Dingolshausen

Musik begeistert, fesselt und berührt

Tritt am Palmsonntag auf: Der Organist Thomas Köhler gibt an der Eichfelder-Orgel in Dingolshausen ein Konzert.
Foto: Gerald Effertz | Tritt am Palmsonntag auf: Der Organist Thomas Köhler gibt an der Eichfelder-Orgel in Dingolshausen ein Konzert.

Der Organist Thomas Köhler wurde 1971 in Nürnberg geboren und erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Orgelunterricht. Seit 1990 ist er nebenamtlich als Organist in der ehemaligen Benediktinerabtei Weißenohe im Landkreis Forchheim sowie zur Aushilfe in zahlreichen Kirchen der Region konfessionsübergreifend tätig. Fortbildungen bei Regionalkantoren des Erzbistums Bamberg, bei Prof. Franz Lehrndorfer und Meisterkurse der ION Nürnberg vertieften seine Studien. Er spielt am Palmsonntag auf der 2002 erbauten Eichfelder-Orgel in Dingolshausen. Das Orgelkonzert hat das Motto „Musik über die Jahrhunderte im Jahre der 850-Jahr-Feier der Gemeinde Dingolshausen“. Mit dem Künstler unterhielten wir uns vor seinem Auftritt.

Frage: Auf welches Stück freuen Sie sich besonders, dass Sie in Dingolshausen spielen und warum? Verraten Sie uns auch ein/zwei weitere Stücke ?

Thomas Köhler: Ich freue mich besonders auf die „Kleine Nachtmusik“ von Mozart. Sie ist vielen Leuten sehr bekannt, allerdings haben wenige eine Version auf der Orgel gehört. Die Orgelversion habe ich im Rahmen eines ION-Konzertes in Nürnberg gehört und ich war so beeindruckt, dass ich spontan die Noten bestellt habe. Ein weiteres Stücke ist das „Dank sei dir Herr“ von Händel. Es ist ein würdiger Choral, der sich mit vielen Klangfarben vom piano bis ins Tutti steigert. Ebenso klangvoll ist „Lobet den Herrn mit Pauken und Zimbeln schön“ von Karg-Elert. Dieser Siegeszug könnte mit dem Einzug Jesus in Jerusalem am Palmsonntag gleichgesetzt werden.

Sie kennen die Eichfelder-Orgel (Anm. der Red. Thomas Köhler spielte bereits zwei Konzerte), was begeistert Sie an diesem Instrument und grundsätzlich

an der Königin der Instrumente ?

Köhler: Die Eichfelder-Orgel in Dingolshausen ist nicht nur optisch interessant und durch ihre Farbe und Form etwas außergewöhnlich. Dadurch hebt sie sich von anderen Instrumenten ab. Klanglich bietet sie alle Möglichkeiten die Orgelmusik aller Stilrichtungen zu präsentieren. Grundsätzlich ist die Orgel ein so vielfältiges Instrument mit einem unerschöpfbaren Klangreichtum. Allerdings muss man die richtigen Register zur richtigen Zeit einsetzen, damit der Zuhörer von der Musik begeistert ist.

Ihre Lieblings-Stücke an der Orgel: Weihnachts-oder Osterlieder oder etwas gänzlich anderes ?

Köhler: Meine Lieblings-Stücke an der Orgel sind festliche Barockwerke. Der Glanz der Barockzeit, der Klöster, der Königshöfe wird für mich dabei musikalisch ausgedrückt und beschert mir einen kleinen Himmel auf Erden. Die schönsten Stücke sind hier der „Prince of Denmark?s march“ von Jeremiah Clarke und das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel.

Welche Musik hören Sie gerne privat? Was bedeutet Musik generell für Sie ?

So nebenbei beim Autofahren oder der Hausarbeit höre ich gerne Schlager, Volksmusik oder Pop. Das ist ein Ausgleich zur Klassik. Wenn ich bewusst konzentriert Musik höre dann gerne klassische Orchesterwerke aber wiederum mit dem Hintergedanken, ob nicht brauchbare Titel für die Orgel geeignet wären. Allerdings ist die Zeit für privates Musikhören begrenzt, denn rund 20 Orgelkonzerte im Jahr vorzubereiten, zu üben und ein Repertoire von etwa 20 Stunden Orgelmusik zu pflegen, verschlingt viel Zeit. Musik bedeutet generell für mich in eine „heile Welt“ abzutauchen, in der ich mich entspannen oder neue Kräfte tanken kann.

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