Grafenrheinfeld

Gemeinderat Grafenrheinfeld: Hoffnung auf mehr Förderung für die E-Mobilität

Es ging gleich mehrfach um Säulen bei der Gemeinderatssitzung in der Kulturhalle, die von Zweitem Bürgermeister Gerhard Riegler geleitet wurde. Gesucht wurde ein Standort für eine Schnell-Ladesäule, die von der Überlandzentrale Lülsfeld beantragt worden ist. Es geht um 17 000 Euro, inklusive Stromanschluss, für die es einen Zuschuss von 50 Prozent gibt. Als Standort hat die Verwaltung die Altmain-Sporthalle vorgeschlagen.

Widerspruch kam von Guido Oster. Schon die bestehende Ladesäule bei der Firma FIS werde kaum genutzt. Viele Grafenrheinfelder würde ihre Elektrofahrzeuge zu Hause laden, öffentliche Säulen würden meist von "Externen" genutzt. Man sollte eher die Ladestationen der Bürger unterstützen. Walter Wegner sprach sich für eine gemeindliche Ladestruktur "in der Zukunft" aus, ebenso Sabine Braun. Allerdings erhoffen sich die Befürworter noch Zuschüsse, durch die derzeit geplanten Konjunkturpakete. "Die Vorarbeiten wurden geleistet", wunderte sich Walter Weinig über die Debatte, nun gehe es nur noch um den Standort. Steffen Scholl sieht eine Verwirklichung im Haushalt 2021 als realistischer an, mit Blick auf künftige Konjunkturpakete, ebenso Walter Kaspar. Der Beschluss wurde vertagt. Stefan Weidinger fragte nach einem Alternativ-Standort in der Ortsmitte, an der Alten Amtsvogtei – wo allerdings der Stromanschluss schwierig wäre.

Im Krieg schwere Schäden erlitten

Dann ging es um die Maria Immaculata, einen Bildstock in der Bühlstraße, der gerade für knapp 44 000 Euro saniert worden ist. Die Marienfigur hat im Krieg schwere Schäden erlitten. Nun soll sie an der Hauptstraße, im Rosengärtchen zwischen Pizzeria und Scheune, aufgestellt werden. Altbürgermeister Robert Gießübel hat sich schriftlich gegen den Standort ausgesprochen: Dann wäre das Standbild im Hinterhof verdeckt. Der bisherige Standort Bühlstraße 4, der Brunnenplatz in der Herrengasse, eine Grünanlage in der Maingasse oder vor der Kita Fröschloch wäre besser geeignet. Mittlerweile hat sich die Maingasse als bevorzugter Platz herauskristallisiert, den auch Gerhard Riegler favorisiert. Harry Scharold wies allerdings darauf hin, das dort schon ein Bildstock steht. Ludwig Weth plädierte dafür, den Beschluss Rosengärtchen nicht mehr zu ändern, was vom Gemeinderat mitgetragen wurde.

Die Immaculata ist nur eine von 39 steinernen Zeitzeugen, die teilweise seit Jahrhunderten im Ort oder auf den Fluren stehen. Beraten wurde, ob der dazugehörige Bildstockführer neu aufgelegt werden soll, mit Farbfotos und weiteren Überarbeitungen. Laut Ludwig Weth würde eine neue, gedruckte Version 10 000 Euro kosten – die auf Vorschlag von Jens Haagen auch auf der Homepage  zugänglich sein soll. Letztlich wurde beschlossen, die "Marterli" komplett auf der Website der Gemeinde vorzustellen, ohne Printversion, die mehrheitlich abgelehnt wurde.

Gefördert wird, wer in das Ortsleben aufwertet

Geld für Kleinprojekte innerhalb der Allianz Mainbogen gibt es dank eines Regionalbudgets der Ämter für Ländliche Entwicklung. Es geht um insgesamt 100 000 Euro. In den Fördertopf greifen darf, wer bis zu 20 000 Euro in die Aufwertung des Ortslebens investiert, bei maximal 80 Prozent Förderung und höchstens 10 000 Euro Zuschuss. Rafeld denkt da an Sonnensegel für die Spielplätze an der Haak und am Heckenweg (Gesamtkosten: 11 000 Euro) und eine Minirampe auf dem Skaterplatz (15 000 Euro). Am Ende würden insgesamt 12 500 Euro Eigenanteil bei der Gemeinde verbleiben. Noch offen ist, ob ein Fotoshooting bezuschusst werden soll, im Rahmen der Imagewerbung der Kommune.

Auch für die drei Bürgermeister hat die Gemeinde ein Budget: Der erste Bürgermeister erhält monatlich 550 Euro Aufwandsentschädigung, seine beiden Stellvertreter bekommen 320 beziehungsweise 220 Euro.

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