SCHWEINFURT

Fein sein, beinander bleibn: Die Geschwister Well im Theater

Hausmusikabend: Franz Wittenbrinks „Fein sein, beinander bleibn“ mit den Geschwistern Well.
Foto: Andrea Huber | Hausmusikabend: Franz Wittenbrinks „Fein sein, beinander bleibn“ mit den Geschwistern Well.

Wer sich an Franz Wittenbrinks Produktion für die Münchner Kammerspiele „Denn alle Lust will Ewigkeit“ erinnert – im Schweinfurter Theater auf dem Spielplan im April 2009 – weiß in etwa, was ihn erwartet, wenn der vielleicht vielfältigste deutschsprachige Arrangeur, Komponist, Dirigent, Regisseur und Pianist Wittenbrink sich einem Stoff annähert.

Jeweils um 19.30 Uhr am Sonntag, 29. Juni (Schauspielmiete BLAU und freier Verkauf), und am Montag, 30. Juni (Schauspielmiete ROT und freier Verkauf), werden die Münchner Kammerspiele im Theater „Fein sein, beinander bleibn“ zeigen, einen „Hausmusikabend“ mit den Geschwistern Well und Franz Wittenbrink. Sie standen seit ihrer Kindheit nicht mehr zusammen auf der Bühne.

Die Geschwister Well verbrachten ihre Kindheit in der hochmusikalischen siebzehnköpfigen Familie quasi in einem Dauer-Hauskonzert, unterbrochen von Auftritten beim Sparkassendirektor des Nachbardorfs oder zu weihnachtlichen, österlichen und manchmal mehr oder minder grauslichen Anlässen. Im Theater der Stadt Schweinfurt machen sie zum Spielzeitende die „Rausschmeißer“.

Sechs der 15 Geschwister aus der Großfamilie Well – Stofferl und Michael von der Biermösl Blosn, die Wellküren Burgi, Bärbi und Moni sowie Karli Well – erzählen in „Fein sein, beinander bleibn“ aus ihrer Familiengeschichte, in ihrer eigenen, ganz unverwechselbaren Art. Man könnte es auch eine „Familienaufstellung auf volksmusikalischer Basis“ nennen. Fehlte zum Beispiel für eine Besetzung eine Trompete, erweiterte man den Kreis um ein neues Familienmitglied.

Für die Regie haben sich die Geschwister Well kurz vor ihrem 50. Bühnenjubiläum mit Franz Wittenbrink zusammengetan, der selbst zwölf Geschwister hat und durch seine Regensburger Domspatzen-Vergangenheit reichlich Hausmusikerfahrung mitbringt.

Gespielt werden Harfe und Zither, Hackbrett und Dudelsack, Nonnentrompete, Akkordeon, Alphorn, Trompete, Horn, Klarinette, Saxophon, Maultrommel, Flöte, Okarina, Schlagzeug, Regenmacher, Geige, Kontrabass, diverse Tuben und Brummtöpfe. Alles Instrumente, die von den Wells im Laufe ihrer Jugend erlernt wurden – nicht zuletzt, um sich im Großfamilienverbund als Individuum Gehör zu verschaffen, sich zu integrieren und abzugrenzen.

Es wird gesungen und gespielt, gedichtet und gereimt, gejodelt und geschuhplattelt, gestritten und wieder versöhnt. Natürlich kommt wie in jeder Familie auch Besuch vorbei: der Onkel, verschiedene Geschwister, diverse Neffen und Nichten, der CSU-Ortsvorsitzende, die Mutter, der Bürgermeister, der Jagdpächter, genervte Nachbarn oder der Herr Pfarrer...

Vorverkauf: Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 51 0 – Internet: www.theater-schweinfurt.de

Kommt zu Besuch: Die Mutter.
| Kommt zu Besuch: Die Mutter.
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