Schwebheim

Feuerwehrhaus wird europaweit ausgeschrieben

Das Ausschreibeverfahren für das neue Feuerwehrhaus wird europaweit erfolgen. Der Gemeinderat Schwebheimfolgte mit seinem Beschluss dem Ratschlag von Rechtsanwältin Kerstin Irl, die Vor- und Nachteile der möglichen Ausschreibungen erklärte, die vorgegebenen Schwellenwerte erläuterte und über ihre Erfahrungen berichtete.

Schnell war klar, dass es in Schwebheim keine "Inhouse-Lösung" geben kann. Bauamtsleiter und Architekt Ruthard Vogel hatte dies in einem Schreiben an den Gemeinderat deutlich gemacht. Außerdem hatte man im Vorfeld bereits signalisiert, dass Vogel aus "der Sicht des Bauherrn" den Neubau begleiten soll.

Die Vorgaben für die Ausschreibung für alle Leistungsphasen liefert der Gemeinderat. Dabei ist es den Mitgliedern wichtig, dass der künftige Planer bereits Erfahrungen mit dem Bau von Feuerwehrzentralen vorweisen kann und dass er auch das Wesen der freiwilligen Feuerwehren in Unterfranken kennt. Darüber hinaus soll der Planer sein Büro in der Nähe des Bauwerkes betreiben, um im Fall der Fälle schnell vor Ort erscheinen zu können. Bei der Bewertung der eingehenden Bewerbungen soll eine Mischung zwischen den qualitativen Merkmalen und dem Preisvorstellungen gelten.

Mit großer Mehrheit – drei Gegenstimmen – billigte der Gemeinderat dieses Vorgehen. Zuvor war ein Antrag, nochmals in das Gespräch mit Ruthard Vogel zu treten, mit einer Patt-Abstimmung gescheitert. Jeweils acht Gemeinderäte sprachen sich für und gegen eine Unterbrechung für die dann – nichtöffentliche – Absprache aus.

Synergieeffekte nutzen

Ohne eine eigene Waschhalle wird das neue Feuerwehrhaus auf dem "alten Schäflein"-Gelände erbaut werden. Die Halle, um Fahrzeuge zu reinigen, ist beim Bauhof, dessen Sanierung in den nächsten Jahrenansteht,  besser angesiedelt, der "Nachbar Feuerwehr" kann diese Halle mit nutzen. Das ist eine der schon feststehenden Eigenschaften der neuen Heimat der Schwebheimer Floriansjünger. Allerdings soll in den Vorgaben für den Architekten bereits erkennbar sein, dass man Synergieeffekte zwischen der Feuerwehr und dem Bauhof künftig nutzen möchte. Denkbar ist dies bei den Sozial- oder Sanitärräumen.

Keine Fördermittel gibt es – Stand der Sitzung – für den Anbau an das Bürgerhaus. Bürgermeister  Volker Karb berichtete von seinem Besuch bei der Regierung von Unterfranken, der man die Pläne für den barrierefreien Anbau mit Aufzug vorlegte. Gemeinderat Mario Söllner regte an, sich nach anderen Fördertöpfen umzusehen. So gebe es unter bestimmten Vorgaben eigene Zuschüsse für die Barrierefreiheit und für die Kulturräume (Theatergruppe) im Anbau. Die Verwaltung werde sich über diese Möglichkeit der Mitfinanzierung nochmals informieren, meinte Karb. Parallel laufen die Ausschreibungen für Teilgewerke. Über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen rund um den "Anbau Bürgerhaus" will der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung 2020 – am 17. Dezember – entscheiden.

Parkplätze belegt

Ärger gibt es derzeit am Kindergarten, wo die Parkplätze häufig belegt sind und Eltern ihre Kinder dort nicht , wie sonst möglich, bringen und abholen können. Über geeignete Möglichkeiten, etwa durch eine "Parkscheiben-Regelung", diskutierten die Ratsmitglieder.

Ein neues Gewerbegebiet für Sennfeld (Richtung Gochsheim) und ein Gewächshaus, das alle Regeln des Bebauungsplans erfüllt, standen unter Bauangelegenheiten auf der Tagesordnung. Der Nachbargemeinde teilt Schwebheim mit, dass keine Einwände bestehen. Und der Bauherr des Gewächshauses musste gar nicht auf ein Placet des Gemeinderates warten.

Schausteller und Beschicker von Kirchweih, Nachkirchweih und Erntedank 2021 können wie in den Nicht-Pandemiejahren für Schwebheim planen. Der Gemeinderat beschloss, die Bewerber, die oft seit vielen Jahren beteiligt sind, zuzulassen. Ein paar kleinere Fragezeichen bestehen noch, können aber wohl rechtzeitig ausgeräumt werden. Ob die Gemeinde im kommenden Jahr den Beschickern bei der Standgebühr entgegen kommt, weil diese große Einnahmeeinbußen 2020 erleiden mussten, wird später entschieden. Der Gemeinderat hofft, dass im kommenden Herbst keine Covid-19-Beschränkungen mehr bestehen.

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