätte einbeziehen müssen.

Neuer VG-Chef stellt sich vor

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte sich der neue VG-Geschäftsstellenleiter Michael Hess vor und kündigte an, dass jetzt immer in den Gemeinderatssitzungen zwei zusätzliche Punkte auftauchen würden, "Amtliche Mittelungen" (Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil) und "Dringliche Anordnungen".

Ein von Bürgern aufgestellter Kran zeigt, wie hoch der geplante Sendemast werden soll. Foto: Conny Obst
Foto: Regina Vossenkaul | Ein von Bürgern aufgestellter Kran zeigt, wie hoch der geplante Sendemast werden soll. Foto: Conny Obst

Beschlossen wurde mit einer Gegenstimme eine einfache Änderung des Bebauungsplans "Gollmuthhäuser Straße" in Höchheim, der aus dem Jahr 1967 stammt. Bezüglich der Dachform, Dacheindeckung und Neigung sollen größere Freiheiten eingeräumt werden, um einem Bauherrn grünes Licht zu geben. Es bleibt das Verbot von grellen Farben bei der Dacheindeckung und ein Verbot von Blechdächern.

Verschoben wurde die Satzung über die Feuerwehrgebühren außerhalb ihrer Pflichtleistungen. Es müssen noch einige Grundlagen eingearbeitet werden.  Der Schützenverein in Gollmuthhausen erbat einen Grundsatzbeschluss zu ihrem Bauvorhaben "Einbau von elektronischen Schießständen und Anbau einer Umkleide und eines Stuhllagers". Es wurde auf einen Zuschuss im Jahr 2008 für den TSV Höchheim in Höhe von 35 Prozent hingewiesen. Die Gemeinderäte stimmten grundsätzlich einem Zuschuss zu, es sind aber noch Details zu klären.

Untersuchung der Spielplätze

Die Hauptuntersuchung der Spielplätze wurde der Fa. Fa. Tesiko übertragen. Die Zwangsversteigerung eines Anwesens in Irmelshausen, Flur-Nr. 110, ist für die Gemeinde nicht interessant, da keine Nachbargrundstücke zum Verkauf stehen, um einen Bauplatz von annehmbarer Größe zu erhalten. 

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