Schweinfurt

In Schweinfurt: Neubauten für die neuen Professoren der FHWS

6,4 Millionen Euro stellt der Freistaat der FHWS für Modulbauten zur Verfügung. An der Franz-Schubert-Straße werden die Labors und Büros in zwei Jahren bezogen.
Neben dem frisch angelegten Parkplatz (im Vordergrund) sollen die Modulbauten erstellt werden.
Foto: Gerd Landgraf | Neben dem frisch angelegten Parkplatz (im Vordergrund) sollen die Modulbauten erstellt werden.

Es war keine kleine, sondern eine richtige Sensation, als mit der im Herbst 2019 aufgelegten "Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern" bekannt wurde, dass die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) 90 neue Stellen bekommt, darunter 43 für Professoren – und zum überwiegenden Teil für den Standort Schweinfurt. Jetzt hat München nachgelegt. Für den Ausbau des Raumprogramms sind der FHWS 6,4 Millionen für Modulbauten zugewiesen, die ebenfalls vor allem den Standort Schweinfurt stärken werden. Die Labor- und Büroflächen in Fertigbauweise werden in den kommenden zwei Jahren im Norden der ehemaligen Ledward-Kaserne gleich neben der Franz-Schubert-Straße entstehen. 

Viel investiert am Standort Schweinfurt

"Wir haben gehofft", sagte der Redaktion jetzt Hochschulpräsident Professor Dr. Robert Grebner. Zweifel an einer Berücksichtigung des Standorts Schweinfurt waren angebracht. Seit Beginn des neuen Jahrtausends lief über zwei Jahrzehnte hinweg die kostspielige Generalsanierung der Hochschulgebäude an der Ignaz-Schön-Straße. Im vergangenen Herbst wurde die Einweihung des mit 30 Millionen Euro exakt im Zeit- und Finanzplan erstellten Neubaus für die Wirtschaftsingenieure an der Niederwerrner Straße (Ledward-Gelände) gefeiert. Den Bestellbau am Grünen Markt musste die Hochschule gegenüber den ursprünglichen Planungen jedoch nicht räumen. Er wird aktuell für den Studiengang Robotik genutzt. Weitere über 30 Millionen Euro sind für die Intelligente Fabrik des Studiengangs Robotik (ebenfalls an der Franz-Schubert-Straße) zugesagt. Bezugsfertig soll die I-Factory noch 2026 sein.  

Parallel zur Franz-Schubert-Straße hat sich der Freistaat für die FHWS vier große Grundstücke auf dem ehemaligen Kasernengelände gesichert. Im Süden steht der Neubau für die Wirtschaftsingenieure. In direkter Nachbarschaft entsteht die Intelligente Fabrik. Ganz im Norden am Kasernenweg ist der große Parkplatz für Mitarbeiter und Studenten bereits geschottert. Gleich im Anschluss sollen die oder der Modulbau entstehen. Für den nächsten Erweiterungsschritt ist dann nur noch ein Grundstück an der Franz-Schubert-Straße frei.  

Modulbauten wurden ursprünglich für die Industrie entwickelt. Mittlerweile gibt es die Fertigbauweise auch im Wohnungsbau. Die Zeitersparnis bei der Errichtung der kostengünstigen Gebäude liegt bei 50 Prozent. Einen Modulbau hat die FHWS bereits an der Ecke Ignaz-Schön-/Paul-Gerhardt-Straße neben dem Hochspannungslabor (Foto).
Foto: Gerd Landgraf | Modulbauten wurden ursprünglich für die Industrie entwickelt. Mittlerweile gibt es die Fertigbauweise auch im Wohnungsbau. Die Zeitersparnis bei der Errichtung der kostengünstigen Gebäude liegt bei 50 Prozent.

Gebraucht werden die Labor- und Büroflächen vor allem durch die Personalaufstockung im Bereich Technik. Auf diesem Gebiet schreitet die Entwicklung der Hochschule rasant voran. So wird es ab Oktober erstmals an deutschen Hochschulen in der Sparte Nachhaltigkeit einen Bachelor-Studiengang Wasserstofftechnik geben – am FHWS-Standort Schweinfurt.

Neuer Studiengang Wasserstofftechnik ab Herbst

In Unterfranken erhalten die Julius-Maximilians-Universität Würzburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt 16,6 Millionen Euro für neue Modulbauten. Damit haben die Hochschulen grünes Licht für die weiteren Planungen zum Ausbau der räumlichen Infrastruktur. Die Mittel stammen aus dem Sonderprogramm für Modulbauten in Forschung und Lehre der Hightech Agenda Plus, dem Beschleunigungsprogramm der milliardenschweren Zukunftsoffensive Hightech Agenda Bayern.

Laut Wissenschaftsminister Bernd Sibler können die "Hochschulen umgehend an die Realisierung gehen". Ziel des Programms ist es, rasch eine Arbeitsumgebung für landesweit 2500 neue Stellen zu schaffen, die mit der Hightech Agenda Bayern bis 2023 an den bayerischen Hochschulen entstehen sollen. Insgesamt stehen für den Ausbau der Raumkapazitäten 150 Millionen Euro zur Verfügung. Die Hightech Agenda Plus ist das Beschleunigungsprogramm zur im Herbst 2019 aufgelegten Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern. Ein zentraler Baustein ist die vorgezogene Besetzung von Stellen in Forschung und Lehre.

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