Grafenrheinfeld

AKW-Rückbau: Atommüll soll ins Kraftwerkgebäude

„Die Sicherheit in einem so langem Zeitraum in der ziemlich ungeschützten Lagerhalle ist nicht zu gewährleisten.“ So kritisiert die Grünen-Fraktionssprecherin im Kreistag, Birgid Röder, den Umstand, dass auch nach dem geplanten Abbau des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld das Zwischenlager mit hochradioaktiven Brennelementen vor Ort bestehen bleibt.

Bleibt Atommüll bis 2070?

Die Grünen rechnen laut einer Medienmitteilung bis zum Jahr 2070. Besser wäre es, die Castoren in die entkernten Räume des Kraftwerkes zu lagern und lediglich die nicht erforderliche Technik des AKW und die Kühltürme abzubrechen, fordert die Ökopartei nach Einsicht der Rückbau-Unterlagen im Landratsamt.

Rückbau und Atommüll zusammen betrachten

Zudem kritisiert die Fraktion, dass Angaben über die Transportwege der großen Mengen radioaktiven Mülls fehlten. „Insgesamt,“ so wird Kreisrätin Birgit Schmitt (Werneck) zitiert, „macht es sich der Betreiber zu einfach und ignoriert die wesentlichen Sicherheitsfragen der langen Lagerzeit für Atommüll in Grafenrheinfeld. Der AKW-Abbruch und die Lagerung des Atommülls müssen zusammen betrachtet werden“. Die bisherige Betreiberfima E.on-Kernkraft hat sich zu Monatsbeginn in Preussen-Elektra umbenannt.

Grünen planen Einwendungen

Die Fraktionsmitglieder wollen selbst Einwendungen ins Genehmigungsverfahren formulieren und sich im Kreistag für entsprechende Stellungnahmen einsetzen. Die Rückbaupläne sind bis 27. Juli auch im Internet einsehbar.

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