Aubstadt

Pfarrerehepaar Mucha: Jetzt auch offiziell Stelleninhaber

Pfarrerin Julia Mucha, die eine Hälfte des Pfarrerehepaars Mucha, das in Aubstadt, Gollmuthhausen und Rappershausen wirkt.
Foto: Florian Mucha | Pfarrerin Julia Mucha, die eine Hälfte des Pfarrerehepaars Mucha, das in Aubstadt, Gollmuthhausen und Rappershausen wirkt.

Für eine kleine Überraschung hat im Zoomgottesdienst am 2. Mai Dekan Matthias Büttner gesorgt, als er Pfarrerin Julia Mucha und Pfarrer Florian Mucha die Pfarrstelle Aubstadt, Gollmuthhausen und Rappershausen mit Hendungen übertragen und sie so zu den Stelleninhabern gemacht hat. Man könnt sich fragen: "Warum das denn?!" - schließlich sind die Muchas doch schon vor drei Jahren ordiniert worden und seit drei Jahren hier als Pfarrerehepaar tätig?

Das hängt damit zusammen, dass man als Pfarrer nach der Ordination drei Jahre Probedienst zu bestreiten hat. In dieser Zeit kann man eine Pfarrstelle offiziell nur vertreten, sozusagen als Platzhalter oder Übergangslösung, bis ein richtiger Pfarrer übernimmt. Früher war es dementsprechend auch so, dass nach drei Jahren Probedienst die Stelle wieder verlassen werden musste, wie es in einer Pressemitteilung des Dekanats heißt.

Prüfung der Eignung

In diesen drei vergangenen Jahren besuchten der Dekan und der Senior (Pfarrer Andreas Werner) und andere Vorgesetzte das Pfarrerehepaar Mucha im Schulunterricht und beim Gottesdienst, um ihre Eignung für ein Dienstverhältnis auf Lebenszeit zu überprüfen. Die Muchas wurden für "geeignet" befunden - deshalb haben sie daraufhin das Recht erhalten, sich auf eine freie Pfarrstelle ihrer Wahl innerhalb der evangelischen Landeskirche Bayern zu bewerben. Und das haben sie auch getan: Sie haben sich auf die Pfarrstelle Aubstadt, Gollmuthhausen und Rappershausen mit Hendungen beworben (weiterhin verbunden mit einer halben Schulstelle am Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt).

Sie fühlen sich Pudelwohl

Fragt man die Muchas, warum sie sich ausgerechnet auf diese Stelle beworben haben - fehlt es den Beiden womöglich an Abenteuerlust? Nein, im Gegenteil! Sie haben in den letzten drei Jahren nur festgestellt: "Hier fühlen wir uns pudelwohl, hier sind wir zu unserer großen Freude und Dankbarkeit unglaublich warmherzig empfangen worden, hier lässt es sich wunderbar leben und glücklich sein. Die Abenteuerlust darauf, hier gemeinsam Teil der Kirche Jesu Christi zu werden, zu sein und zu bleiben, ist riesengroß", werden die beiden in der Pressemitteilung zitiert.

Selbstredend konnten die Muchas über ihre Bewerbung nicht selbst entscheiden und sie einfach annehmen. Die Kirchenvorsteher der drei Kirchengemeinden haben diese Entscheidung in einer Sitzung mit Dekan Büttner getroffen und sich deshalb dazu entschlossen, auf eine Ausschreibung der Stelle im Amtsblatt der Landeskirche zu verzichten und die Bewerbung des Pfarrerehepaars Mucha anzunehmen.

Pfarrer Florian Mucha, die andere Hälfte des Pfarrerehepaars Mucha, das in Aubstadt, Gollmuthhuasen und Rappershausen wirkt.
Foto: Julia Mucha | Pfarrer Florian Mucha, die andere Hälfte des Pfarrerehepaars Mucha, das in Aubstadt, Gollmuthhuasen und Rappershausen wirkt.

So wurde ihnen die Stelle am 1. Mai 2021 offiziell übertragen. Die dazugehörige Urkunde wurde im Zoomgottesdienst von Dekan Büttner durch die Kacheln "gefaxt": Sie verschwanden am Bildrand beim Dekanr und tauchten wie von Zauberhand an den Bildrändern von Julia und Florian Mucha wieder auf! Die Idee, die Urkunden-"Überreichung" im Zoom-Gottesdienst zu gestalten, ist sehr kurzfristig entstanden, so dass die Pfarrei Aubstadt keine Gelegenheit hatte, dies im Vorfeld anzukündigen.

Die Muchas sind froh, dass Dekan Dr. Büttner ihnen die Urkundenfeierlich in einem Gottesdienst verleihen konnte, bevor er das Dekanat verlässt und ans Dekanat nach Ansbach wechselt.

Julia und Florian Mucha bedanken sich bei den Kirchenvorstehern für das Vertrauen und die von Anfang an wundervolle Zusammenarbeit und sie freuen sich sehr, dass sie auch weiterhin den Dienst in den Gemeinden Aubstadt, Gollmuthhausen und Rappershausen mit Hendungen ausüben dürfen. Dieser Dank richte sich außerdem auch an die Gemeindeglieder, die sich immer wieder auf neue Ideen einlassen würden und ihnen den Start ins Berufsleben mit Herzlichkeit so leichtgemacht hätten, so das Ehepaar Mucha einstimmig.

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