Gernach

Karfreitag und Ostern gemeinsam gefeiert

Am Schluss der Wortgottesfeier am Ostersonntag im Franziskusgarten brachten die Kinder ihre Bilder, die sie zu Ostern gemalt hatten, nach vorne. Mit im Bild: Das Kreuz mit der aufgehenden Ostersonne, (von links) die Komm-In-Gruppenleiterinnen Aileen Berchtold, Joselle und Nicole Schneider sowie die Gottesdienstbeauftragte Elke Dressel.
Foto: Armin Heck-Dressel | Am Schluss der Wortgottesfeier am Ostersonntag im Franziskusgarten brachten die Kinder ihre Bilder, die sie zu Ostern gemalt hatten, nach vorne.

Zu Gruppenstunden oder sonstigen Treffen dürfen sich die Komm-In die Kinder und Jugendlichen im Haus Franziskus nicht treffen. Eingeladen waren sie und ihre Eltern und auch andere Interessierte aber, um (nach vorheriger Anmeldung) an der Wortgottesfeier am Karfreitag und am Ostersonntag teilzunehmen.

Zu Beginn der Gottesdienste wurde an die Einhaltung der notwendigen Abstände erinnert. Familien durften natürlich nahe beieinander bleiben. Dass der Mund-Nase-Schutz zu tragen war, war selbstverständliche Verpflichtung, darauf wurde geachtet.

Beide Wortgottesfeiern wurden von der Gottesdienstbeauftragten Elke Dressel geleitet und vom Team der Komm-In-Betreuerinnen Aileen Berchtold, Nicole und Joselle Schneider mit gestaltet.

Leidensweg Jesu dargestellt

Am Karfreitag wurde das Leiden und Sterben Jesu an einigen Stationen des Leidensweges Jesu sinnenfällig dargestellt: Jesus wurde zum Tode verurteilt. Fesseln und die Dornenkrone wurden als Zeichen dafür an dem Kreuz angebracht. Als Zeichen für das schwere Kreuz, das Jesus zu tragen hatte, konnten die Kinder einen Stein unter dem Kreuz niederlegen.

Jesus brauchte dann auch Hilfe, weil er das schwere Kreuz nicht mehr allein tragen konnte. Jeder braucht irgendwann einmal Hilfe. Die Kinder waren eingeladen, auf einen Zettel zu schreiben, wann sie Hilfe gebraucht haben, zum Beispiel, dass sie ihre Mama getröstet hat, als sie traurig waren, oder wenn ein Freund bei den Rechenaufgaben hilft.

Schließlich stirbt Jesus am Kreuz. Zum Zeichen des Todes Jesu wurde ein dunkles Tuch über das Kreuz gehängt, ein Kind blies die Kerze aus, die bisher brannte: Jesus ist tot.

Symbol des Todes und der Auferstehung Jesu: Wie die Weizenkörner wird der Leib Jesu ins Grab gelegt, aber am dritten Tag auferweckt: So erwachen die Weizenkörner auch zu neuem Leben und bringen reiche Frucht.
Foto: Armin Heck-Dressel | Symbol des Todes und der Auferstehung Jesu: Wie die Weizenkörner wird der Leib Jesu ins Grab gelegt, aber am dritten Tag auferweckt: So erwachen die Weizenkörner auch zu neuem Leben und bringen reiche Frucht.

Der Leib Jesu wird dann ins Grab gelegt: An dieser Station säten die Kinder Weizenkörner in ein kleines Beet, das im Garten des Hauses Franziskus in Kreuzform angelegt war – als Zeichen, dass Jesus wie ein Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt.

Die Weizenkörner bleiben aber nicht einfach in der Erde liegen und nichts geschieht, sondern aus ihnen wächst neuer Weizen. So steht Jesus auch wieder aus dem Grab auf – an Ostern. Die Kinder wurden eingeladen, zu Hause ein Bild auszumalen, das die Auferstehung Jesu zeigt und das sie am Ostersonntag zur Wortgottesfeier mitbringen konnten.

Mit den Fürbitten, die von Kindern gesprochen wurden, und dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser endete die Wortgottesfeier.

Auferstehung gibt Hoffnung

Am Ostersonntag waren noch mehr Eltern mit ihren Kindern gekommen, als am Karfreitag schon da waren. Elke Dressel begrüßte alle mit dem freudigen Ruf "Lumen Christi – Deo Gratias": Christus ist von den Toten auferstanden – durch seine Auferstehung gibt er uns Hoffnung, "dass er auch für uns ein Leben nach dem irdischen Tod bereithält", wie es in einem Gebet heißt.

Das Bild des Schmetterlings machte deutlich, was Auferstehung bedeutet: Aus der Raupe entwickelt sich der Kokon, der "wie tot" bewegungslos daliegt – so wie ein Mensch, der tot ist. Aber in dem Kokon, der Puppe, entwickelt sich ein wunderbares Wesen, der Schmetterling – ganz anders als der unscheinbare, scheinbar leblose Kokon. Wie sich der Schmetterling entwickelt – das kann man sehen. Aber an die Auferstehung könne man nur glauben, denn "wir kennen keinen einzigen, der auferstanden ist – außer Jesus. Aber den kennen wir ja auch nicht persönlich", so Elke Dressel.

Nach dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser durften sich alle Kinder auf die Suche nach ihrer Osterüberraschung machen, die fleißige Helferinnen im Garten des Franziskus-Hauses versteckt hatten.

Nach der Segnung der Ostergaben, die die Kinder vor dem geschmückten Kreuz abgestellt hatten, brachten sie die Bilder von Ostern, die sie gemalt hatten. Die wurden dann am Eingangstor des Hauses Franziskus aufgehängt – als Erinnerung und frohe Kunde für alle, die an diesem Tor vorübergehen: "Jesus ist auferstanden."  

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