Üchtelhausen

Kandidaten-Porträt:Ingo Göllner für Üchtelhausen

Bürgermeister-Kandidat Ingo Göllner setzt auf seine lange kommunalpolitische Erfahrung im Kreistag und im Gemeinderat.
Auf der Höhe des Pfarrheims, mit Blick auf die katholische Kirche (links) und die Kirchbergschule (rechts), ist Ingo Göllner gerne. Die Orte sind eng verbunden mit seiner Lebensgeschichte.
Foto: Ursula Lux | Auf der Höhe des Pfarrheims, mit Blick auf die katholische Kirche (links) und die Kirchbergschule (rechts), ist Ingo Göllner gerne. Die Orte sind eng verbunden mit seiner Lebensgeschichte.

Hoch über Üchtelhausen, am Pfarrheim mit Blick auf die Kirche und die alte Kirchbergschule, hier ist der Lieblingsplatz von Ingo Göllner. Vieles hier hat mit seiner persönlichen Geschichte zu tun. Im Jugendraum des Pfarrheims hat er einst seine jetzige Frau Karin kennengelernt. In der Kirche haben die beiden geheiratet, und hier versieht er bis heute seinen Dienst als Lektor, Kommunionhelfer und Gottesdienstbeauftragter.

In der Kirchbergschule hat Göllner einst den Hauswirtschaftsunterricht besucht, und er findet es einfach gut, was sich heute in dem alten Gemäuer entwickelt, vor allem mit dem Buchcafé. Sein Motto für diese Wahl ist das, was ein Bürgermeister seiner Meinung nach unbedingt braucht: "zuhören – verstehen – handeln". Göllner hat schon vor sechs Jahren kandidiert und ist damals an der Amtsinhaberin gescheitert. Er wirft seinen Hut erneut in den Ring, weil er nach 18 Jahren als Gemeinderat und 24 Jahren Kreistagstätigkeit der festen Überzeugung ist, seiner Gemeinde, die viele Aufgaben aber wenig Geld hat, am besten helfen zu können.

Die Anliegen der Bürger ernst nehmen

Als Bürgermeister müsse man vor allem die Anliegen der Bürger ernst nehmen und nicht gleich abblocken, auch nicht im Hinblick auf die Haushaltslage. Seiner Erfahrung nach sind die Bürgerwünsche selten so ganz unberechtigt, dann müsse man halt diskutieren mit den Bürgern und im Rat – und nach Wegen der Umsetzung suchen.

Ein Bürgermeister sollte die Fäden in der Hand halten, sich selbst als Vorreiter sehen, aber auch externen Sachverstand nutzen. Unumgänglich sei, mit den anderen Bürgermeistern des Landkreises, egal welcher Couleur, gut zusammenzuarbeiten. Göllners politisches Engagement begann eigentlich schon in seiner Jugend. Erst Schritte ging er in der KJG (Katholische Junge Gemeinde), dann beim Roten Kreuz, mit 15 baute er mit Freunden in Gochsheim einen heruntergekommenen Jugendraum wieder auf und engagierte sich im Kreisjugendring.

Mit 25 trat Göllner gemäß seinem Motto "mitreden statt meckern" in die Junge Union ein. Er wechselte zur CSU, nicht weil er alles dort gut fände, sondern weil die Grundlinie stimme. Das Christliche und Soziale sei ihm ein Anliegen, betont Göllner, der für die Ortsgemeinschaft Üchtelhausen kandidiert.

In vielen Ehrenämtern stand er auch an der Spitze, so als Vorsitzender des Kreisjugendrings oder Kolonnenführer beim BRK. Er sei ein "Macher" meint Göllner, doch nicht einer, der von oben herunter agiert. Bei all seinen Ämtern sei es ihm wichtig gewesen, auch seine Stellvertreter und Beisitzer zu fördern und ihnen eigenverantwortliches Arbeiten zu ermöglichen. Teamfähig zu sein und dennoch führungsstark, das sieht Göllner als eine seine Stärken. Er könne Dinge anstoßen, lenken und dafür sorgen, dass sie nicht versanden. Bürgermeister sein erinnere ihn ein bisschen an Mannschaftssport. Dort müsse man auch die Funktionen als Trainer, Betreuer und Leitwolf vereinbaren können.

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Göllner will die besten Ideen voranbringen, und dabei ist es ihm egal, von welcher Seite diese kommen. Gut wäre, wenn in allen Landkreisgemeinden in etwa gleiche Lebensbedingungen herrschten, meint der 52-Jährige, die neuen Pläne für einen flächendeckenden Öffentlichen Personennahverkehr sind für ihn ein richtiger Schritt in diese Richtung.

Sein Wahlspruch fürs Bürgermeisteramt lautet: "Geht nicht, gibt's nicht." Und wenn es einmal doch so scheint, als ginge nichts, dann setzt er auf Dialog. Durch seinen Beruf als Sozialpädagoge bringt er hierfür gute Voraussetzungen mit, kann erklären, Kompromisse suchen und auch moderieren. Auf keinen Fall dürfe man resignieren, meint er.

Die Wünsche der Bürger seien meist realistisch, man müsse sie auf alle Fälle ernst nehmen und nach Lösungen suchen. Dabei ist es ihm wichtig, allen Beteiligen in einem Entscheidungsprozess auch Zeit zu geben. Man müsse in dem Tempo voranschreiten, das nötig ist, dürfe aber nie vergessen "die Passagiere" mitzunehmen, betont Göllner.

Alle Informationen rund um die Kommunalwahl finden Sie im Internet unter: www.mainpost.de/wahlen

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