Grafenrheinfeld

Bürgerversammlung zum Thema Maincenter geplant

Das Thema Maincenter führte zu einer emotionalen Debatte im Gemeindeparlament von Grafenrheinfeld. Gemeinderätin Sabine Braun hatte auf die Bürger-Unterschriften gegen die weitere Versiegelung und auf den Protest aus der Bevölkerung gegen das Projekt verwiesen. Das Maincenter soll als "Vollsortimenter mit Getränkemarkt" die Grundversorgung des Dorfes sichern.

Seit rund 20 Jahren befasse sich der Gemeinderat bereits mit der Frage der Grundversorgung, so der zweite Bürgermeister Gerhard Riegler. In dieser Zeit habe man einige Varianten durchdacht, Grundstücke erworben und Planungen vorangetrieben. Der jetzige Stand laufe auf einen "Vollsortimenter" heraus. Das Risiko liege beim Investor, der Grundstücke in Grafenrheinfeld erworben und Partner für sein Projekt gewonnen hatte.

Die Stunde der Bürger könne erst schlagen, wenn der Gemeinderat den baurechtlichen Rahmen erstellt habe. Dann sei natürlich auch die Bürgerbeteiligung Teil des Verfahrens. Falls es die Corona-Regeln zulassen, werde man im Oktober zu einer Bürgerversammlung einladen. Gemeinderat Walter Weinig lobte das Engagement der Bürger und bat die Rafelder, den vorgegeben Weg mitzugehen.

Streit über Schimmel in Kita-Anbau

Als Unverschämtheit und gezielte Falschinformation bezeichneten Mitglieder des Gemeinderats die Vorhaltungen von Barbara Schug. Sie hatte – als die Bürger das Wort erhielten – behauptet, Grafenrheinfeld würde nichts gegen Schimmel und Schimmelursachen im Anbau des Kindergartens Fröschloch tun. Die Ratsmitglieder widersprachen vehement, verwiesen auf laufende Verfahren und auf die Tatsache, dass man wegen der rechtlichen Vorgaben selbst keine baulichen Maßnahmen in Angriff nehmen dürfe.

Ein Elternvertreter des Kindergartens stützte die Argumentation des Gemeinderates und bedankte sich für das Engagement der Kommune. Barbara Schug beantragte, sich bei einem Ortstermin in den beiden Kitas Bühl und Fröschloch gemeinsam ein Bild von der Lage zu verschaffen. Sie vertritt die Meinung, dass die beiden Kitas weiterbestehen sollten und ein Ersatzneubau nicht notwendig sei. Den hatte der alte Gemeinderat noch vor der Kommunalwahl in März beschlossen.

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