Sandberg

Sandberg: Ein ganz besonderer Mund-Nasen-Schutz

Arndt Tennie,  der Geschäftsführer der Sandberger Bekleidungs GmbH, hat eine transparente Gesichtsmaske entwickelt. Diese wird deutschlandweit an Kliniken, Schulen und andere Einrichtungen geliefert. Eine Zertifizierung strebt er nicht an.
Foto: Marion Eckert | Arndt Tennie, der Geschäftsführer der Sandberger Bekleidungs GmbH, hat eine transparente Gesichtsmaske entwickelt. Diese wird deutschlandweit an Kliniken, Schulen und andere Einrichtungen geliefert.

Im Sommer vorigen Jahres entwickelte Arndt Tennie, Geschäftsführer der Sandberger Bekleidungs GmbH, spezielle transparente Masken, die er deutschlandweit unter anderem an Kliniken, Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vertrieb. Diese Masken haben ein transparentes Mittelteil, so dass Menschen, die auf die Mimik ihres Gegenübers angewiesen sind, leichter kommunizieren können. Geeignet sind diese wiederverwendbaren und waschbaren Masken aber nicht nur für hörgeschädigte Menschen, sondern auch Kleinkinder oder Schüler, die eine Fremdsprache erlernen.

Mit der Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns kam seit dieser Woche auch eine verschärfte Maskenpflicht. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass künftig im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen medizinische Masken zu tragen sind. Nicht mehr erlaubt sind selbst genähte Stoffmasken, andere Alltagsmasken und Gesichtsvisiere.

Firma hat keine Zertifizierung

Was bedeutet das für die Produktion der transparenten Masken in Sandberg? "Wir haben keine Zertifizierung", sagt Arndt Tennie. Die von ihm entworfenen Masken eigens zertifizieren zu lassen, das sei aus Kosten-Nutzen-Sicht nicht umsetzbar. "Wir verkaufen unsere Masken nach wie vor an Schulen und Kindergärten. Der jeweilige Kunde muss für sich selbst entscheiden, inwieweit die Masken eingesetzt werden können."

Die Produktion der transparenten Masken war für Arndt Tennie ein willkommene Erweiterung des bestehenden Portfolios. Arbeitsplätze in der Sandberger Bekleidungs GmbH konnten auf diese Weise gesichert werden. Seit dem die Bekleidungsgeschäfte geschlossen haben, ruhe auch die Produktion in Sandberg. "Unsere Kunden sind im Lockdown. Wir rechnen aber damit, dass wir Mitte Februar die Arbeit wieder aufnehmen können", sagt Tennie. "Die Mitarbeiter befinden sich im Augenblick nicht in Kurzarbeit, es werden Überstunden und Resturlaub abgebaut."

Das Geschäft mit Trachten sei stets anlassbezogen. Sei es für persönliche Familienfeste wie Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstage oder für Trachtenfeste wie das Oktoberfest. Größere Feste sind 2020 ausgefallen, viele Familienfeste konnten nicht stattfinden, so dass das Käuferverhalten auch eher rückläufig bis abwartend blieb. Tennie blickt aber durchaus positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft.

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