Euerbach

Auf Wüllerich folgt Hutter

Ein neuer Gemeinderat legte in der jüngsten Sitzung des Ratsgremiums seinen Eid ab: Der 20-jährige Moritz Hutter aus Obbach gehört ab Oktober dem Euerbacher Rat an. Nötig war das Nachrücken geworden, nachdem der Obbacher Gemeinderat Markus Wüllerich sein Amt niedergelegt hatte, weil er aus beruflichen Gründen wegzieht. Sein Nachfolger auf der Liste "CSU-Dorfgemeinschaft Obbach" wäre eigentlich der frühere Gemeinderat Gerhard Müller gewesen, der aber aus persönlichen Gründen die Wahl nicht angenommen hatte.

Zweite Bürgermeisterin Gabi Jakob nahm als Leiterin der Sitzung für die dienstlich verhinderte Bürgermeisterin dem neuen Ratsmitglied Moritz Hutter den Eid in der Turnhalle ab. Der 20-jährige "Banker" wurde anschließend mit einstimmigem Beschluss auch für den ausgeschiedenen Wüllerich zum Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses bestellt. Außerdem übernimmt er dessen Funktion eines stellvertretenden Verbandsrats im Abwasserzweckverband Obere Werntalgemeinden.

Bei den Bauplangenehmigungen hatte der Gemeinderat über Änderungen an der Aufbereitungsanlage und Lagerhalle für Druschfrüchte am Obbacher Schlossgut zu entscheiden. Jakob erläuterte, dass bereits während der Errichtung des Gebäudes die Änderungen vorgenommen worden waren, allerdings "in laufender Rücksprache mit dem Landratsamt" als Genehmigungsbehörde.

"Es ist nicht optimal, wenn die Gemeinde hinterher von den Änderungen erfährt", sagte sie. Allerdings seien diese nicht so massiv, dass keine Genehmigung erfolgen könne. Es geht um die Auslagerung der Schaltzentrale vom Innern an die Außenseite des Gebäudes in Form eines zweigeschossigen Baues, um die Verbreiterung der Gosse und eine andere Dachneigung.

Während Jochen Kraft für die SPD angesichts der Rückversicherung des Bauherrn, der Saat Gut Obbach GmbH, beim Landratsamt von einer "Nachlässigkeit" und daher einer "lässlichen Sünde" sprach, der man zustimmen könne, stellte Andrea Lettowsky die Anlage grundsätzlich in Frage. Sie wollte Unterlagen zu den Emissionswerten haben. Dafür sei das Landratsamt zuständig, klärte Verwaltungsleiter Klaus Wolf auf. Im Übrigen habe der Gemeinderat 2016 dem ursprünglichen Bauantrag zugestimmt.

Seinen Unmut darüber, dass der Gemeinderat die Änderungen jetzt abnicken solle, äußerte Günter Hutter. Letztendlich erklärte sich das Gremium mit dem veränderten Bau einverstanden, bei einer Gegenstimme von Andrea Lettowsky.

Zustimmung erhielt auch das Vorhaben des künftigen Eigentümers eines Anwesens in der Raiffeisenstraße in Sömmersdorf: Umfangreiche Sanierungsarbeiten will er dort vornehmen, so die Zweite Bürgermeisterin. Es sei immer erfreulich, wenn ältere Gebäude im Ortskern durch junge Leute wiederbelebt würden.

Einverstanden war der Gemeinderat mit dem Austausch von zwei Rolltoren an der Gerätehalle des Bauhofs. Den Auftrag erhält die Firma Käfer (Gochsheim) für 15 236 Euro. Den Ausbau der Tore übernehmen die Bauhofmitarbeiter.

Gabi Jakob gab bekannt, dass als Ausweichquartier für die Gemeindebücherei während des Baus des Dorfgemeinschaftshauses das Wohnhaus von Karl Zoll gedacht sei. Auch der Trachtenverein werde seine Utensilien vorübergehend dort lagern. Allerdings müsse noch der Brandschutz geprüft werden.

Begonnen haben laut Jakob auch die Arbeiten an der Aussegnungshalle in Obbach. Dort soll der Zugang verbreitert werden.

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