Schwebheim

Schwebheim: Platznot im Rathaus

Zusätzliche Räume wären für die Rathausmitarbeiter kein Luxus. Das war dem Bericht von Bürgermeister Volker Karb in der Sitzung des Gemeinderats deutlich zu vernehmen. Wenn Eheschließungen anstehen, müsse der Sitzungssaal ausgeräumt und für die Zeremonie dekoriert werden. Die überzähligen Tische und Stühle wandern in den Nebenraum. Für zwei, drei Tage seien dann Besprechungen weder im Sitzungssaal, noch im kleinen Besprechungszimmer (wo die Möbel lagern) möglich.

Das Schwebheimer Rathaus platzt beinahe aus allen Nähten. Zuletzt wurde der Dachboden ausgebaut, die Registratur erhielt neue Räume. Man müsse die Dokumente auch in Papierform aufbewahren, begründete Geschäftsleiter Thomas Dellermann den Platzbedarf und verwies auf die langen Fristen, die der Gesetzgeber den Kommunen vorschreibe. Der Bedarf an Papier und Ordnern scheint weiter zu steigen. Die politische Gemeinde hatte in den letzten Jahren Abteilungen wie die EDV ausgebaut, einen größeren Raumbedarf auch für die Technik bereithalten müssen und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Darüber hinaus zeigen sich Schäden: Der Boden im Bürgermeisterzimmer wellt sich und muss wohl ausgetauscht werden. Zum Ausräumen gehört dann auch der Ausbau der Einbauschränke und -regale.

Denkort Deportation: Schwebheim macht mit

Einen Koffer, der an die Deportation der Juden aus dem Kräuterdorf im Dritten Reich erinnern soll, entwirft und gestaltet der einheimische Künstler Mirek Bednarsky. Er stellte den Ratsmitglieder seine Ideen vor, erklärte die Auswahl an Materialien und möchte das Reiseutensil so erschaffen, dass man "den Zahn der Zeit" deutlich sehen kann. Den Überlegungen von Bednarsky konnten alle Ratsmitglieder folgen, sie brachten zusätzliche Ideen rund um den "Denkort Deportation" in die Diskussion ein. Am Würzburger Bahnhof stehen die kunstvoll gestalteten Koffer, Taschen und Rucksäcke aus vielen unterfränkischen Dörfern und Gemeinden. Das Gegenstück – ein "Zwilling" des Schwebheimer Koffers" – wird im Kräuterdorf einen repräsentativen Platz erhalten.

Schreinerarbeiten vergeben

Teurer als ursprünglich erwartet, aber im Rahmen der zur Zeit um sich greifenden Baupreiserhöhung – so bezeichnete Bauamtsleiter Ruthart Vogel die Angebote für die Schreinerarbeiten am Bürgerhaus. 85 000 Euro standen in der Kalkulation, auf rund 95 000 Euro (brutto) belief sich das günstigste Angebot. Alle Ratsmitglieder stimmten für die Vergabe der Arbeiten.

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