Gerolzhofen

Kolping in Kampf gegen den Hunger in Kenia

Kolping in Kampf gegen den Hunger in Kenia.
Foto: Josef Stumpf | Kolping in Kampf gegen den Hunger in Kenia.

Das Wundermittel kommt in der unscheinbaren Form eines löchrigen, grünen, kleinen Sackes daher. Auf kleinsten Raum mit wenig Wasser wird möglichst viel geerntet. Das trägt zur Nahrungssicherheit bei; der Aufwand ist niedrig, der Ertrag ist reichhaltig.

Während die Corona-Pandemie die Welt in Griff hat, bekämpft Kenia zusätzlich noch eine weitere Katastrophe, die Heuschrecken-Plage. Mit dem Einsatz von Pestiziden hatte man die Sachlage erstmal in den Griff bekommen. Dann gab es große Regenfälle mit riesigen Überschwemmungen. Dieses waren super Bedingungen für die Reproduktion der Wüstenheuschrecke. Winde unterstützenten die Verbreitung der Insekten. Es kam zur schlimmsten Plage der letzten 25 Jahre. Hunderte Millionen von Heuschrecken überfielen das Land in der Größe vom hiesigen Saarlandes. Die Dimensionen sind weit über der Norm. Bei gutem Wind kann ein Schwarm am Tag 150 km zurücklegen und vernichtet dabei den Mais, Ananas und Mangobäume. Junge Pflanzen, der Wind und der feuchte Boden sind beste Voraussetzungen für die Vermehrung der Wüstenheuschrecke. Die Regierung versucht mit dem Einsatz von Pestiziden dem Ganzen erneut Herr zu werden, um die zweite Welle einzudämmen.

In den Slums von Nairobi findet man keinen Gemüsegarten vor den Türen der notdürftigen Baracken. Doch gibt es auch hier bereits Bauern, die ihre Kohlköpfe, Spinat, Paprika und Frühlingszwiebeln in den Säcken anbauen, die mit Erde gefüllt sind. In den kinderreichen Familien wissen die kleinsten, was es bedeutet Hunger zu haben. Sie passen auf, dass die Stauden nicht beschädigt werden, denn sie wissen genau, dass diese Pflanzen sie ernähren.

Der wichtigste Wirtschaftszweig in dem ostafrikanischen Land ist die Landwirtschaft. Das meistangebaute Gemüse ist Sukuma Wiki, eine Art Grünkohl. Hier kommt der Pflanzsack ins Spiel. Er ist praktisch, benötigt kaum Platz kann direkt am Haus oder in den Städten auf dem Balkon aufgestellt werden. Selbst in den Slums findet diese Pflanzform bereits ihren Platz. Allerdings ist es wichtig, dass mit sauberem Wasser gegossen wird. Hier hat Kolping ja schon mit dem Zisternenprojekt große Hilfe geleistet. So ist die Nahrungsmittelproduktion in Säcken gesundheitsförderlich und kommt auch Menschen zugute, die kein eigenes Land besitzen. Aber wie bei den anderen Projekten, der Ziegenhaltung und den Wasserbehältern, ist es überaus wichtig, dass die Bauern vor Ort eine Schulung bekommen. Deshalb ist es der Kolpingsfamilie wichtig nicht nur das Material und die Pflanzen zu sponsern, sondern ganz essentiell ist besagtes Wissen anzueignen im Umgang mit dem Pflanzsackprojekt. Landwirtschaft muss gelernt sein, man braucht umfangreiches Wissen um die Situation vor mit dem Gegebenheiten händeln zu können.

Die Kolpingsfamilie Gerolzhofen möchte gezielt auch das Projekt „Pflanzsäcke“ mit dem Konto bei der Raiffeisenbank, IBAN: DE70 7936 2081 0001 2738 33 BIC: GENODEF1GZH unterstützen. Flyer liegen in der Kirche und im Eine-Welt-Laden aus. Sie investieren in Hilfe zur Selbsthilfe. Das gibt den Menschen in Kenia die Chance sich aus der Armut zu befreien. Die Kolpingsfamilie dankt allen bisherigen Spendern für die große Unterstützung.

Von: Uli Fritz, Schriftführerin; Kolpingsfamilie Gerolzhofen

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