Gochsheim

Leo Kraßnitzer gestorben: Mann mit Humor und Liebe zur Heimat

Der bekannte und in Gochsheimer Vereinen aktive Leo Kraßnitzer ist am 16. November, wenige Wochen vor seinem 84. Geburtstag, gestorben. Geboren wurde er am 11. Dezember 1936 in St. Peter ob Gurk im österreichischen Gurktal als zweites von zehn Kindern. Aufgewachsen in karger Zeit schwärmte er stets von seiner Kindheit in der Großfamilie. In Kärnten wurde er zum Kaufmann ausgebildet. 1959 kam er nach Nürnberg und begann bei "Spar" in der Obst- und Gemüse-Abteilung. Dort lernt er seine Irmgard kennen, "die Liebe seines Lebens". Januar 61 wurde im Heimatort im Dom zu Gurk geheiratet.

Leo Kraßnitzer
Foto: Michelic&Partner Software GmbH | Leo Kraßnitzer

Dann der Umzug nach Schweinfurt und sein beruflicher Start bei Edeka im Großhandel. Kraßnitzer machte dort Kariere, war ein geschätzter Mitarbeiter bis er 1996 in den Ruhestand ging. Als Familienmensch war er nicht nur Ehemann und Vater für seine Töchter Marion und Heike, sondern seinen drei Enkelkindern auch ein leidenschaftlicher Opa. Doch es blieb auch Zeit für Skifahren, Wandern und Bergsteigen.

Leo Kraßnitzer trat 1978 dem Gochsheimer Carnevals Club (GCC) bei und übernahm im März 1979 das Amt des Vorsitzenden, das er zehn Jahre innehatte. Gemeinsam mit Otto Geyer, Ludwig Voit und Horst Denzer richtete er unter dem Banner des GCC die beiden historischen Feste 1980 und 1983 aus. Auch die Neugründung des jetzigen Musikverein Gochsheim/Weyer gestaltete er entscheidend mit. Leo Kraßnitzer ist zu verdanken, das sich beim GCC eine Weihnachtstombola etablierte durch die der Carnevals Club schon viele Tausend Euro für wohltätige Einrichtungen spenden konnte. Er galt nicht nur als guter Organisator, sondern auch als ein Mann, der mit Humor und österreichischem Charme Gesellschaften alleine unterhalten konnte. Beliebt waren seine Hans Moser-Imitationen. Für seinen Einsatz für den GCC, auch als Büttenredner und bei der Zwieflelf, erhielt Leo Kraßnitzer 1995 die höchste Auszeichnung des fränkischen Faschings, den "Till von Franken".

Als Gründungsmitglied war Kraßnitzer dabei, als der Historische Förderkreis Gochsheim-Weyer 1982 gegründet wurde. Er war viele Jahre Museumsführer und Theaterspieler in der Reichsschultheiß-Spielgruppe und immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.

Als Anerkennung für seine Leistungen im Verein wurde er 2003 zum Ehrenmitglied ernannt. Als ihm aus gesundheitlichen Gründen das Gehen schwerer fiel, stieg er aufs Rad um, was ihm viel Freude bereitete. Obwohl fast drei Viertel seines Lebens in Deutschland, blieb er immer seiner Heimat Kärnten verbunden. Als es ihm in den letzten Jahren schwer fiel die lange Reise selbst zu unternehmen, begleiteten ihn seine Töchter, zuletzt heuer im August, nach Kärnten, wo er seine Familie traf. Er liebte seinen Garten und war leidenschaftlicher Koch, der für seine Bratkartoffeln und Fleischküchle bekannt war. 

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