SENNFELD

Mit dem Gemüsebike durchs Gemüsebeet

Das Gemüsebike testeten (von links) Bürgermeister Emil Heinemann, Werner Bandorf, Dagmar Stonus, Hans Fischer, Bürgermeisterin Helga Fleischer, Wolfgang Fuchs und stellvertretende Landrätin Christine Bender.
Foto: Klemens Vogel | Das Gemüsebike testeten (von links) Bürgermeister Emil Heinemann, Werner Bandorf, Dagmar Stonus, Hans Fischer, Bürgermeisterin Helga Fleischer, Wolfgang Fuchs und stellvertretende Landrätin Christine Bender.

„Gemüse- und Kräutervielfalt erleben und genießen!“ Diesem Motto folgen seit 2011 die drei Gemeinden Sennfeld, Schwebheim und Gochsheim im Schweinfurter Mainbogen mit dem Projekt „Kräuter, Kraut und Rüben“. Als letzter in den drei Gemeinden übergab jetzt Sennfelds Bürgermeister Emil Heinemann Gemüsepavillon und Gemüselehrpfad der Öffentlichkeit.

Im Gemüsepavillon inmitten des Sennfelder Gemüseanbaugebiets an der Reichelshofer Straße bietet eine interaktive Ausstellung einen farbenfrohen Informationsmix auch mit spielerischen Elementen zu den Aspekten Natur- und Kulturlandschaft sowie Gemüseanbau und Vermarktung. An einer Audiostation können sich Besucher ein Bild über die Gefahren von Unwettern auf den Gemüseanbau machen. Die moderne Medienstation hält eine große Themenvielfalt bereit. Hier dokumentieren Filme die Arbeit der Sennfelder Gemüseanbauer von der Aussaat bis zur Ernte. Unabhängig von Saison und Jahreszeit kann der gesamte Sennfelder Gemüselehrpfad virtuell besucht werden.

Heinemann verwies auf die Rezeptsammlung, die die Zubereitung einiger Sennfelder Gemüsespezialitäten verrät, und den passenden Kalender, der Auskunft gibt, welches Gemüse wann Saison hat. Dass in Sennfeld auch das Brauchtum sorgfältig gepflegt wird, zeigen historische und moderne Filme zur Kirchweih und zum Erntedankfest. Wer sich über Bad Sennfeld informieren möchte, findet dazu in der Medienstation ebenso interessante Inhalte wie zur Ökologie.

Der Gemüsepavillon besitzt auch einen Aufenthaltsraum für Gruppen, die sich hier für Führungen mit kleinen Gemüsekostproben treffen können. Am Gemüsekarussell können lustige Gemüsekreationen geschaffen werden. Geöffnet ist der Gemüsepavillon vom 1. April bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr.

Der 2,3 Kilometer lange Gemüselehrpfad führt durch die so genannten Badgärten. Auf bis zu 40 ständig wechselnden Info-Tafeln erfahren die Besucher Wissenswertes über Geschichte, Anbau und Besonderheiten des Sennfelder Gemüses. Die Tafeln bieten auch so manchen Rezepttipp und für Kinder eine eigene Wissensecke mit dem „Sennfelder Krautmännlä“. Vorab können sich die Besucher am „Marktstand“ – einer bildlichen Darstellung der Sennfelder Gemüsevielfalt – informieren, welches Gemüse „im Angebot“ des Gemüselehrpfads ist. Als Tipp empfiehlt Bürgermeister Heinemann einen Spaziergang zur Aussichtskanzel Maintalblick.

Und noch eine Besonderheit: Mit dem „Gemüsebike“, auf dem sechs Leute Platz nehmen können, kann man gemeinsam mit Gästeführern die Landschaft erkunden.

Sennfeld ist mit dem Projekt „Kräuter, Kraut und Rüben“ auch Standort des Lern- und Erlebnisprogramms für Grundschulen „Erlebnis Bauernhof“. Die bisherigen Kosten für den Gemüsepavillon belaufen sich laut Heinemann auf 120 000 Euro. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Auch eine Förderung über das Leader-Programm wird erwartet.

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