Üchtelhausen

Frischer Wind oder jahrelange Erfahrung? In Üchtelhausen kommt es zur Stichwahl

Vier Bewerber um das Bürgermeisteramt gab es in der Gemeinde Üchtelhausen. Johannes Grebner und Thomas Pfister treten nun in einer Stichwahl gegeneinander an.
Das Rathaus der Gemeinde Üchtelhausen in Hesselbach. Die Kandidaten Johannes Grebner und Thomas Pfister treten bei der Bürgermeisterwahl in einer Stichwahl gegeneinander an.
Foto: Waltraud Fuchs-Mauder | Das Rathaus der Gemeinde Üchtelhausen in Hesselbach. Die Kandidaten Johannes Grebner und Thomas Pfister treten bei der Bürgermeisterwahl in einer Stichwahl gegeneinander an.

Wegen der Corona-Krise stehen die Menschen nicht im, sondern vor dem Rathaus im Üchtelhausener Ortsteil Hesselbach, zumindest am Wahlabend am 15. März hatten sich dort rund 50 Bürger versammelt, um den Wahlausgang zu besprechen und zu diskutieren. Und bei vier Kandidaten ging ihnen der Gesprächsstoff so schnell nicht aus.

Ausgerechnet der politische Newcomer Johannes Grebner schaffte es mit über 33 Prozent der Stimmen in die Stichwahl, wobei er sich in seinem Heimatort Zell sogar 79,89 Prozent der Stimmen sicherte.  "Ich bin überrascht und froh und hoffe, dass nicht nur meine Ideen, sondern auch die Lösungsansätze beim Wähler angekommen sind", meint Grebner. Eigentlich wollte er noch zu Dorfspaziergängen einladen, die würden jetzt aber wohl wegen der aktuellen Entwicklungen in Sachen Corona-Virus ausfallen müssen, fürchtet er. Jetzt überlegt er, wie er die nächsten Wochen für die potentiellen Wähler so "so interessant wie möglich" gestalten kann. Grebners Ansatz, aus jedem Ortsteil Kandidaten auf seine "Bürgerliste aller Gemeindeteile" zu setzen, und gleichzeitig die SPD hinter sich zu versammeln, scheint aufgegangen zu sein.

Mit ihm in die Stichwahl kommt der derzeitige stellvertretende Bürgermeister Thomas Pfister. Er holte 35,8 Prozent der Stimmen, bleib aber in seinem Heimatdorf Hesselbach mit 72,93 Prozent der Wählerstimmen hinter dem Ortsteilergebnis von Grebner in Zell zurück. Pfister wartet jetzt erst einmal ab, einen Grund zum Feiern sieht er noch nicht, denn die Stichwahl steht ja noch bevor. Er will sich "jetzt erst einmal sortieren und schauen, was angesichts von Corona in den kommenden 14 Tagen überhaupt noch möglich ist".

Viel Erfahrung, aber zu wenig Wählerstimmen

Der kommunalpolitisch wohl Erfahrenste in der Runde der Kandidaten, der Üchtelhäuser Ingo Göllner, hat es nicht in die Stichwahl geschafft. In Üchtelhausen selbst holte er zwar fast 60 Prozent der Stimmen, aber im Gesamtergebnis kam er dann doch nur auf 25,9 Prozent. Er sieht das Ganze nach eigenen Worten eher gelassen. "Ich sah die Kandidatur als Angebot an die Bürger, ich hätte der Gemeinde helfen können bei ihren vielen Aufgaben, aber als Demokrat akzeptiere ich das Ergebnis." Außerdem weiß er, dass sowohl sein Chef als auch seine Mitarbeiter froh sind, dass er es nicht geschafft hat. Sie hätten ihm bereits vor der Wahl zu verstehen gegeben, dass sie es bedauern würden, wenn er geht. Göllner zieht mit den meisten Stimmen der Ortsgemeinschaft Üchtelhausen und gleich hinter Pfister mit der zweitgrößten Stimmenanzahl in den Gemeinderat ein.

Am enttäuschendsten fiel das Ergebnis für Richard Halbig aus. In seinem Ortsteil Hoppachshof holte er 32,81 Prozent, kam aber insgesamt nicht einmal über die Fünf-Prozent-Hürde. Auch den Sprung in den Gemeinderat schaffte Halbig nicht. Er wird wie bei der letzten Wahlperiode wieder der Nachrücker sein. Seinen Platz für die Wählergemeinschaft Hoppachshof nimmt künftig Bettina Kuhn ein.

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