Euerbach

Damit Glasfaser günstig ins Haus gelangt

Glasfaser bis ins Haus werden über das bayerische Förderprogramm der Gigabit-Richtlinie bezuschusst.
Foto: Silvia Eidel | Glasfaser bis ins Haus werden über das bayerische Förderprogramm der Gigabit-Richtlinie bezuschusst.

Förderprogramme für ein schnelles Internet hat die Gemeinde Euerbach stets in Anspruch genommen. Jetzt wird sie nach der neuen Bayerischen Gigabit-Richtlinie auch staatliche Fördergelder bis zu 90 Prozent für private und gewerbliche Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude hinein anfordern.

In der Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeisterin Simone Seufert das neue Förderprogramm vor, das die Digitalisierung im ländlichen Raum vorantreiben will. "Da wird viel Geld in die Hand genommen", meinte sie. Der Freistaat Bayern fördert die Glasfaseranschlüsse nicht nur – wie bisher – , indem er die Wirtschaftlichkeitslücke bezuschusst. Künftig werden auch Betreibermodelle ermöglicht. Bis 2025 läuft das Programm.

In die Förderung können Privatadressen aufgenommen werden, die über weniger als 100 Mbit pro Sekunde im Download verfügen sowie gewerbliche Adressen mit weniger als 200 Mbit/s symmetrisch. Die Fördersumme ist abhängig von der Anzahl solcher Adressen. Pro Adresse stehen 6000 Euro zur Verfügung, bei interkommunaler Zusammenarbeit gibt es einen Bonus von je 1000 Euro, maximal aber 50 000 Euro. Die höchste Fördersumme liegt bei acht Millionen Euro, bei einer Förderquote von 90 Prozent.

Startgeld Netz

Den Bonus will die Gemeinde Euerbach haben, indem sie mit den Nachbargemeinden Poppenhausen und Wasserlosen der Allianz Oberes Werntal zusammenarbeitet, schlug Seufert vor. Eine vorgeschriebene Markterkundung führt jede Gemeinde separat durch; das Würzburger Büro First Consult ist für Euerbach bereits dabei. Ein sogenanntes Startgeld Netz mit 5000 Euro wird jeder Gemeinde für Beratungskosten zur Verfügung gestellt.

Durch die Markterkundung ergeben sich die förderfähigen Adressen, die dann in Ausbaugebieten zusammengefasst werden. Durch die Zusammenarbeit könne ein größeres Projektgebiet mit mehr Adressen entstehen. Solche Gebiete seien für einen Netzbetreiber attraktiver, dementsprechend günstiger sei auch die Kalkulation für die jeweilige Einzelgemeinde, sagte Seufert.

Nachfragen gab es von SPD-Fraktionssprecher Jochen Kraft zur Zweckvereinbarung mit den beiden anderen Gemeinden. Bei jedem Allianzprojekt wechsele die Verantwortung, jede Gemeinde übernimmt einmal für die anderen die Organisation mit, erläuterte Verwaltungsleiter Klaus Wolf. Deshalb werde, wenn Euerbach das Projekt Gigabit übernimmt, auch keine Kostenerstattung der anderen Gemeinden verlangt.

Einverstanden zeigte sich der Gemeinderat sowohl damit, an der Bayerischen Gigabit-Richtlinie teilzunehmen, als auch interkommunal mit Poppenhausen und Wasserlosen zusammen zu arbeiten.

Um auch an der Grundschule Euerbach die digitale Infrastruktur zu verbessern, beteiligt sich die Gemeinde am bayerischen Digitalpakt Schule, wofür bereits 38 970 Euro vom Freistaat bewilligt wurden. Eine professionelle WLAN-Ausleuchtung wird nun im Schulgebäude vorgenommen, die Standorte der Basisstationen festgelegt und diese entsprechend installiert. 10 000 bis 12 000 Euro sind dafür veranschlagt. Die Firma netlands (Schweinfurt) wird dies übernehmen.

Außerdem wurden bereits zehn CO2-Messgeräte für die Klassenzimmer für knapp 1300 Euro bestellt. Dafür gibt es 690 Euro Zuschuss. Der Gemeinderat war damit einverstanden.

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