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Eßleben: Ein seltener Anblick: Heuernte wie früher

Eßleben

Ein seltener Anblick: Heuernte wie früher

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    Mit Schwung auf den Anhänger: Reinhard Wetterich lädt auf.
    Mit Schwung auf den Anhänger: Reinhard Wetterich lädt auf. Foto: Natalie Dees

    Was in den 1960er/1970er und 1980er Jahren noch selbstverständlich war, ist heute ein seltener Anblick: eine Heuernte mit Ballenpressung in Quaderform. Sie ist arbeits- und zeitintensiv und man benötigt viele Hände. Vor allem, wenn kein Anhänger direkt an die Presse angehängt wird und die verstreuten Ballen eingesammelt werden müssen.

    Kürzlich konnte man diese Ernteform auf einer Eßlebener Wiese beobachten. Drei Familien taten sich zusammen und packten gemeinsam an. "Die rechteckigen Ballen sind einfach handlicher. Sie benötigen weniger Platz, da sie fester gepresst sind und besser stapelbar sind als Rundballen", erklärt Landwirt Mathias Oestreicher, weshalb er noch immer diese Form der Ernte bevorzugt. Außerdem seien diese sogenannten Hochdruckballen relativ leicht und könnten von einer Person bewegt werden.

    Diese Wiese bringt wunderbare Erträge

    Kollege Reinhard Wetterich, der Pferde hält, packt kräftig mit an. "Früher wurde immer zweimal im Jahr gemäht. Der erste Schnitt eignet sich sehr gut für die Fütterung von Pferden", sagt er. Das Gras sei "überständig", heißt, man lässt es länger blühen, damit es gröber wird. Der zweite Schnitt, das "Grummet" hingegen sei für Pferde nicht geeignet, aber zur Fütterung von Hasen.

    Das zu pressende Heu wird mittels einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten, rotierenden Trommel aufgenommen. Mathias Oestreicher fährt den Bulldog, sein Schwager unterstützt bei der Aufnahme.
    Das zu pressende Heu wird mittels einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten, rotierenden Trommel aufgenommen. Mathias Oestreicher fährt den Bulldog, sein Schwager unterstützt bei der Aufnahme. Foto: Natalie Dees

    "Diese Wiese bringt wunderbare Erträge für die Heuernte", sind sich Oestreicher und Wetterich einig. "Trotz eindringlichen Appellen und persönlichen Ansprachen gibt es zu unserem Bedauern immer wieder Hundebesitzer, die ihre Tiere ihre Notdurft darauf verrichten lassen", ärgern sich beide. Die mehrstündige Aktion endete mit der "Heimreise", beziehungsweise der Verteilung der rund 420 Ballen in die jeweiligen Scheunen.

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