Sennfeld

Richtfest am neuen Bauhof in Sennfeld gefeiert

Der moderne Neubau kostet über drei Millionen Euro und versorgt sich nahezu autark.
Richtfest gefeiert wurde am neuen Gemeindebauhof Sennfeld. Mit den Männern in Orange freuten sich darüber (von links) zweiter Bürgermeister Helmut Heimrich, dritter Bürgermeister Jürgen Bandorf, Landrat Florian Töpper, Bürgermeister Oliver Schulze und Generalunternehmer Peter Ebner (Mäx GmbH).
Foto: Silvia Eidel | Richtfest gefeiert wurde am neuen Gemeindebauhof Sennfeld. Mit den Männern in Orange freuten sich darüber (von links) zweiter Bürgermeister Helmut Heimrich, dritter Bürgermeister Jürgen Bandorf, Landrat Florian ...

Schneller als geplant geht der Bau des neuen Sennfelder Gemeindebauhofs voran, ein Projekt mit 3,15 Millionen Euro Nettokosten. So schnell, dass der Zeitpunkt des Richtfestes in der großen Halle am "Prünkel" dem tatsächlichen Baufortschritt etwas hinterherhinkte.

Das Dach ist bereits gedeckt, große Tore schließen schon das Stahlkonstruktionsgebäude mit 76,5 Meter Länge und 20 Meter Breite. Selbst die Fußbodenheizung in der Halle ist verlegt und die Bodenplatte betoniert. Trotzdem: Für das große Gemeindeprojekt musste mit Firmen, Gemeindeverantwortlichen und -mitarbeitern Richtfest gefeiert werden, auch um deutlich zu machen, wie wichtig der Bauhof und seine 15 Männer für die Kommune sind, "die Allzweckeinheit und Elitetruppe der Gemeinde", wie sie Bürgermeister Oliver Schulze nannte.

Sennfeld sei seit der Errichtung des jetzigen Bauhofs 1969 stark gewachsen und damit die Aufgaben des Bauhofs, sagte Schulze. Aber auch die Auflagen seien überall strenger geworden. Schließlich ist diese gemeindliche Einrichtung für vieles zuständig: vom Kanal bis zur Kirchturmspitze, von der Straßenreinigung bis zum Winterdienst, von der Grünpflege bis zur Renovierung von Gemeindeobjekten und der Kontrolle von Biberbauten, von der Unterstützung der Feuerwehr bis zur Mithilfe bei Veranstaltungen.

Nach dem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat 2018 über den Neubau auf dem 1,6 Hektar großen Gelände im Gebiet "Am Prünkel", einst gemeindlicher Kompostplatz, folgten Planung und die Vergabe an den Generalunternehmer Mäx GmbH (Sennfeld), blickte Schulze zurück. Spatenstich war am 5. August 2019, seither wurden 10 000 Kubikmeter Erde bewegt, 60 Tonnen Stahl für die Konstruktion benötigt, 12 000 Schrauben gebraucht und fast 1000 Tonnen Beton verbaut.

400 Quadratmeter Stellfläche

Enthalten wird die große Halle 400 Quadratmeter Stellplätze für Fahrzeuge, eine Waschstraße, unterteilbare Felder mit Werkstätten für Schlosser, Schreiner, Garten- und Landschaftsbauer, Maurer, Maler und Elektriker, dazu Lagerplatz sowie Büro-, Sozial- und Sanitärräume. Gegenüber der Halle werden auf der Freifläche teils überdachte Schüttboxen für diverses Material aufgestellt. Zudem wird im hinteren Bereich des Geländes Lagerfläche für Fremdfirmen geschaffen, wenn sie im Ort zugange sind. Die Fertigstellung des Bauhofs soll bis Jahresende erfolgen.

Wichtig war der Gemeinde, so Schulze, dass zum einen die Halle von Lieferverkehr umfahren werden kann. Zum anderen die ökologische und energetische Komponente. So wird das Oberflächenwasser über ein Grabensystem in das Biotop geleitet. Das Dachflächenwasser wird in Zisternen aufgefangen und beispielsweise zum Waschen der Fahrzeuge verwendet, ergänzte Peter Ebner, Geschäftsführer des Generalunternehmers Mäx. Für ihn war es wichtig, das Bauprojekt ganzheitlich abzubilden. Das bedeutet auch, mit intelligenter Technik ein reibungsloses Baumanagement zu führen.

Ganzheitlich heiße auch, so Ebner, im Vorfeld Wärme- und Energieberechnung vorzunehmen. Der neue Bauhof versorgt sich nahezu autark, hauptsächlich über eine 317 kW-Photovoltaikanlage auf dem Dach in Kopplung mit einer Wärmepumpe. Die Anlage erzeugt 270 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das reiche für den Eigenverbrauch von Wärme und Strom, damit werde sogar Geld verdient durch Einsparung und Einspeisung, sagte Ebner.

Sein Sohn Thomas kletterte schließlich in der Halle auf die Decke des integrierten Sozialbaus und trug den Richtspruch vor. Beifall kam dabei auch von Landrat Florian Töpper, der eingangs betont hatte, die öffentliche Hand sei sich der Verantwortung für ihre Mitarbeiter bewusst, gerade auch, wenn diese körperlich schwer arbeiten. Mit dem Neubau werde die Bedeutung der Bauhöfe für die Infrastruktur gewürdigt.

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