GRAFENRHEINFELD

Luftballons gegen Atomkraft

500 bunte Luftballons lassen Atomkraftgegner am Samstag, 16. November, am Atomkraftwerk (AKW) Grafenrheinfeld in die Luft steigen. Sie beteiligen sich an einer bundesweiten Luftballonaktion zum Thema Katastrophenschutz.

Mit den Luftballonstarts an sechs Atomkraftwerken, die weiterhin am Netz sind (Lingen, Grohnde, Grafenrheinfeld, Neckarwestheim, Philippsburg und Ohu/Isar), will ein Bündnis lokaler Anti-Atom-Initiativen die Gefahren ins Blickfeld rücken, die sich ihrer Meinung nach aus dem Weiterbetrieb von neun AKWs in Deutschland ergeben. Dabei werden an jedem AKW jeweils „fünf vor zwölf“, also um 11.55 Uhr, je 500 mit Ballongas gefüllte Luftballons aus Naturkautschuk gestartet.

Die Aktion soll zeigen, wie schnell und wie weit sich die Ballons als Symbol für radioaktive Partikel bei einer großen Reaktorkatastrophe- ausbreiten können, heißt es in der Pressemitteilung. Die an den Ballons befestigten Postkarten können zurückgeschickt oder die Findeadresse online eingegeben werden. Eine Karte im Internet wird die einzelnen Fundorte und damit die Verbreitung der Ballons dokumentieren.

Die Protestaktion ist an die Innenminister gerichtet, die sich im Dezember mit der Katastrophenschutzplanung auseinandersetzen wollen. Sie sollen dem Katastrophenschutz realistische Daten zugrunde legen und den Nachweis erbringen, dass die Menschen in Deutschland bei einer großen Reaktorkatastrophe effektiv vor der radioaktiven Strahlung und deren Folgen geschützt werden können, hießt es. Da das nach Meinung der Akteure nicht möglich ist, fordern sie, alle noch laufenden Atomanlagen sofort stillzulegen.

Am Standort Grafenrheinfeld wird die Aktion vom Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz/Kreisgruppe Schweinfurt veranstaltet. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Adam-Tasch-Weg zwischen Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld am Deich (Zufahrt links neben der Main-Brücke/Sicht auf das AKW).

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