Schweinfurt

Eine virtuose Schönheit in a-Moll

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Foto: Anja Frers

Ein Wiedersehen gibt es beim Konzert der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie am Samstag, 1. April (Konzertmiete I und freier Verkauf) um 19.30 Uhr mit Ingo Metzmacher und Lisa Batiashvili, zwei absoluten Hochkarätern der Klassik-Szene.

Ingo Metzmacher begann seine Laufbahn in Frankfurt beim Ensemble Modern sowie an der Brüsseler Oper. Von 1997 bis 2005 war er Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, danach Chefdirigent an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam sowie von 2007 bis 2010 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. In den letzten Jahren trat Ingo Metzmacher regelmäßig bei den Salzburger Festspielen, am Opernhaus Zürich, am Grand Théâtre de Geneve, am Royal Opera House in London, an der Berliner Staatsoper sowie am Pult führender Orchester in Europa auf.

In der Spielzeit 2015/2016 leitete er Prometeo“ von Luigi Nono im Rahmen der Ruhrtriennale und in der Pariser Philharmonie, „Wozzeck“ an der Mailänder Scala sowie „Capriccio“ an der Pariser Oper. Zudem gab er Konzerte mit den Wiener Symphonikern und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Seit Anfang 2015 ist er Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen. Das Multi-Art-Festival fand im Mai 2016 erstmals unter seiner künstlerischen Gesamtleitung statt. An der Wiener Staatsoper debütierte Ingo Metzmacher schon 2009.

Die vom Publikum und von Kollegen für ihre Virtuosität und ihr „tiefgründiges Einfühlungsvermögen“ („Financial Times“) gerühmte Lisa Batiashvili hat enge und beständige Beziehungen zu einigen der weltbesten Orchester aufgebaut. Darunter das New York Philharmonic, bei dem sie in der vergangenen Saison als Artist in Residence engagiert war. In der aktuellen Saison konzertiert die georgische Violinistin, der von Musical America die Auszeichnung „Instrumentalist of the Year 2015“ verliehen wurde, als Artist in Residence mit dem Tonhalle-Orchester Zürich.

Höhepunkte in Lisa Batiashvilis Saison 2015/2016 waren Auftritte mit den Berliner Philharmonikern – unter anderem auch in der Berliner Waldbühne – und dem London Philharmonic Orchestra (beide unter der Leitung von Yannik Nézét-Séguin), dem Orchestre de Paris (Paavo Järvi), den Wiener Philharmonikern (Esa-Pekka Salonen), dem London Symphony Orchestra (Daniel Harding) und New York Philharmonic (Semyon Bychkov) sowie eine Europatournee mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra (Sakari Oramo).

Zusätzlich gab sie mit den Kammermusik-Partnern Gautier Capuçon, Frank Braley, Valery Sokolov und Gérard Causse eine Reihe von Rezitalen zum 100. Geburtstag von Henry Dutilleux in der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Musikverein Wien, der neuen Philharmonie Paris und der Tonhalle Zürich.

Für Wolfgang Rihm ist „das Wesen der musikalischen Struktur (. . .) der fließende Wandel, der jähe Sprung, das Unberechenbare, der Umbruch selbst.“ Zur Jahrtausendwende schrieb er mit „Im Anfang“, dem ersten Stück des Abends, ein faszinierendes Stück des Aufbruchs: Es bezieht den Raumklang ein und wirkt wie der Beginn einer schöpferischen Phase aus einem Urzustand heraus.

Präsentiert wird außerdem ein berühmtes Werk aus der böhmischen Heimat des Orchesters. Dvoøáks Verleger hatte den Komponisten gefragt: „Wollen Sie mir ein Violinkonzert schreiben, recht originell, kantilenenreich und für gute Geiger?“ Lisa Batiashvili wird die virtuosen Schönheiten des Konzerts in a-Moll op. 53 herauskristallisieren.

Schostakowitschs symphonisches Schaffen gipfelte in der fünfzehnten Symphonie, die er 1971 vollendete, die als Hauptwerk zu hören sein wird. Das tiefgründige Werk ist eine kritisch-ironische Reflexion auf ein Komponistenleben voller Höhen und Tiefen. Schostakowitsch spielt mit verschiedenen Klängen und bringt Zitate aus eigenen und fremden Werken, etwa von Rossini, Wagner und Beethoven. Auf spannende Weise wird das musikalische Material kaleidoskopartig durcheinandergewürfelt – ein Glück, dass Ingo Metzmacher das ihm bestens bekannte Orchester durch diese aufregende Partitur leiten wird.

Vorverkauf ab Samstag, 4. März, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – Internet: www.theater-schweinfurt.de

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Foto: harald hoffmann
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