Schweinfurt

Clapton Tribut: Legenden huldigen der Legende

Ein Rocker wie aus dem Bilderbuch: John Idan, heutzutage vor allem erfolgreich mit den reformierten Yardbirds unterwegs, ist Teil des illustren Trios, das gemeinsam mit vielen weiteren Musikern bei der Clapton-Tribute-Nacht die Musik des „Gitarrengottes“ auf mehr als fünf Jahrzehnten performen wird. Zum Redaktionsbesuch hatte er eine 68er-Gibson mitgebracht, die sich Eric Clapton selbst auch schon mal ausgeliehen hat.
Foto: Helmut Glauch | Ein Rocker wie aus dem Bilderbuch: John Idan, heutzutage vor allem erfolgreich mit den reformierten Yardbirds unterwegs, ist Teil des illustren Trios, das gemeinsam mit vielen weiteren Musikern bei der ...

Das muss ein Rockmusiker sein. Der Mann, der uns da in der Redaktion besucht, könnte nicht nur vom Gesicht und von der Frisur her ein jüngerer Bruder der Gitarrenlegende Jeff Beck sein, nein, er trägt auch noch einen Gitarrenkoffer in der Hand. John Idan heißt der Mittfünfziger, und tatsächlich ist er ein Meister der sechs Saiten und demnächst mit zwei weiteren Meistern ihres Fachs in der Schweinfurter Stadthalle zu erleben.

Seit 55 Jahren ist Eric Clapton auf den Bühnen der Welt zu Hause. Als ein Fan nach einem Konzert 1965 in London „Clapton is God“ auf eine Wand pinselte, war dies der Start einer unvergleichlichen Musiker-Karriere. Bis heute wird Clapton als einer der besten weißen Blues- und Rockgitarristen bezeichnet, der zum Beispiel die Londoner „Royal Albert Hall“ 24 Nächte hintereinander füllte.

Eric Clapton – einst Teil der Bluesbreakers und der Yardbirds

Der bereits erwähnte John Idan (heute mit den reformierten und nicht weniger legendären Yardbirds unterwegs), Pete York (unter anderem Spencer Davis Group) und Frank Diez (Peter Maffay, Eric Burdon) präsentieren am Mittwoch, 31. Oktober, ab 20 Uhr gemeinsam mit der zusammen 13-köpfigen „Bell Bottom Blues Band“ die musikalischen Sahnestückchen aus Claptons einmaliger Karriere.

Eigenständige Interpretationen unvergänglicher Songs

Kein Oldie-Abend mit Songs aus fünfeinhalb-Jahrzehnten, sondern kraftvolle Interpretationen unvergänglicher Songs, dargeboten von Zeitzeugen und Wegbegleitern von Eric Clapton, dürfen die Gäste erwarten. Pete York war schon 1965 Drummer in Mr. Slowhands, wie Clapton auch genannt wird, Band „Powerhouse“. John Idan, seit 1988 Mitglied der reformierten Yardbirds, bei denen Eric Clapton von 1963 bis 1965 spielte und aus denen Led Zeppelin hervorging, verrät, dass er die meisten Clapton-Solos Note für Note nachspielen kann. Dennoch, und um im Bild zu bleiben, wird er eigene Noten setzen bei Songs wie „Sunshine of your love“, „Layla“ oder „Wonderful tonight“. Die Setlist des Abends beinhaltet Titel von 1965 bis heute, also aus der Zeit von „John Mayall & the Bluesbreakers“, wo sich Eric Clapton erste Lorbeeren verdient hat, über „Cream“, „Blind Faith“, „Derek & The Dominos“ bis hin zu Claptons Solo-Zeit. Das Konzert wird mit einer Beamershow und Geschichten aus Claptons sicher nicht langweiligem Leben umrahmt.

Neben Idan, (voc/git), York (voc/dr) und Dietz (voc/git) stehen Jochen Volpert (git), Klaus Wolf (git), Jo Lang (bs), Stefan Schön (dr), Marquis de Shoelch (Hammond/piano/key) sowie on vocals Uwe Heppenstiel, Carola Thieme und Linda Schmelzer auf der Bühne.

Mit den Größen des Rock auf Du und Du

John Idan, der schon mit Größen wie Steve Vai, Slash, Jimmy Page und Jeff Beck auf der Bühne stand, kennt sich aus in der Welt von Rock und Blues. Page und Beck spielten ja selbst bei den Yardbirds, bis sie Led Zeppelin an den Start brachten (Page) oder Solo durchstarteten (Beck). 1992 stand Idan mit den verbliebenen Yardbirds-Gründungsmitliedern Jim McCarthy, Chris Dreja und Top Topham auf der Bühne, als diese in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen wurden.

In Deutschland eine neue Heimat gefunden

Die Gitarre, die er mitgebracht hat und heute noch spielt – eine 68er-Gibson Akustik – hat sich Mr. Clapton schon mal persönlich bei ihm für einen Auftritt ausgeliehen. Die Geschichten aus der Welt der Rock-Dinosaurier, die er zu erzählen hat, würden Bücher füllen. Heute lebt er, aus Royal Oak in Michigan stammend, mit Frau und Kind im thüringischen Gotha – und ja – mittlerweile spricht er ganz passabel Deutsch. Auch ein wunderbares Solo-Album, „The Folly“, auf dem er eher seine musikalische Liebe zu den Beatles und den Byrds auslebt, findet sich in seiner Discografie. Ein Album, auf dem er alle(!) Instrumente (bis auf die Streicher) selbst eingespielt hat. „Ich freue mich auf den Clapton-Tribute-Abend in eurer Stadt“, sagt er zum Schluss und man spürt, dass er es nicht nur so daher sagt. Nicht nur Clapton-Fans werden sich das Konzert nicht entgehen lassen.

Einlass ist um 19, Beginn um 20 Uhr. Tickets an den VVK Stellen, Hotline (09 31) 60 016 000, Info: www.frankissimo.com

Auch Frank Diez ist gitarrentechnisch ein Hansdampf in allen Gassen. In seiner langen Karriere hat er unter anderem für Peter Maffay und Eric Burdon in die Saiten gegriffen.
Foto: Peter Schönberger | Auch Frank Diez ist gitarrentechnisch ein Hansdampf in allen Gassen. In seiner langen Karriere hat er unter anderem für Peter Maffay und Eric Burdon in die Saiten gegriffen.
Auch mit weit über 70 Lenzen rockt und groovt Pete York ohne Ende. Er hat in den Bands so ziemlich jeder Szene-Größe gespielt – von Klaus Doldinger über Konstantin Wecker bis Jon Lord. Bekannt wurde er einst als Teil der Spencer Davies Group und von Hardin &York. Foto York
Foto: Peter Schönberger Pete YorkS | Auch mit weit über 70 Lenzen rockt und groovt Pete York ohne Ende. Er hat in den Bands so ziemlich jeder Szene-Größe gespielt – von Klaus Doldinger über Konstantin Wecker bis Jon Lord.
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