Schweinfurt

Klein- und Obstbrenner aus dem Kreis Schweinfurt prämiert

Allen Grund zum Feiern hatten die Fränkischen Brenner am 29. September in Gemünden. Auf der Prämierungsfeier des Fränkischen Klein- und Obstbrenner-Verbandes im Kreuzkloster, hoch über den Dächern von Gemünden, wurden die Mitglieder für 103 Gold-, 247 Silber- und 95 Bronzemedaillen geehrt. Hubert Fröhlich (Gemünden), Vorsitzender des Verbandes und Verbandsgeschäftsführerin Andrea Bätz (Volkach) übergaben die Urkunden an die erfolgreichen Brenner. Unterstützt wurden sie laut Pressemitteilung dabei von Mathias Krönert, dem Brennereifachberater der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim.  

In diesem Jahr hatten 108 Brenner insgesamt 476 Proben zur Bewertung angestellt. Bereits im April wurden diese von einem Fachgremium sensorisch beurteilt und anschließend im Labor der LWG einer analytischen Prüfung unterzogen, wie Gessner vom Fachzentrum Analytik in seinem Vortrag erläuterte. Angefangen von den Leuchttürmen bis hin zu den vielen Brenner-Klein- und Kleinstbetrieben in Franken jeden mitzunehmen, sei die große und verantwortungsvolle Aufgabe des Verbandes, erklärte Hubert Fröhlich.

So viele Proben wie noch nie

So hoch wie nie in ihrer über 60-jährigen Geschichte war diesmal der Zuspruch zur Fränkischen Prämierung. „Es ist sowohl die höchste Teilnehmerzahl, die umfangreichste Produktpalette als auch ein absoluter Spitzenwert an angestellten Proben", sagte Andrea Bätz. Allein 40 sortenreine Apfel- und Birnendestillate waren neben Erzeugnissen aus Beeren, Trauben, Getreide, Nüssen, Wurzeln und Kräutern mit am Start.

Die Riege der angestellten Top Zehn wird von der Birne (81) angeführt. Es folgen Zwetschge/Pflaume (73), Mirabelle (38) auf den Plätzen zwei und drei sowie Apfel, Whisky, Quitte, Kirsche, Gin, Schlehe und Himbeere.

Wesentlicher Anteil zur Bewahrung der Streuobstwiese

„Weit über regionale Grenzen hinaus wirkt die Arbeit des Fränkischen Verbandes“, berichtet Bätz, denn neben den heimischen Erzeugern hatten auch Brenner aus Lindau, Niederbayern und der Oberpfalz sowie aus Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Produkte zur Fränkischen Prämierung eingereicht. „Was sie alle eint, ist, dass sie die aufwändige Pflege von Streuobstwiesen betreiben und deren Früchte verarbeiten und verwerten. Damit leisten sie einen wesentlichen Anteil zur Bewahrung der bedrohten Kulturlandschaft Streuobstwiese und unterstützen tatkräftig den Erhalt der Artenvielfalt.“ 

Frei nach dem Verbands-Slogan „Franken beGeistert“ findet der Liebhaber edler Brände und Geiste bei den heimischen Destillateuren eine breite Palette ausgezeichneter Produkte. Verkostet werden können diese unter anderem auf der desta, der Messe edler Brände in Volkach am 9. und 10. November jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Im Landkreis Schweinfurt gingen Medaillen an Heinz Schwarz aus Untereuerheim (zweimal Gold, viermal Silber) sowie an Herbert Unger aus Stadtlauringen-Wetzhausen (einmal Gold, einmal Bronze). 

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