Niederwerrn

Auch Niederwerrn will "DenkOrt" werden

Der künstlerisch gestaltete Koffer steht schon bereit, auf einem Steinsockel, als einer von zweien: Mahnmal für die aus der Werntalgemeinde deportierten jüdischen Familien, die dem Völkermord in der NS-Zeit zum Opfer gefallen sind. Pandemiebedingt fehlt es allerdings noch an einem Termin, um das Denkmal würdig einzuweihen – im Rahmen des Projekts "DenkOrt Deportationen", das 2020 in Würzburg eröffnet worden ist. Sowohl am Würzburger Hauptbahnhof als auch in den Orten mit ehemals jüdischen Gemeinden sollen symbolische Gepäckstücke aufgestellt werden, in Niederwerrn am Löb-Kent-Platz neben der Gemeindebibliothek, der früheren Synagoge.

Wolf-Dietrich Lang erinnerte im Gemeinderat an den Gedenktag des 27. Januar, der von Bundespräsident Roman Herzog eingeführt worden ist, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz 1945. Auch an die jüdischen Niederwerrner müsse im Sinne des "Nie wieder" erinnert werden, so der SPD-Gemeinderat, der seinen Appell  mit einem gewohnten "Shalom" schloss.

Verlauf der SuedLink-Trasse

Am Ratstisch ging es außerdem um die beiden Sirenen am "Haus des Kindes" und in der Bergstraße Oberwerrn, die defekt sind und repariert werden sollen. Aus Gemeindesicht "relativ zufrieden" zeigte sich Bürgermeisterin Bettina Bärmann mit dem Verlauf der SuedLink-Trasse, die nun  entlang der Autobahn führen soll, teilweise in Richtung B 19: "Was wir immer favorisiert haben."

Als logistisch schwierig hat sich der angedachte Transport von "Impfkandidaten" zum Schweinfurter Impfzentrum erwiesen, seitens der Gemeinde: "Wir haben keinerlei Einfluss, wer wann geimpft wird", so Bärmann. Es gebe aber drei Taxiunternehmen in der Kommune.

Der Bürgerbus habe sich inzwischen sehr bewährt mit mehr als 500 Fahrten im Jahr, wobei Sonderfahrten noch nicht eingerechnet sind. Bettina Bärmann erinnerte daran, dass es 2017, als Daniela Demar ihren Fahrdienst aufgenommen hat, noch 193 Touren gewesen seien: "Eine schöne Entwicklung."

Eine Nachfrage hatte es zur Abholzung am Bahnhofsgelände Oberwerrn gegeben: Die vier Bäume und wuchernden Hecken seien im Einvernehmen mit der Gemeinde beseitigt worden, teilte die Rathauschefin mit. Auch am Schleifweg sei viel gefällt worden, stellte Sabine Fedetto fest. "Das waren wir", hieß es seitens der Bürgermeisterin. Ab und an müssten solche Schnitte gemacht werden.  

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