Zell

Schulterschluss zwischen Kommune und Kirche

Zeigen, was sie gelernt haben: Auch die Kleinsten hatten bei der Einweihung der neuen Kinderkrippe im Mehrgenerationenhaus in Zell einen großen Auftritt.
Foto: Ursula Lux | Zeigen, was sie gelernt haben: Auch die Kleinsten hatten bei der Einweihung der neuen Kinderkrippe im Mehrgenerationenhaus in Zell einen großen Auftritt.

„Gut, dass wir einander haben“ – unter dieses Motto stellte Pfarrerin Christina von Rotenhan den Gottesdienst zur Einweihung der Kinderkrippe im Mehrgenerationenhaus Zell. Erst durch das Miteinander von Kirche und Kommune sei es möglich gewesen, die Kinderkrippe zu bauen.

Bürgermeisterin Birgit Göbhardt blickte auf die Geschichte des Umbaus zurück. Eine 2011 erstellte Bedarfsstudie der Gemeinde habe die Notwendigkeit des Umbaus aufgezeigt. Da sich die evangelische Kirche in Zell stark engagierte, habe man 2012 beschlossen, die erste Kinderkrippe der Großgemeinde hier zu errichten. Die ebenfalls nötige Schulkinderbetreuung kommt nach Üchtelhausen.

80 000 Euro hat der Gemeinderat hierfür als gedeckelten Zuschuss bewilligt, angesichts der maroden Finanzlage der Gemeinde kein leichtes Unterfangen, so Göbhardt. Sowohl Eltern als auch andere Bürger hätten kräftig mit Hand angelegt, lobte die Bürgermeisterin. Die Außenanlagen sind fast komplett in Eigenleistung entstanden. Das freute auch den Architekten Peter Kopperger, der „noch nie so preiswerte Außenanlagen“ gebaut hat. Die Bürgermeisterin wünschte sich zu dem gelungenen Gebäude, „dass sich der Storch wieder häufiger hier niederlässt und für Nachwuchs sorgt“.

Stellvertretende Landrätin Christine Bender hob hervor, dass die Investitionen von über 200 000 Euro nur durch einen Schulterschluss von Kommune und Kirchengemeinde möglich gewesen seien. „Es braucht viele starke Partner, um eine Kommune, einen Landkreis familienfreundlich zu machen.“ Der Landkreis Schweinfurt sei hier auf einem guten Weg. Im Jahr 2013 habe man 172 Krippenplätze neu geschaffen, seit Beginn dieses Jahren noch einmal 72. Bei Kindern unter drei Jahren komme man auf eine Versorgungsquote von über 35 Prozent. Bei Kindern über einem Jahr liege die bereits bei über 53 Prozent. Unterfrankenweit wurden 1900 Plätze für Krippenkinder geschaffen und eine staatliche Förderung von 35 Millionen Euro bewilligt. Unterfranken nehme damit bei den Betreuungsangeboten für Kleinkinder bayernweit den ersten Platz ein.

Die Krippenkinder zeigten den Besuchern dann, was sie im vergangenen Jahr erlebt hatten: fleißige Handwerker.

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