Schweinfurt

Schenkung aus dem Familienbesitz der Familie Strathausen

Die Familie Strathausen schenkte der Stadt Schweinfurt drei Porträts.
Foto: Kulturforum | Die Familie Strathausen schenkte der Stadt Schweinfurt drei Porträts.

Der Stadt Schweinfurt wurden drei qualitativ hochwertige Porträts aus dem Besitz der Familie Strathausen (Eutin) geschenkt. Die Familie entstammt der weit verzweigten Familie Sattler: Johann Christian Wilhelm Sattler ließ sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Schweinfurt nieder und betrieb ab 1807 in der Kirchgasse zunächst ein Ladengeschäft. Er widmete sich unter anderem der Mineralfarbenherstellung und eroberte mit dem  "Schweinfurter Grün" den damaligen "Weltmarkt", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Mit der Heirat im Jahr 1809 zwischen Wilhelm Sattler und der Malerin Catharina Geiger entstand eine bis heute berühmte Verbindung zwischen der Unternehmer- und der Malerfamilie. Im Hochzeitsjahr kaufte Sattler die Ruine Mainberg und richtete dort später eine Tapetenfabrik ein. Die Entwürfe für die Mustertapeten stammten aus der Hand seiner Frau Catharina.

Zwei der geschenkten Porträts wurden 1809 zur Hochzeit der beiden in Auftrag gegeben. Die Pastelle zeigen Wilhelm Sattler und seine Frau Catharina in ihrer festlichen Kleidung. Das dritte Bild hat ebenfalls eine Hochzeit zum Anlass. Es stellt die gemeinsame Tochter Sophia Louise Eck im Jahr 1834, vermutlich in ihrem Brautkleid, dar.

Mit der Schenkung dieser drei Gemälde an die Stadt Schweinfurt möchte die Familie Strathausen die Bilder einer größeren Öffentlichkeit zukommen lassen. "Wir hoffen", so Bernd Strathausen, "dass die Stadt Schweinfurt im Rahmen der Gestaltung der neuen Museen einen Platz findet, an dem über die Familie Sattler erzählt wird." Die Familie habe die Bilder über die Eltern, die in Hamburg lebten, geerbt, wohin jene wiederum als Erbstücke der "Tante Lotte" aus Hildburghausen gelangten. Nun sind sie wieder zurück nach Schweinfurt gereist.

Die drei Portraits bereichern zweifellos die Städtischen Sammlungen zur Familie Sattler, die derzeit aus Ölgemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken, den eingangs erwähnten Farbpigmenten, sowie Druckplatten und –rollen aus der Sattler’schen Tapetenfabrik und vielen weiteren Objekten bestehen.

Katharina Christ, die Leiterin des Kulturforums, in dessen Sammlung die drei Gemälde übergehen, freut sich über die Erweiterung der Sammlung: „Wir sind dem Ehepaar Strathausen sehr dankbar für diese Schenkung“. Ein Dankeschön geht auch an Stadtrat Peter Hofmann, der den Kontakt zwischen der Familie Strathausen und dem Kulturforum herstellte, heißt es in der Mitteilung weiter.

Begutachtung und Recherche

In Kürze sollen die Gemälde noch von einem Restaurator begutachtet werden. Doch damit ist die Recherchearbeit nicht abgeschlossen. Es fehlen noch weitere Hinweise auf die Entstehung und den Künstler der drei unsignierten Bilder. Das Kulturforum freut sich über Rückmeldungen, die es auf dessen Spur führen.

Ihren Besuch in Schweinfurt nutzte das Ehepaar Strathausen übrigens, um vorab ihrem entfernten Verwandten Dr. Hans Graetz die Gemälde zu zeigen. Er erforscht seit Jahrzehnten den riesigen Stammbaum und die Geschichte der Familie und hat nun erstmalig ein Bildnis von Sophia Louise Eck gesehen.

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