Handthal

Gedanken zum Wald in einer Zeitung

Nachhaltigkeit. Das Magazin: Mit diesem Projekt sahnte die Klasse 8a der Realschule Gerolzhofen den Nachhaltigkeitspreis Steigerwald für Kinder und Jugendliche ab. Die 500 Euro für die Klassenkasse übergab in Handthal Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf (links), daneben stellvertretende Landrätin Christine Bender und Schulleiter Harald Pitter. Klassensprecherin Anna Heckner präsentiert die Siegerurkunde.
Foto: Norbert Finster | Nachhaltigkeit. Das Magazin: Mit diesem Projekt sahnte die Klasse 8a der Realschule Gerolzhofen den Nachhaltigkeitspreis Steigerwald für Kinder und Jugendliche ab.

Sie schufen fantasievolle Fußnägel eines immerhin freundlichen Riesenmonsters oder Matschtorten aus Naturmaterialien. Sie formten Steine, Blätter, Tannenzapfen, Holz und Äste zu kleinen Kunstwerken. Kurz: Der Fantasie von Kindern und Jugendlichen waren beim Wettbewerb „Kunst-Wald-Art“ um den Nachhaltigkeitspreis Steigerwald keine Grenzen gesetzt.

Zur Preisverleihung brachten die Kinder ihre Werke mit ins Steigerwald-Zentrum bei Handthal und arrangierten sie zu einer kleinen Ausstellung. Fast immer arbeiteten sie mit Materialien ihres unmittelbaren Umfeldes. Da waren Gips, Steine, Steigerwald-Wasser, Blumen aus dem Garten, Bretter und Holz von hiesigen Sägewerken.

Ausgeschrieben hat den Wettbewerb das Netzwerk Steigerwald, ein Zusammenschluss aus den sechs Steigerwald-Landkreisen Erlangen-Höchstadt/Aisch, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Schweinfurt, Kitzingen Haßberge und Bamberg. In diesem Bereich arbeiten auch die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) zusammen.

360 Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen aller Art hatte das Netzwerk angeschrieben, 19 entschieden sich letztlich zum Mitmachen, berichtete Andrea Fahrnholz vom Netzwerk bei der Preisverleihung am Freitag.

Welchen Stellenwert dieser Preis nicht nur 2014, sondern auch in Zukunft haben soll, unterstrich die Präsenz von drei Landtagsabgeordneten, der Landräte oder deren Stellvertreter aus vier der sechs Kreise sowie einer Fülle von Regierungs- und Behördenvertretern.

Plastiktüte ist nicht nachhaltig

Den ersten Preis gewann das Projekt der Klasse 8a an der Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen mit Projektleiterin Sabine Belz. Ausgangspunkt war zunächst eine Klassenzeitung, ein „Journal Nachhaltigkeit“; aus der sich weitere Ideen entwickelten. Im Deutschunterricht wurde besprochen, wie und wo sich seriöse Quellen zum Thema Nachhaltigkeit im Internet finden. Dazu kam, wie eine Zeitung aufgebaut sein muss und welche Inhalte dazu gehören. Heraus kamen kreative Kurzgeschichten, Gedichte und Bildergeschichten. Das Thema Plastiktüte führte zum Beispiel zu Nachhaltigkeitsüberlegungen, an deren Ende Stofftüten mit Denksprüchen entstanden. Gefragt war sowohl die Arbeit in der Gruppe als auch in Eigeninitiative.

Die Jury war vor allem vom Tiefgang der Auseinandersetzung mit dem Thema und vom Facettenreichtum der Darstellung überzeugt. Als Lohn überreichte Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf 500 Euro für die Klassenkasse. Den zweiten Preis gewannen die Gemeinschaftsklassen 1/2b sowie die 3a der Grundschule Oberaurach (Kreis Haßberge) mit ihrem Beitrag „Projekt Wald – wir alle leben da“. Den Preis von 250 Euro übergab die Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (Schweinfurt).

Wegen Punktgleichheit vergaben die Juroren schließlich zwei dritte Preise. Einer davon ging an das Projekt „Tief im Steigerwald“ des Kindergartens St. Maria Limbach (Kreis Haßberge). Punktgleich bewertet wurde das Projekt „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ des AWO-Kinderhauses St. Elisabeth in Frensdorf (Kreis Bamberg). Die beiden Gruppen dürfen jeweils zu einem Erlebnistag ins Steigerwald-Zentrum kommen und erhalten Gutscheine für den geplanten Baumwipfelpfad bei Ebrach, wie Otto Hünnerkopf bekannt gab.

Eigentlich gar nicht vorgesehen war der Teampreis, den die Wald-AG der Mittelschule Emskirchen (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) gewann. Landtagsabgeordneter Hans Herold übergab die 300 Euro, die die Sparkasse aus diesem mittelfränkischen Landkreis gestiftet hatte. Die anderen Preisgelder stammen aus EU-Leader-Fördermitteln.

Netzwerk wie ein Spinnennetz

Die stellvertretende Scheinfurter Landrätin Christine Bender verglich das Netzwerk Steigerwald mit einem großen Spinnennetz, dessen Fäden an den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken festgemacht sind, dessen Knoten die Gemeinden und dessen Knüpferinnen die Managerinnen Andrea Fahrnholz und Susanne Schwab sind.

Zum ersten Mal sei jetzt die Nachhaltigkeit das große Thema im Steigerwald-Zentrum, freute sich der Hausherr, Stephan Thierfelder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt.

Die Umrahmung der Preisverleihung übernahm das Gitarrentrio Dreiklang der Musikschule Haßfurt.

Die Ausstellung mit den Projekten der Preisträger ist noch bis Ende Juli im Steigerwald-Zentrum zu sehen.

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