Schweinfurt

Hilfe für Wirte: Freie Wähler fordern Konzept für Schweinfurts Innenstadt

Der seit Monaten andauernde Lockdown während der Corona-Pandemie setzt Wirten, Hotels und Handel zu. Was die Freien Wähler in Schweinfurt für eine lebendige Innenstadt fordern.
Der Marktplatz in Schweinfurt während der nächtlichen Ausgangssperre am 1. Mai. Die Freien Wähler fordern ein Konzept zur Belebung der Innenstadt, bei dem die Außengastronomie bis 23.30 Uhr geöffnet sein soll, wenn es die Inzidenzen erlauben.
Foto: Silvia Gralla | Der Marktplatz in Schweinfurt während der nächtlichen Ausgangssperre am 1. Mai. Die Freien Wähler fordern ein Konzept zur Belebung der Innenstadt, bei dem die Außengastronomie bis 23.30 Uhr geöffnet sein soll, wenn ...

Natürlich haben Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) und seine Verwaltung im Moment andere Sorgen als die Zukunft der Innenstadt: Mit einer 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner von 321,9 war Schweinfurt laut RKI am Mittwoch, 5. Mai, bundesweit die Stadt mit dem zweithöchsten Wert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche. Das Gesundheitsamt spricht von einer "kritischen Lage."

Dennoch ist das Thema Zukunft der Innenstadt ein wichtiges, sobald die Inzidenzen wieder sinken und die Impfungen Wirkung zeigen. Denn Handel, Hotellerie und Gastronomie leiden stark unter den Folgen des seit Monaten andauernden Lockdowns wegen der Corona-Pandemie. "Die Entwicklung, die in Schweinfurt bereits vor der Pandemie begonnen hat, wurde durch diese noch massiv verstärkt", erklärt Freie-Wähler-Stadtrat Adi Schön und bezieht sich dabei auch darauf, dass das Thema Leerstand und wie man die Schweinfurter Innenstadt beleben kann, schon seit Jahren auf der Agenda der Stadt steht.

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"Um eine lebenswerte Innenstadt erhalten zu können, ist es für die Zeit nach, bzw. mit dem Auslaufen der Pandemie wichtig, als Stadt alle Möglichkeiten zu nutzen, um einer weiteren Verödung entgegenzuwirken", betont Schön in einem Antrag an den OB. Eine lebendige Innenstadt trage  maßgeblich zur Attraktivität und zum Lebensgefühl in einer Stadt bei. "Dazu", so Schön, "gehören ein funktionierender Handel, eine lebendige Gastronomie und natürlich entsprechende Möglichkeiten für Kulturveranstaltungen."

Freie Wähler wollen ein Konzept für vorsichtige Öffnung der Innenstadt

Es sei klar, dass diese Möglichkeiten in den nächsten Monaten erstmal nur verstärkt im Außenbereich möglich sein werden. Deshalb fordern die Freien Wähler von der Stadtverwaltung "ein Konzept für eine Öffnung der Innenstadt unter den jeweils zulässigen rechtlichen Bedingungen." Dabei solle berücksichtigt werden, dass die Öffnungszeiten der Außengastronomie bis 23.30 Uhr verlängert werden sollen. Außerdem sollen der Georg-Wichtermann-Platz und der Marktplatz den Wirten als Außengastronomieflächen zur Verfügung gestellt werden. Schön kann sich an diesen Stellen eine Art Biergarten-Charakter vorstellen.

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Außerdem solle die Stadt ermöglichen, bestehende Außengastronomieflächen deutlich zu vergrößern, "auch auf Kosten des Auto- bzw. Parkverkehrs. Rad- und Fußgängerverkehr ist zu priorisieren", schreibt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Des Weiteren fordert Schön, dass auch die städtischen Einzelhändler entsprechende Außenverkaufsflächen bekommen sollten und niemand für die entsprechenden Genehmigungen Gebühren an die Stadt zahlen müsse. Die Maßnahmen sollten zunächst bis Ende nächsten Jahres gelten. Mittelfristig sei ein verbindlicher Maßnahmenkatalog mit Händlern, Gastronomie, Immobilienbesitzern und Verwaltung zu erstellen.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat aufgrund zweier Anträge der CSU und der FDP über das Thema diskutiert. Die Verwaltung ermöglichte damals die befristete Aufstellung von so genannten Heizpilzen sowie die Vergrößerung der Bewirtungsflächen im Außenbereich für die Gastronomie.

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