Garstadt

Künstlergruppe beweist Kreativität

Gut 50 Exponate gibt es im Mainkunsthaus von Isa Wagner, Edith Fersch, Walter Bausenwein (hinten von links), Anita Tschirwitz und Jürgen Stäblein (vorne) zu besichtigen.
Foto: Daniela Schneider | Gut 50 Exponate gibt es im Mainkunsthaus von Isa Wagner, Edith Fersch, Walter Bausenwein (hinten von links), Anita Tschirwitz und Jürgen Stäblein (vorne) zu besichtigen.

Die jährliche Gemeinschaftsausstellung der Künstlergruppe „Art Breeze“ ist für viele Kunstfans in der Region ein fester Termin. Bereits zum siebten Mal stellt die Gruppe ihre Werke in der Garstadter Galerie im Mainkunsthaus von Isa Wagner aus. Mit ihr stellen Edith Fersch, Jürgen Stäblein, Anita Tschirwitz und Walter Bausenwein aus.

Jedes Jahr gelingt es der Künstlergruppe, die Betrachter zu überraschen. Immer wieder begeben sich die fünf Künstler, diesmal unterstützt von Bilderhauer Michael Heide, auf kreatives Terrain.

Dabei müssen es nicht immer neue Werke sein. Walter Bausenwein (Mühlhausen) stellt diesmal Werke aus, die vor 2010 entstanden sind, die Öffentlichkeit aber noch nie gesehen hat. Die Wachsreservierungen sind im traditionellen Batikverfahren entstanden, besonders spannend machen sie die unterschiedlichen Trägerstoffe. Mal hat Bausenwein zart-changierende Dupionseide verwendet, mal hat er diese mit Wildseide kombiniert. Filigran aneinander genäht entstehen effektvolle Werke voller dramatischer Brüche und filigraner Krakelaturen. Bausenweins Künstlerherz gehört momentan aber den Seidenkokons, drei Bäumchen in verschiedenen Farben hat er im Atelier arrangiert.

Die größte Überraschung ist diesmal Jürgen Stäblein, neben einigen wenigen Aquarellbildern hatte der Schweinfurter mal wieder „Lust auf Acrylmalerei“ und sorgt gleich im Eingangsbereich mit seinem Werk „face on the wall“ für Diskussionsstoff. Das Gesicht mit dem stoischen Blick ist nämlich bewusst geschlechtslos gehalten. Und schon die Künstlerriege diskutiert kritisch die verschiedenen Sichtweisen.

Weitere Werke Stäbleins im Obergeschoss zeigen die für ihn typischen fränkischen Motive oder Blüten in Aquarelltechnik, dazwischen überraschen die Peterstirn in knalligem Acryl und die monochrome Impression einer mediterranen Siesta.

Anita Tschirwitz aus Schwanfeld ist wie gewohnt experimentierfreudig, in diesem Jahr dominieren Zeichnungen. Mal hat sie Stofftaschen mit einer wichtigen Botschaft zu einem Gesamtkunstwerk vereint, dann wagt sie sich mit feiner Zeichenstiftführung an ein Selbstporträt und versieht Steine mit Tuschestrichen, inspiriert von den jahrhundertealten Furchen und Markierungen, die die Steine ihr anbieten.

Isa Wagner arbeitet gerne mit Schelllack und Acrylfarbe. Die Materialbeschaffenheit hat die verschiedensten Gesichter. Ganz zufällig entstehen spannende Farbverläufe. Vieles ist auf den für Wagner typischen großformatigen Flächen mit bunten Farben gemalt, dazwischen gibt es aber auch neue kleinere Fotocollagen von Originalzeichnungen.

Die Schweinfurterin Edith Fersch hat sich ins „Blaue“ gewagt, treu geblieben ist sie dabei der Hinterplexiglasmalerei. Während im Eingangsbereich die für Fersch typischen signifikanten Spuren im Glatteis hinter Acrylglas zu entdecken sind, hängen im nächsten Raum Plexiglaswerke in knalligen Blautönen, dazu zarte Papiercollagen, aber auch einige Acrylbilder in kräftigen Farben.

Als Gast ist Bildhauer Michael Heide aus Burglauer dabei. Er stellt Skulpturen und Reliefs aus Keramik unter dem Titel „Wächter“ aus.

Hinweis: Die Ausstellung ist am Sonntag, 19. November, ab 14 Uhr geöffnet sowie an den drei aufeinanderfolgenden Sonntagen von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen sowie nach telefonischer Vereinbarung, Tel. (0 97 22) 75 60.

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