Schweinfurt

OB-Wahl Schweinfurt: Remelé, Eder und Laschka im Rededuell

Der OB-Wahlkampf nimmt Fahrt auf: Diese Redaktion veranstaltet am 5. Februar eine Diskussion zwischen Sebastian Remelé (CSU), Marietta Eder (SPD) und Holger Laschka (Grüne).
OB-Wahl Schweinfurt: Remelé, Eder und Laschka im Rededuell

Der Wahlkampf in Schweinfurt ist voll entbrannt, vor allem die OB-Kandidaten, Amtsinhaber Sebastian Remelé (CSU) sowie Marietta Eder (SPD) und Holger Laschka (Bündnis 90/Die Grüne), werben bei den Wählerinnen und Wählern intensiv für ihre Positionen.

Am Mittwoch, 5. Februar, um 19 Uhr treffen Remelé, Eder und Laschka bei einer Podiumsdiskussion aufeinander, die diese Redaktion im evangelischen Gemeindehaus in der Friedenstraße in Schweinfurt veranstaltet. Das Trio wird sich nicht nur mit den Themen der Moderatoren Oliver Schikora und Josef Schäfer auseinandersetzen, sondern auch das Publikum kann Fragen an die Bewerber stellen. Wer Fragen nicht selbst vortragen, sie aber dennoch platzieren möchte: bitte per Mail an redaktion.schweinfurt@mainpost.de mit dem Betreff "OB-Wahl". Bitte schreiben Sie auch Ihren Namen und Wohnort dazu. In der Veranstaltung werden wir nur den Namen des Fragestellers bekanntgeben und – zur besseren Einordnung – ggf. die politische Funktion, wenn er eine ausübt.

Sebastian Remelé wurde 2010 als Nachfolger von Gudrun Grieser für die CSU zum ersten Mal in das Amt des Oberbürgermeisters gewählt, er siegte in der Stichwahl. 2014 sicherte er sich schon im ersten Wahlgang mit 66,9 Prozent der Stimmen seine zweite Amtszeit mit klarem Vorsprung vor SPD-Kandidat Stephan Kuserau und Linken-Kandidat Frank Firsching. Die erste Amtszeit Remelés war um zwei Jahre verkürzt, seit 2014 wird der Oberbürgermeister wieder gemeinsam mit dem Stadtrat gewählt. Die Christsozialen stellen mittlerweile seit 28 Jahren den Oberbürgermeister, davor stellten die Sozialdemokraten von 1920 bis 1933 und 1946 bis 1992 durchgehend den Oberbürgermeister.

CSU nominierte Remelé mit 100 Prozent der Stimmen

Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU).
Foto: Oliver Schikora | Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU).

Amtsinhaber Remelé wurde im Mai dieses Jahres von der Mitgliederversammlung mit 100 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeister-Kandidaten gewählt. "Wir werden nicht aus Dankbarkeit gewählt", erklärte Remelé damals, "sondern weil man glaubt, dass wir die Zukunft gestalten." Sein Programm stellte er bei der Listen-Nominierung der CSU im November vor, es hat auch eine deutlich "grünere" Ausrichtung als früher. Remelé, dessen Fraktion mit 21 von 44 Stadtratsmandaten keine eigene Mehrheit hat, definiert sich als Kandidat der Mitte: "Wir sind die bürgerliche Mitte, die Sie mit Maß in die Zukunft führt, jenseits apokalyptischer Ängste und politischem Fanatismus", sagte er im November. 

OB-Kandidat Holger Laschka (Grüne).
Foto: Oliver Schikora | OB-Kandidat Holger Laschka (Grüne).

Der erste Kandidat für die Oberbürgermeister-Wahl am 15. März kam allerdings von den Grünen: Holger Laschka gab im April bekannt, als OB kandidieren zu wollen. Der 52-Jährige frühere Redakteur dieser Zeitung ist gebürtiger Schweinfurter, lebt inzwischen auch wieder hier und arbeitet als Pressesprecher der Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag in München. Für die letzten drei Wochen des Wahlkampfs hat Laschka angekündigt, dauernd vor Ort zu sein. Die Grünen wollen ihren Umfrage-Höhenflug auch in Schweinfurt nutzen, mehr als bisher drei Stadträte stellen. Laschka will Schweinfurt zum Vorreiter in Sachen ökologische Energiewende machen, als klimaneutrale, sozial gerechte, lebenswerte Stadt. Gegenüber der bisherigen Politik des OB findet er klare Worte: "Schweinfurt hat die Energiewende verpennt. Hier liegt Mehltau über der Stadt."

OB-Kandidatin Marietta Eder (SPD).
Foto: Oliver Schikora | OB-Kandidatin Marietta Eder (SPD).

"Aufbruchstimmung" verbreiten will SPD-Kandidatin Marietta Eder, die im September mit großer Mehrheit als OB-Kandidatin gewählt wurde. Die 42 Jahre alte Gewerkschaftssekretärin lebt seit Jahrzehnten in der Wälzlagerstadt. In der SPD ist sie als stellvertretende Landesvorsitzende sehr gut vernetzt. Sie will ein sozial gerechtes Schweinfurt, das sich seine Innovationskraft erhält und in der die Stadtverwaltung aktiv gemeinsam mit der Industrie die Rahmenbedingungen für den Wandel in Sachen Elektromobilität schafft.

Für Eder ist aktiver Klimaschutz ein Muss, genauso wie eine Diskussion darüber, welchen Platz in der Stadt Auto, Fahrrad und Fußgänger einnehmen sollen. Sie engagiert sich außerdem im Bündnis "Schweinfurt ist bunt", ist dort stellvertretende Vorsitzende. Seit Herbst ist sie als Nachfolgerin von Thomas End Stadträtin.

Die Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr. Einlass ist um 18.30 Uhr.

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