München

Noch keine Entscheidung über eine vorzeitige Winterpause im Amateurfußball

Die hohe Zahl der Corona-Infektionen setzt den Sport im Freistaat unter Druck. Warum die Fußballer in einer besseren Position als die Hallensportler sind.
Ob im bayerischen Amateurfußball die Luft wirklich raus ist, will der Verband im Lauf der Woche entscheiden.
Foto: Heiko Becker | Ob im bayerischen Amateurfußball die Luft wirklich raus ist, will der Verband im Lauf der Woche entscheiden.

Droht dem Amateurfußball in Bayern nach den voraussichtlich am Mittwoch in Kraft tretenden neuen Coronaregeln im Freistaat die vorzeitige Winterpause? Eine Antwort auf diese Frage gibt es derzeit noch nicht, eine Entscheidung soll laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) wohl erst in der zweiten Wochenhälfte fallen, da der Landtag in München erst am Dienstag über den von der Staatsregierung vollgestellten Maßnahmenkatalog beraten und danach eine Entscheidung fällen soll.

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"Erst dann, wenn diese staatlichen Entscheidungen tatsächlich getroffen worden und die sich daraus ergebenen Verordnungen bekannt sind, haben wir eine wirkliche Grundlage für unser weiteres Vorgehen", wird BFV-Vizepräsident Robert Schraudner, der auch Vorsitzender der Corona-Taskforce des Verbandes ist, in der Pressemitteilung zitiert. "Zur Stunde sind uns nur die nach der Sitzung des Koalitionsausschusses gemachten Ankündigungen bekannt, nicht aber etwaige Details der Verordnung – und schon lange keine sportspezifischen Regelungen."

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Nach wie vor sei beispielsweise nicht bekannt, welche Anwendung die avisierten Kontaktbeschränkungen von Ungeimpften bei Sport im Freien fänden, welche Maßnahmen Kinder und Jugendliche als aktive Sportler und Sportlerinnen grundsätzlich zu erwarten hätten oder ob es weiterhin die bis zur Stunde geltenden Sonderregelungen zur Nutzung von Kabinen gebe. Daher fordert der BFV "schnellstens eindeutige und verständliche, aber vor allem praxisnahe und pratikable Regelungen für die Vereine".

Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes
Foto: Andreas Gora | Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes

 "Wenn wir alle zusammen den Kampf gegen Corona gewinnen und nachhaltige Effekte erzielen wollen, dann braucht es klare Regelungen, die jeder versteht, die sich am wirklichen Leben der Menschen orientieren und die nicht noch zusätzlichen Frust erzeugen", wird BFV-Präsident Rainer Koch in der Mitteilung zitiert.

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Sollten allerdings weitergehende Einschränkungen in Kraft treten, käme der Fußball im Vergleich mit anderen Sportarten dennoch wohl recht glimpflich davon, da in weiten Teilen Bayerns die Winterpause bereits begonnen hat bzw. unmittelbar bevorsteht. Nur noch in einzelnen Klassen sind am letzten November-Wochenende Fußballspiele angesetzt.

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Härter träfe es wohl die Hallensportarten, deren Runden ja weiter laufen sollen. Doch fielen in den besonders von Corona betroffenen Gebieten Süd- und Ostbayerns bereits am Wochenende zahlreiche Handball- oder Basketballspiele aus. Und ab Mittwoch soll den Plänen der Regierung nach in Landkreisen mit einer Inzidenz von über 1000 ein Sportverbot herrschen, was den gesamten Spielbetrieb in Frage stellen würde. Doch offizielle Verlautbarungen dazu gab es bis Sonntag weder vom Handball, noch vom Basketball- oder Tischtennis-Verband.

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