Schweinfurt

Der Kampf um ein neues Südafrika

Nelson Mandela führte sein Land als erster schwarzer Präsident auf den Weg zu Demokratie und Versöhnung.
Foto: ADG– | Nelson Mandela führte sein Land als erster schwarzer Präsident auf den Weg zu Demokratie und Versöhnung.

Er zählte zu den großen Kämpfern gegen die Unterdrückung der Schwarzen: Nelson Mandela, 2013 im Alter von 95 Jahren gestorben, wurde für seinen Widerstand gegen die Apartheid zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Freilassung nach 27 Jahren markierte eine Wende in Südafrika. Als erster schwarzer Präsident führte er sein Land auf den Weg zu Demokratie und Versöhnung.

Die letzte fremdsprachige Theaterproduktion der laufenden Saison zeigt das TNT Theatre London / American Drama Group am Dienstag, 3. März, um 9 Uhr (Schulveranstaltung, Karten ab Donnerstag, 6. Februar, 8 Uhr unter Tel. (0 97 21) 51 49 52 und 19 Uhr (Freier Verkauf). In englischer Sprache wird „Mandela“ gezeigt. Die Inszenierung möchte keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben. Mandela begab sich auf seinen „long walk to Freedom“ (übersetzt „langer Weg zur Freiheit“), doch dieser endete nicht vor den Toren des Gefängnisses. Der Kampf um ein neues Südafrika verlief parallel zum Kampf um seine Ehe.

Sein Streben nach Versöhnung und sein Selbstopfer wurden kompromittiert durch die Frau, die ihm während der Zeit im Gefängnis zur Seite stand. Winnies Abstieg in die Dunkelheit verlief parallel zum Aufstieg Mandelas. Die Geschichte von Südafrika beinhaltet auch die Seite der Weißen und der Afrikaner. Der Blick richtet sich deshalb auch auf die Geschichte eines Polizisten auf seinem langen Weg zur Toleranz. In der Aufführung verbinden sich diese drei Geschichten zu einer Erzählung vom modernen Südafrika.

Auszüge aus der Antrittsrede von Nelson Mandela als Präsident von Südafrika am 10. Mai 1994: „(...) Wir widmen diesen Tag allen Helden und Heldinnen in diesem Land und dem Rest der Welt, die auf viele Arten Opfer gebracht und ihr Leben gegeben haben, sodass wir frei sein können. Ihre Träume sind Wirklichkeit geworden. Die Freiheit ist ihr Verdienst. Wir sind sowohl beschämt als auch erhoben durch die Ehre und das Privileg, die Sie, das Volk von Südafrika, uns zuteilwerden lassen, als der erste Präsident eines geeinten, demokratischen, nicht rassistischen und nicht sexistischen Südafrika unser Land aus dem Tal der Dunkelheit zu führen. Wir erkennen trotzdem an, dass es keinen einfachen Weg zur Freiheit gibt. Wir wissen sehr gut, dass niemand von uns allein handelnd Erfolg haben kann. Deshalb müssen wir gemeinsam als ein geeintes Volk handeln, für nationale Versöhnung, für den Aufbau der Nation, für die Geburt einer neuen Welt. Es soll Gerechtigkeit für alle geben. Es soll Frieden für alle geben. Es soll Arbeit, Brot, Wasser und Salz für alle geben. Lasst alle wissen, dass Körper, Geist und Seele eines jeden befreit worden sind, um sich zu verwirklichen. Niemals, niemals, niemals darf es wieder geschehen, dass dieses schöne Land die Unterdrückung des einen durch den anderen erfährt. (...)“

Vorverkauf ab Samstag, 1. Februar, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder Internet: www.theater-schweinfurt.de

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