(hof) Erstmals sind für die Stadt und für den Landkreis Schweinfurt Schülersprecher für die Hauptschulen gewählt worden. „Die Schüler aller Schularten sollen an einen Tisch“, erklärte Bettina Seufert, Verbindungslehrerin an der Balthasar-Neumann-Hauptschule in Werneck. Bisher seien nur die Gymnasien und ein Teil der Realschule landesweit organisiert gewesen. Mit der Einbeziehung aller weiterführenden Schulen in die Landesschülerkonferenz komme die Schülermitverantwortung voll zum Tragen.
„Der Schwerpunkt der Schülermitverantwortung (SMV) liegt an der Schule“, so Schulamtsdirektor Günter Römer. Im Rahmen dessen werde den Schülern die Möglichkeit gegeben, Leben und Unterricht ihrer Schule ihrem Alter und ihrer Verantwortungsfähigkeit entsprechend mitzugestalten. Hierfür werden Schülersprecher gewählt. Damit die Schülersprecher ihre Erfahrungen untereinander austauschen können, müssten Tagungen auf der Ebene der Landkreise und Bezirke ausgerichtet werden. Solche Strukturen gebe es zur Zeit nur für die Gymnasien.
Nach dem Nürnberger Schülerkongress „basis 05“ habe das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus den langjährigen Wunsch der Bezirksschülersprecher nach einer landesweiten und alle Schularten umfassenden Organisation aufgegriffen.
Mit der Einrichtung des Landesschülerrats würden zwei Ziele verfolgt: Die Professionalisierung der SMV-Tätigkeit an den Schulen und die landesweite Repräsentanz in der Öffentlichkeit. Dies komme vor allem den Schularten entgegen, die bis jetzt keine über die eigene Schule hinausgehende SMV-Struktur besitzt. Zum Aufbau entsprechender Strukturen würden hierzu Treffen an den Staatlichen Schulämtern durchgeführt.
Zu Schülersprechern für die Hauptschulen in Stadt und Landkreis wurden Jan Greifelt (Montessori Hauptschule Schweinfurt) und Bianca Pencz (Balthasar-Neumann-Hauptschule Werneck) gewählt. Sie werden die Schüler des Schulamtsbezirkes Schweinfurt in Würzburg am 22. November bei der Wahl des unterfränkischen Bezirksschülersprechers und dessen Stellvertreters für die Hauptschulen vertreten. Die Bezirksschülersprecher werden Mitglieder der Landesschülerkonferenz, die im Januar 2008 bei ihrer konstituierenden Sitzung in München den Landesschülerrat wählen wird.
Das Stichwort
Landesschülerkonferenz
Die Landesschülerkonferenz besteht aus 43 Wahlberechtigten; Vertretern von Haupt-, Förder-, Real- und Berufsschulen, Fach- und Berufsoberschulen und Gymnasien. Der Landesschülerrat besteht aus sechs Landesschülersprechern, von jeder weiterführenden Schularten ein Mitglied. Gewählt wird dieser geschäftsführende Vorstand von der Landesschülerkonferenz für ein Jahr.