Schweinfurt

Radentscheid nimmt erste Hürde: Damit Radfahren sicherer wird

100.000 Unterschriften bayernweit und 408 in Schweinfurt. Martin Dettmar übergibt die vom Bündnis Radentscheid Bayern gesammten Unterschriften für die Zulassung eines Volksbegehren an die dritte Bürgermeisterin Ayfer Rethschulte.
Foto: Steffen Krapf | 100.000 Unterschriften bayernweit und 408 in Schweinfurt. Martin Dettmar übergibt die vom Bündnis Radentscheid Bayern gesammten Unterschriften für die Zulassung eines Volksbegehren an die dritte Bürgermeisterin Ayfer ...

Das erste Zwischenziel ist erreicht. Für die Zulassung des Volksbegehren Radentscheid konnten 100.000 Unterschriften bayernweit und 408 in Schweinfurt gesammelt werden. Die gesammelten Unterzeichnungen aus Schweinfurt übergab am vergangenen Mittwochnachmittag Initiator Martin Dettmar vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Schweinfurt vor dem Rathaus an die dritte Bürgermeisterin Ayfer Rethschulte.

In über 100 bayerischen Kommunen wurden an diesem Tag den Verwaltungen Unterschriftenbögen zur Prüfung übergeben. Voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer 2023 sind die Einwohnerinnen und Einwohner Bayerns dann aufgerufen, sich in ihrem Rathaus für den Radentscheid Bayern einzutragen. Innerhalb von 14 Tagen müssen sich dann mindestens eine Millionen wahlberechtigte Menschen eintragen, um ein Volksbegehren zu bewirken. Gefordert wird "ein bayerisches Radgesetz, das den Rahmen für eine echte Radverkehrsförderung im Freistaat schafft."

Sicheres, gutes und durchgängiges Radwegenetz gefordert

"Wir zählen auf die Unterstützung der Kommunen, dass sie die Eintragung so einfach wie möglich machen", fordert Dettmar vom ADFC. "Schließlich hilft das Radgesetz, das wir fordern, vor allem auch den Kommunen." Es müsse sich rasch etwas ändern, wird gefordert, "um nicht erst in Jahrzehnten bayernweit ein sicheres, gutes und durchgängiges Radwegenetz zu bekommen." Derzeit fehle es überall an guten Abstellanlagen, die Radmitnahme in Bus und Bahn sei teuer, nicht garantiert oder gar nicht möglich. Außerdem fehle an der Hälfte der Staats- und Bundesstraßen ein Radweg.

Es hänge zu sehr vom politischen Willen oder der finanziellen Lage der Kommunen ab, ob an Ort und Stelle etwas für den Radverkehr getan wird. Herauskommt ein Flickwerk unterschiedlichster oft ungenügender und häufig zugeparkter Radwege, erklärt Dettmar. "Dort möchte man weder sein Kind noch seine Oma radeln lassen!"

Alle Radfahrenden sind bedingt durch Infrastruktur- und Planungsmängel sowie Sichtbehinderung überdurchschnittlich gefährdet. Dettmar empfiehlt einen Blick ins europäische Ausland, in Städte wie Kopenhagen, Paris oder Barcelona. Dort könne man sehen, wie die Sicherheit und das Miteinander im Verkehr sich stark verbessern, wenn die schwächeren Verkehrsteilnehmenden und ihre Bedürfnisse respektiert werden. "Das wollen wir auch in Bayern", fordert Dettmar vom Bündnis Radentscheid.

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