Sennfeld

Gemeinderat Sennfeld: Geplante Wohnhäuser tauschen die Seiten

Diese Fläche im Innenbereich Sennfelds, an der Hauptstraße (im Hintergrund), soll links mit Einfamilienhäusern und rechts mit einem Mehrfamilienhaus bebaut werden.
Foto: Silvia Eidel | Diese Fläche im Innenbereich Sennfelds, an der Hauptstraße (im Hintergrund), soll links mit Einfamilienhäusern und rechts mit einem Mehrfamilienhaus bebaut werden.

Zahlreiche Änderungswünsche am Entwurf zum Bebauungsplan "Innenentwicklung Hauptstraße" hatte der Gemeinderat im August vorgebracht. Das vorgesehene Mehrfamilienhaus im Westen der Fläche an der Hauptstraße sollte mit den Einfamilienhäusern im Osten die Seite tauschen. Auch die öffentlichen und privaten Stellplätze sollten eindeutig zugeordnet werden. Diesem Auftrag kam das Planungsbüro nach.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Annika Puderbach vom Planungsbüro BFS + GmbH (Bamberg), vormals Wittmann, Valier und Partner (Bamberg) die eingearbeiteten Änderungen vor. Das Ratsgremium war für seine Sitzung von der Frankenhalle in den Bürgersaal der Alten Schule umgezogen. Auch dort können die coronabedingten Abstände eingehalten werden, hatte die Gemeindeverwaltung ausgemessen. Die Frankenhalle steht damit wieder der Schule zur Verfügung.

18 öffentliche Parkplätze, zwei Ladesäulen

Unter der Sitzungsleitung des Zweiten Bürgermeisters Helmut Heimrich verdeutlichte die Planerin die gewünschte Spiegelung der Wohnbebauung entgegen dem ursprünglichen Entwurf. Geblieben sind im Norden der Fläche, an der Hauptstraße, die 18 öffentlichen Parkplätze plus zwei E-Ladesäulen. Die zwölf privaten Stellplätze für das Mehrfamilienhaus sind nun dessen Grundstück zugeordnet.

Festgelegt als Dachform ist ein Satteldach mit einer Neigung ab 35 Grad. Drei Vollgeschosse sind vorgesehen, das dritte befindet sich im Dach. Der ursprünglich als zu groß angesehene Anteil der öffentlichen Grünfläche – 92 Quadratmeter – reduziert sich, so Puderbach, weil nun die mittige Erschließungsstraße von der Hauptstraße bis ans hintere Ende der Fläche, endend in einem Wendehammer, verlängert wurde. Damit entfällt das Begleitgrün neben dem ursprünglich geplanten Fußweg.

Bau einer Tiefgarage ist nicht möglich

Ob für eine Tiefgarage eine Kostenschätzung eingeholt worden sei, wollte Gemeinderat Sebastian Tietze wissen. Die Fläche des Grundstücks sei zu klein, um vernünftige Ein- und Ausfahrten ins Untergeschoss zu ermöglichen, so die Planerin. Ein Bodengutachten habe zudem eindeutig eine Tiefgarage verneint, ergänzte Leonhard Valier. Zum einen mache hoher Grundwasserstand, vor allem aber der Fließsand im Untergrund einen Bau kaum möglich. Eine Kostenschätzung habe man daher nicht eingeholt. Beim Kanalbau habe man den Fließsand erlebt, ergänzte Heimrich. "Da wäre beinahe das Rathaus weggerutscht".

Die Überdachung der Stellplätze hinterfragte Helga Jurisch. Zwar gehe es im Bebauungsplan nur darum, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, erklärte Verwaltungsleiter Thomas Wagenhäuser. Allerdings sei es laut Heimrich vom Ortsbild her wünschenswert, wenn giebelständige Gebäude die Ansicht der Hauptstraße prägen würden.

Näheres zum geplanten Trennsystem des Abwassers wollte Michael Klüpfel wissen. Das müsse ein Tiefbauplaner festlegen, sagte Valier.

Mit einer "Parkscheune" konnte sich Stefan Eichhorn nicht anfreunden. Er stimmte mit Sebastian Tietze gegen den Entwurf des Bebauungsplans, der mehrheitlich gebilligt wurde. Der Plan wird nun öffentlich ausgelegt, ist auf der Homepage der Gemeinde einsehbar und die Behörden werden am Verfahren beteiligt.

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