Eßleben

Landwirtschaft, Umwelt und Ernährung im Blick

Für den Erntedankgottesdienst hatte Gertraud Göb einen voll bepackten Früchtekorb zurechtgestellt.
Foto: Roland Frühwacht | Für den Erntedankgottesdienst hatte Gertraud Göb einen voll bepackten Früchtekorb zurechtgestellt.

Vor fast 20 Jahren sprach der damalige Wernecker Bürgermeister Paul Heuler Gertraud Göb an, für den Kreistag zu kandidieren. Seither ist die 63-Jährige schon viermal in dieses Kommunalparlament gewählt worden. Für ihre nunmehr 18-jährige Mitgliedschaft im Kreistag zeichnete sie Landrat Florian Töpper mit der Ehrenurkunde des Landkreises aus. Gertraud Göb ist vor allem durch ihr Engagement im Bereich Ernährungs- und Verbraucherberatung bekannt.

"Mir war es immer wichtig, alle Altersgruppen zu erreichen", versichert sie, die nach ihrem Schulabschluss eine Lehre als staatlich geprüfte Wirtschafterin und Meisterin der städtischen Hauswirtschaft abschloss. Dass sie, die aus Bergtheim, Landkreis Würzburg, stammt, später den Meisterkurs für die ländliche Hauswirtschaft belegte, ist der Einheirat in einen landwirtschaftlichen Betrieb geschuldet. Sich im Ehrenamt zu engagierten, war Tradition in ihrer Schwiegerfamilie. Im Bayerischen Bauernverband (BBV) nahm Gertraud Göb auf örtlicher Ebene und auch landkreisweit Führungsaufgaben wahr, wobei sie stets auf die Unterstützung ihrer Familie zählen konnte.

"Tür und Tor" öffneten sich für ihr Wirken im Vermitteln von praktischen und theoretischen Fähigkeiten zur Haushaltsführung durch ihre Zusammenarbeit mit Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Ob als Prüferin bei Berufswettkämpfen der Landjugend, bei Abschlussprüfungen zur Hauswirtschaftsmeisterin und bei Kochvorträgen, immer ging es ihr darum, den Frauen Kompetenz, Fachwissen und auch eine ganzheitliche Sicht des Lebens auf dem Land zu vermitteln. Das umfasst für Gertraud Göb nicht nur Tortenbacken, sondern auch das Wissen um gesellschaftlich relevante Themen. Für das Bildungsangebot des BBV hat sie fast während zwei Jahrzehnten Kochkurse gehalten. Besonders engagierte sie sich für das Projekt "Landfrauen machen Schule".

"Ich habe immer gerne unsere Region vertreten", so charakterisiert sie ihr Wirken im BBV. Als Beispiele nennt sie den Stand des BBV auf der Mainfrankenmesse oder das Zentrallandwirtschaftsfest in München. 2008 galt es "60 Jahre Landfrauen" im BBV am Berufsschulzentrum zu feiern. Hier war es ihr wichtig, auch die städtische Bevölkerung zu erreichen. Dass die bayernweiter Eröffnung des Tages des Hofes 2012, eine Veranstaltung des BBV, in Eßleben ein voller Erfolg wurde, dafür waren auch die örtlichen Landfrauen mit Gertraud Göb an der Spitze verantwortlich.

"Im Kreistag vertrete ich die Landwirtschaft im Umweltausschuss", meint sie. Themen wie Ausgleichsflächen, Natur- und Umweltfond, die Gründung eines Landschaftspflegeverbandes stehen hier auf der Tagesordnung. Einen hohen Stellenwert nimmt dabei das Abfallzentrum Rothmühle ein. Nicht ohne Stolz erwähnt sie, dass der Landkreis die erste Biovergäranlage in Unterfranken unterhielt.

"Ein Herzensanliegen war und ist mir die Bildung im ländlichen Raum", betont sie. Sie wünscht, dass das zurzeit vom Landkreis aufgestellte Klimaschutz- und Mobilitätskonzept möglichst zur Zufriedenheit vieler Einwohner des Landkreises ausfällt.

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