Grafenrheinfeld

BA-BI: Kein AKW-Müll ins Heizkraftwerk

Auch die Atomkraftkritiker der BA-BI sprechen sich dafür aus, dass kein Müll aus dem AKW-Rückbau hier verbrannt oder deponiert werden soll. Das sind die Gründe.
Im Gemeinschaftskraftwerk im Schweinfurter Hafen soll kein Müll aus dem AKW Grafenrheinfeld verbrannt werden. Das fordern die Atomkraftkritiker der BA-BI.
Foto: Gerd Landgraf | Im Gemeinschaftskraftwerk im Schweinfurter Hafen soll kein Müll aus dem AKW Grafenrheinfeld verbrannt werden. Das fordern die Atomkraftkritiker der BA-BI.

Die Schweinfurter Umwelt­­organisa­tion "Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz" (BA-BI)  fordert die Gesellschafter des Gemeinschaftskraftwerks GKS auf, ihren Einfluss auszuüben, dass kein frei gemessener Abfall aus dem Atomkraftwerk Grafenrheinfeld im GKS verbrannt oder auf der Deponie Rothmühle gelagert werde, auch wenn dies nach derzeitigem Recht möglich wäre. Zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder bei einem digitalen Treffen, wie der stellvertretende BA-BI-Vorsitzende Walter Rachle (Sennfeld) in einer Mitteilung schreibt. Gesellschafter des GKS sind neun unterfränkische und badische Städte und Landkreise, die Stadtwerke Schweinfurt sowie die Unternehmen Schaeffler, ZF und SKF.

Kein AKW-Müll mehr nach Schwandorf

Hintergrund ist die Tatsache, dass frei gemessener Abfall aus dem AKW Grafenrheinfeld, der verbrannt werden soll, bislang ans Müllheizkraftwerk in Schwandorf geliefert worden ist. Dieser Praxis haben die politischen Gremien der Stadt und des Landkreises Schwandorf ab 2021 einen Riegel vorgeschoben, weswegen der Müll aus dem AKW im Schweinfurter GKS entsorgt werden soll.

"Runder Tisch" zur Endlagerfrage

Angesichts des Ergebnis-Berichts zur Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle aus nuklearen Einrichtungen zeigten sich die Teilnehmer besorgt darü­ber, dass "aus dem absehbaren St.-Florians-Prinzip der Bundes­länder" das heutige Zwischen­lager am AKW zu einem "Quasi-Endlager"  werden könnte, heißt es in der Mitteilung weiter. Es sei höchste Zeit, einen "Runden Tisch" mit Bürgern, Betreibern und Umweltorganisationen zu bilden, um über das Thema zu informieren.

Derzeit prüfe die BA-BI auch die Beschaffung eines hochwertigen Mess-Systems für radioaktive Strahlen und die Einbindung in ein Messnetz mit laufender PC-gestützter Aufzeichnung und Auswertung. Ein wichtiges Anliegen ist es der BA-BI auch, dass die Bürger über die aktuellen Katastrophenschutzpläne informiert werden, die nach der Katastrophe von Fukushima geändert worden seien, deren weitere Umsetzung bis in die Ebene der Gebietskörperschaften der Nuklear-Standorte "nicht in notwendigem und praktikablem Umfang" erfolgt sei.

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