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SCHWEINFURT/ARNSTEIN: Erfundene Vergewaltigung: Staatsanwaltschaft ermittelt

SCHWEINFURT/ARNSTEIN

Erfundene Vergewaltigung: Staatsanwaltschaft ermittelt

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    Das Gerücht hielt sich in der vergangenen Woche hartnäckig in den sozialen Netzwerken im Internet: Eine Gruppe Syrer solle in Schweinfurt eine 17-Jährige vergewaltigt haben. Die Geschichte war erfunden, verbreitet wurde sie in einer Facebook-Gruppe, in der Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht wurde.

    Nun hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt deswegen ein Vorermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Dies teilte die Leitende Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein auf Anfrage mit.  

    Das in den sozialen Netzwerken offenbar gezielt als Hetze gegen Asylbewerber gestreute Gerücht habe „keinen realen Hintergrund“, so Haderlein. Dass an der Geschichte nichts dran ist, bestätigen auch Schweinfurts Polizeichef Detlev Tolle und Veit Oertel vom Leopoldina-Krankenhaus. Dort solle die junge Frau um ihr Leben kämpfen, wurde im Internet verbreitet. Auch das ist eine falsche Information.

    Gerüchte in Facebook-Gruppe

    Derzeit prüfe die Staatsanwaltschaft noch die „rechtliche Relevanz“, sagt Ursula Haderlein. Es geht also darum, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt und wer in dem Fall die Geschädigten sind.

    Die Ermittlungen richten sich einstweilen gegen unbekannt. Der Staatsanwaltschaft Schweinfurt ist aber der Name einer Facebook-Nutzerin bekannt, die das Gerücht zumindest in der Gruppe „Echte Anstenner“ (echte Arnsteiner) sehr offensiv und mit erfundenen Details verbreitet hat. Die Nutzerin habe auch behauptet, dass es in Schweinfurt schon mehrere Vergewaltigungen durch Flüchtlinge gegeben habe. Laut Claudia Ernst, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Unterfranken, seit das eine unwahre Behauptung.

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