Schweinfurt

Martin Schneier ist neuer Stadtbrandrat

Führungswechsel bei der Feuerwehr: (von links): OB Sebastian Remelé, Andreas Oesterreich (bisheriger Stadtbrandrat), sein Nachfolger Martin Schneier, Stadtbrandinspektor und kommissarischer Sachgebietsleiter Karl-Heinz Thiemer, Leon Huppmann (Jugendwart), Peter Schmitt (neuer Vize-Vorsitzender des Feuerwehrvereins) sowie Jan von Lackum. Foto: Uwe Eichler
| Führungswechsel bei der Feuerwehr: (von links): OB Sebastian Remelé, Andreas Oesterreich (bisheriger Stadtbrandrat), sein Nachfolger Martin Schneier, Stadtbrandinspektor und kommissarischer Sachgebietsleiter ...

Gab es einen „Schwelbrand“ an der Spitze der Feuerwehr und wenn ja, ist er nun gelöscht? „Es war kein Feuer unterm Dach“, sagt Jan von Lackum, Ordnungsreferent der Stadt, zum brenzligsten Punkt der jüngsten Feuerwehrversammlung: Der nichtöffentlichen Wahl von Martin Schneier zum Stadtbrandrat.

Der Nachfolger von Andreas Oesterreich setzte sich am Dienstag mit 78 zu 19 Stimmen gegen Mitbewerber Christian Link durch. Der Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatte als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr seine Gegenkandidatur angekündigt. Die Dienstversammlung hinter verschlossenen Türen, mit der Vorstellung der beiden Kandidaten und deutlichem Ergebnis – sie soll recht ruhig und harmonisch verlaufen sein. Die Feuerwehrspitze selbst hielt sich bedeckt und verwies für Stellungnahmen einhellig aufs Rathaus. Aber auch von Lackum wollte nicht zu sehr ins Detail gehen. Der Stadtrat muss Schneier nun noch im Ehrenamt bestätigen.

Der 43-jährige Berufsfeuerwehrmann aus Wipfeld ist bislang Leiter der Abteilung 3 der Ständigen Wache und Vize des kommissarischen Dienststellenleiters Karl-Heinz Thiemer.

Weniger harmonisch als die Wahl verlief auf jeden Fall die Vorgeschichte: 2015 war Oesterreich wegen häufiger Abwesenheit die Tätigkeit als Sachgebietsleiter im Amt für Brand- und Katastrophenschutz entzogen worden. Bis Ende Juli ist er nun noch Stadtbrandrat.

Schon Mitte März sollte in einer gemeinsamen Dienst- und Mitgliederversammlung der Nachfolger des „SBR“ gewählt werden. Wegen eines Formfehlers wurde dieser Termin abgesagt. Stattdessen gab es vor der öffentlichen Mitgliederversammlung nun eine Wahl in interner Dienstversammlung – laut von Lackum in korrekter Anwendung der Gesetzeslage.

Oesterreich selbst war bei beiden Sitzungen anwesend, wie es heißt, jeweils ohne Wortbeitrag. Die Ämter von Sachgebietsleiter und Stadtbrandrat, die in Schweinfurt bislang in Personalunion geführt worden sind: Sie bleiben bis auf Weiteres getrennt.

In der regulären Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr berichtete Jochen Ankenbrand, Vorsitzender von 325 Vereinsmitgliedern, über die gemeinsamen Aktivitäten 2015.

Die Wahlen unter Leitung von Oberbürgermeister Sebastian Remelé gingen zügig über die Bühne. Nachdem Matthias Schmitt nicht mehr als Zweiter Vorsitzender antrat, galt es auch für ihn einen Nachfolger zu finden: Thomas Heinz, bekannt von der Jugendfeuerwehr, trat gegen Ex-Stadtbrandrat Dieter Becker und Peter Schmitt von der Ständigen Wache an. Von 91 Wahlberechtigten gaben 89 ihre Stimmen in geheimer Wahl ab, davon entfielen 26 auf Heinz, 22 auf Becker und 39 auf Schmitt, zwei Stimmen waren ungültig.

Da der neue Vize Schmitt bislang den Posten des Kassenprüfers innehatte, wird es hier einen weiteren Wahltermin geben. Zur Vertrauensfrau wurde Corinna Lindemann gewählt., der ebenfalls vorgeschlagene Martin Lode durfte als „Führungsdienstgrad“ nicht antreten. Einstimmig entlastet wurde Kassier Udo Fischer.

Vom OB gab es einen Extradank an die Floriansjünger, für den Einsatz im „herausfordernden Jahr 2015“. Remelé verwies nicht zuletzt auf anstehende Modernisierungen und Investitionen für Fuhrpark, Wachgebäude, Heizung und Schlauchpflegeanlage.

Details zum Einsatzjahr, mit Transformatorenbrand, entlaufenen Kamelen sowie insgesamt 297 Brandeinsätzen, 431 Technischen Hilfeleistungen, 196 Sicherheitswachen und 19 sonstigen Tätigkeiten gab es im Jahresbericht nachzulesen.

Treue Floriansjünger

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr galt es, treue Feuerwehrkameraden und -kameradinnen zu ehren. Für zehn Jahre Mitgliedschaft erhielten eine Urkunde und das Vereinsabzeichen in Bronze: Florian Brönner, Bernhard Götz, Corinna Lindemann, Katharina Müller, Moritz Riedl, Robert Sims, Matthias Stockinger, Melanie Urlaub und Heike Wagner. Für 20-jährige Zugehörigkeit erhielt Ludwig Specht die silberne Vereinsnadel. Für 30 Jahre Mitgliedschaft bekam Bernd Reichert sowie Reinhold Richard einen Präsentkorb. Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten folgende Mitglieder die Vereinsnadel in Gold und einen Präsentkorb: Valentin Federlein, Karl-Heinz Hruschka, Arthur Kugler und Winfried Pfaff.

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