Schweinfurt

Medienmobil bietet Hilfe bei der Impfanmeldung

Seit Jahresbeginn ist das Medienmobil der Offenen Sozialen Dienste der Diakonie unterwegs. Es bietet Schulungen für das Handy, das Tablet und das Internet an sich an.
Mit dem Medienmobil unterwegs, von links: Christiane Fellows, Gloria Mac Lachlan und Conny Hüntink.
Foto: Gloria Mac Lachlan | Mit dem Medienmobil unterwegs, von links: Christiane Fellows, Gloria Mac Lachlan und Conny Hüntink.

Das Handy oder das Tablet sind längst nicht allein in der Jugend und bei den unter 60-Jährigen ein Muss, inzwischen haben die neuen Medien auch die Älteren erreicht. Längst aber noch nicht alle. Die Furcht vor der Technik ist nach wie vor weit verbreitet. Und hier setzt eine neue Initiative der Diakonie, genauer gesagt des Mehrgenerationenhauses am Martin-Luther-Platz an. "Ausgebuchte Handysprechstunden und Wartelisten für Tablet-Kurse in den Mehrgenerationenhäusern beweisen, dass sich nicht nur junge Menschen für die Neuen Medien interessieren", heißt es bei den Offenen Sozialen Diensten der Diakonie.

Seit Jahresbeginn gibt es darum zusätzlich das Medienmobil. Waren bisher die beiden Mehrgenerationenhäuser in Schweinfurt und Schwebheim Anlaufstelle für die, die Beratung suchen, soll das Mobil in die einzelnen Kirchengemeinden, Begegnungscafés oder auch Sportheime kommen und dort Impulse für die Begegnung über Generationen hinweg und auch mit kirchenfernen Menschen setzen. "Das war der Plan", sagt Projektleiterin Christiane Fellows. Wegen des Lockdowns ist dies wohl noch für geraume Zeit nicht möglich. Und darum setzt das Team, zu dem auch die Trainerin Conny Hüntink und die Medienspezialistin Gloria Mac Lachlan gehören, auf die 1:1-Begegnung.

Zu einer dieser Begegnung kam es mit der 83-jährigen Ärztin Dr. Rosemarie Klingele. Sie hat früher als Medizinerin mit ihrem Mann in Afrika Hilfsbedürftigen geholfen. In den letzten viereinhalb Jahren hat sie Flüchtlinge in den Conn-Barracks betreut. Als dies nicht mehr möglich war, die Flüchtlinge über ganz Bayern verteilt wurden, wurde sie von der Diakonie gefragt, ob sie sich nicht auch um Obdachlose, Nicht-Sesshafte, sozial Bedürftige kümmern könnte. Für sie war dies keine Frage. Sie bietet nun regelmäßig Sprechstunden an.

Fragen zu Apps, Clouds und Online-Banking,

Inzwischen ist das Thema Impfen ein ganz Großes. Die Registrierung für den Impftermin ist kompliziert, treibt vor allem Ältere, die von Kindern oder Enkeln keine Hilfe erhalten können, oft in die Verzweiflung. Hier will sie helfen.

Als Dozentin kommt Conny Hüntink direkt zu den Menschen. Viele schöpfen nur einen Teil der Möglichkeiten eines Handys, Tablets oder Laptops aus. Telefonieren, SMS oder die Internetsuche klappen meistens ganz gut, weiß das Team des Medienmobils. Oft gebe es aber Fragen zu Apps, Clouds und anderen Themen, wie dem Online-Banking, dem Einkaufen oder der Nutzung als Navi. Hier hilft Hüntink. Für diejenigen, die keine eigenen Geräte besitzen, hat das Medienmobil Smartphones, Notebooks, Digitalkameras und ein Video-Equipment mit an Bord. "Jeder kann sich ausprobieren" sagt Hüntink.

Das Internet spielt in der Impfaktion der Diakonie eine wichtige Rolle. Beispielsweise bei der Kontaktaufnahme. Für Rosemarie Klingele hilft es auch bei der Recherche zu Entwicklungen und beim Austausch mit Fachkollegen, zu denen sie auch Kontakte herstellen kann.

Gerade hat sie mit der studierten Social-Media-Managerin Gloria Mac Lachlan ein Video gedreht, mit dem sie über die Bedeutung des Impfens informiert. Sie verweist auf die Erfolge der Influenza-Impfungen und verdeutlicht, dass das aktuelle Corona-Virus und seine Mutanten sehr viel ansteckender und damit deutlich gefährlicher sind. Es sei ganz wichtig, dass die gesamte Bevölkerung konsequent geimpft wird. Sie lässt sich nicht nur zum eigenen Schutz, sondern auch zu dem ihrer Patienten impfen.

Das Medienmobil hilft vor Ort, egal ob bei der telefonischen Registrierung oder Onlineanmeldung. Gemeinsam werden die persönlichen Abfragen eingegeben und die Registrierung abgeschlossen, unter vollem Datenschutz und mit den bekannten Hygienemaßnahmen. Der Service ist kostenlos.

Anmeldung montags bis freitags, zwischen 10 und 12 beziehungsweise 13 und 15 Uhr, unter Telefon (09721) 7303022.

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