Trappstadt

Muss Trappstadt Stabilisierungshilfe zurückzahlen?

Die größten Investitionen fließen in die Gestaltung des Dorfplatzes in Trappstadt und die Kanalerneuerung.
Foto: Regina Vossenkaul | Die größten Investitionen fließen in die Gestaltung des Dorfplatzes in Trappstadt und die Kanalerneuerung.

Mit dem Haushaltsplan 2021 befasste sich der Gemeinderat Trappstadt zunächst, wobei Kämmerer Philipp Scholz einige statistische Angaben und die Zahlen vortrug. Die Haushaltssitzung war wegen der Corona-Inzidenz einmal verschoben worden, aber wichtige Fristen, beispielsweise für den Antrag auf Stabilisierungshilfe, konnten eingehalten werden, teilte der Kämmerer mit.

Der Verwaltungshaushalt umfasst 1.867.312 Euro. Zu den wichtigsten Einnahmen gehören die Grundsteuern A und B (26.200 und 59.200 Euro) und die Einkommensteuer (375.000 Euro). Die Gewerbesteuer fällt erfreulicherweise gegen den Trend mit 125.000 Euro höher aus als im Vorjahr (vorläufiges Ergebnis 2020: 88.596 Euro). Schlüsselzuweisungen gibt es in Höhe von 560.000 Euro, mit Einnahmen aus dem Holzverkauf wird in Höhe von 118.000 Euro gerechnet.

400 000 Euro Kreisumlage

Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts ist der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit insgesamt 618.355 Euro der größte Posten, darunter fallen beispielsweise Kosten für den Gebäudeunterhalt, Straßenbeleuchtung und auch innere Verrechnungen. Personalkosten fallen in Höhe von 248.780 Euro an, Schulverbandsumlagen in Höhe von 101.850 Euro. Die Kreisumlage kostet die Gemeinde 400.000 Euro, die VG-Umlage 213.228 Euro. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt liegt mit 49.349 Euro knapp unter der vorgeschriebenen Mindestzuführung.

Der Vermögenshaushalt (Umfang 1.162.450 Euro) finanziert sich hauptsächlich durch die Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 656.476 Euro und Investitionszuweisungen. Mit Erschließungsbeiträgen in Höhe von 105.000 Euro wird gerechnet. Investiert wird hauptsächlich in die Neugestaltung des Dorfplatzes, wobei gleichzeitig der Kanal erneuert wird bis in die Stubengasse, Torhausstraße und Linsengasse. Für die Dorferneuerung (Planung und Konzept) fallen noch einmal 150.000 Euro an. Für den Bauhof müssen ein Pritschenwagen und weitere Geräte für 40.000 Euro angeschafft werden. In Alsleben sind für den Abschluss der Arbeiten im Neubaugebiet noch 60.000 Euro eingeplant, für eine Außensanierung des Feuerwehrhauses 40.000 Euro.

Schwierige Kredittilgung

Probleme gibt es bei der Tilgung von Krediten, die normalerweise bei jährlich 50.000 Euro liegt. Die Gemeinde hat Stabilisierungshilfe in Höhe von 170.000 Euro bekommen, die sie für die Tilgung ausgeben darf, aber noch nicht für Investitionen. Momentan könnten zwar zwei Kredite abgelöst werden, aber die Bank hat überraschenderweise ihre Vorfälligkeitsgebühren erhöht, sodass diese die Höhe der noch verbleibenden Zinsen übersteigen würden und das darf laut Richtlinien nicht sein. Der Kämmerer hofft nun auf eine Sondergenehmigung, ansonsten müsste man 120.000 Euro zurückzahlen, die man in diesem Jahr nicht für die Tilgung verwenden kann.

Pro-Kopf-Verschuldung unter Durchschnitt

Schulden bestanden Ende 2020 in Höhe von 168.750 Euro, Rücklagen in Höhe von 781.349 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag mit 334,82 Euro unter dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen. Dem Haushaltsplan wurde samt Finanzierungs- und Stellenplan einstimmig zugestimmt.

Ein Anerkennungs- und Offenlegungsbeschluß für die identischen Änderungen der Festsetzungen in den Bebauungsplänen "Marktweg und in den Bergen" in Alsleben und "Am Seemännlein und am Sportplatz" in Trappstadt wurde gefasst. Die Pläne sind für die Öffentlichkeit ausgelegt. Keine Einwände gab es zum Dachausbau mit zwei Dachgauben in Trappstadt und zu einem Wohnhausumbau und -erweiterung in Alsleben.

Rad-Rundtouren als LEADER-Projekt

Zustimmung gab es auch zu den neuen thematischen Rad-Rundtouren, die der Tourismusverband Haßberge e.V plant und die wahrscheinlich ein Leader-Projekt werden. Die sechs neuen Routen starten jeweils in Bad Königshofen und führen durch das gesamte Gebiet der Grabfeldallianz. Für die neue Beschilderung und für Gemeindetafeln würden für die Gemeinde Kosten in Höhe von ungefähr 1.700 Euro entstehen.

Der Gemeinderat beschloss außerdem, sich mit einer Spende in Höhe von 150 Euro an der Aktion "Denkort Aumühle" zu beteiligen.

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